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VINE-PRODUKTTESTERam 3. Juni 2011
Das vorliegende Werk wurde von der New York Book Review zu einem der zehn besten Bücher des Jahres 2010 gewählt. Die Besprechung dort war so euphorisch, dass ich mich - obwohl von dieser schlimmen Krankheit nicht betroffen und nicht unter morbidem Geschmack leidend - doch zur Lektüre entschlossen habe. Bei diesem Thema versteht es sich, dass man als Leser ungefähr alle 5 Seiten kräftig schlucken muss; es beginnt bereits mit einem Hammer-Zitat im Vorspann: In den USA erkranken eine von drei Frauen und einer von zwei Männern zu Lebzeiten an Krebs.
Das eigentlich Werk setzt mit einer Geschichte zu einer berufstätigen Frau, Hausfrau und Mutter ein, die ohne große Voranzeichen an Leukämie erkrankt und der von heute auf morgen eine Überlebenschance von 30% bei einer Chemotherapie von 1 Jahr (!) prognostiziert wird; sie ist ungläubig erleichtert, denn sie hatte ihren eigenen Fall schon aufgeben. Das Beispiel zeigt dem Alltagsleser beeindruckend, was seine Erfahrenswelt von der eines Betroffenen trennt, wie schnell aber auch die eine in die andere übergehen kann.

Der Stil des Buches ist im Gegensatz zu diesen schockierenden Informationen sehr empathisch und sensibel gehalten; der Autor legt es nicht auf billige Sensationen oder Schockeffekte an, die hier an jeder Wegbiegung zu haben wären. Er selbst erlebt den Fall der an Leukämie erkrankten Frau als Assistenzarzt und zeigt dem Leser, was ein neuer Leukämiefall auch aus Sicht der betroffenen Ärzte an Belastungen bedeutet. Die Bösartigkeit und vermeintliche Unbezwingbarkeit der Krankheit "Krebs" veranlasst ihn erst dazu, eine Art "Biographie" des Königs der Krankheiten zu schreiben.

In deren ersten Teil geht es um die Geschichte der Krebsforschung, die darstellerisch geschickt um den Chemiker und Pathologen Sidney Farber angeordnet ist, der als erster Leukämie mit einer Chemotherapie bekämpfte. Es fällt auf, dass in ersten Abschnitt vor allem deutsche, englische und amerikanische Ärzte eine hervorragende Stellung in der Medizingeschichte einnehmen. Bei allem Schrecken bleibt dabei auch Zeit für den einen oder anderen ironischen Schwankt ("Humours in Tumors" lautet eine Bildüberschrift): Der deutsche Arzt Paul Ehrlich erhält nach Verleihung des Nobel-Preises eine Audienz beim Hypochonder Kaiser Wilhelm II., der ihn ängstlich fragt, ob er auch ein Mittel gegen Krebs bereit habe (Ehrlich hatte ein Mittel gegen Syphilis gefunden). Als Ehrlich ausholt, um die Schwierigkeiten einer Krebstherapie zu erklären, wird er vom Monarchen indes rasch und ungeduldig hinausgewunken; an Problemen war man offensichtlich nicht interessiert. Düster hingegen erscheint der Hinweis auf einen Papyrus des Ägypters Imhotep (Architekt der Stufenpyramide von Sakkara), der im 3. Jahrtausend vor Christus an ca. 50 Fallbeispielen verschiedene Krankheiten und deren Heilung beschreibt, bei Brustkrebs aber einsilbig verlauten lässt: Heilmittel existieren nicht. Der Leser erfährt viel von den Leistungen der Chirurgen, der Röntgenologen und vor allem in den weiteren Teilen über die modernen Möglichkeiten der Chemotherapie. Dazwischen findet sich ein ausführliches Kapitel, dessen Titel für sich spricht "Prevention is the cure". Gegen Ende werden die Informationen zu den spezifischen Forschungsrichtungen der Onkologie immer spezfischer und - nicht untytpisch für dieses literartische Genre - auch etwas hoffungsstiftender. Dennoch lässt einen der Ernst des Sujets und dessen Schwere betroffen zurück.

Das Buch ist glänzend geschrieben und kann dem Interessierten vor allem deshalb empfohlen werden. Demjenigen, der persönlich nach Argumenten sucht, sich das Rauchen abzugewöhnen oder sich mit den zunehmenden Rauchverboten in der Öffentlichkeit abzufinden, sei vor allem das Kapitel "Prevention is the Cure" empfohlen.

Fazit: Ein gut geschriebenes Buch zu einem furchtbaren Thema!
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am 29. Mai 2012
Was macht dieses Buch so lesenswert?
Zunächst die auch für Laien sehr verständliche Sprache, mit der einen der Autor Schritt für Schritt durch die Geschichte dieser Krankheit führt. Besseres Schulenglisch reicht aus. Wenn man einmal bedenkt, dass jede 3. Frau und jeder 2. Mann an Krebs erkranken wird, dann kann man sich die Bedeutung dieser Erkrankung schnell ausmalen. Big Pharma investiert 70 % ihrer Forschungsmittel in Krebsforschung. Alle anderen Erkrankungen müssen sich den Rest teilen.

Aber es ist nicht nur ein historischer Abriss, eine Biographie des Krebses. Es ist auch die Geschichte von vielen Wissenschaftlern und Ärzten, die über die letzten zweihundert Jahre die Puzzlestücke gesammelt haben und immer noch sammeln. Es ist die Geschichte von Hoffnung, von Hybris, von fast fanatischen Auseinandersetzungen um die Deutungshoheit bei der Therapie. Man nehme nur das Beispiel des amerkanischen Chirurgen Hallsted, der mit seiner bereits um 1880 herum entwickelten radikalen Brust-OP, in der teilweise verstümmelnde Techniken ohne wirkliche Verbesserung der Überlebensraten angewandt wurden, die Vorgehensweise bei Brustkrebs fast 100 Jahre beeinflusste. Schüler und Enkel von ihm dominierten bis weit in die 1970er Jahre die onkologische Chirurgie.

Krebs ist aber auch ein sehr eindrucksvolles Beispiel, wie sich aus vielen kleinen Schritten beeindruckende Erfolge ergaben. Heute wird das oft vergessen, wenn von sogenannten Scheininnovationen gesprochen wird, weil sie nur eine eher geringe Verbesserung einer bestimmten Erkrankung bringen. Doch noch in den 50er Jahren war die erste Chemotherapie bei der akuten Leukämie des Kindes gerade einmal eine Lebensverlängerung um wenige Wochen oder Monate. Inzwischen kann man viele Kinder wirklich heilen, eine Entwicklung die Jahrzehnte dauerte und oft durch viele kleine Schritte vorwärts und eben auch rückwärts geprägt war.

Der Autor beschreibt dies sehr einfühlsam, und obwohl selbst Mediziner, mit einer erfrischenden Kritik insbesondere am amerikanischen "failure is not an option" Denken der dortigen Ärzte. Beim Krebs ist das Versagen leider immer auch Teil der kleinen Erfolge, die es immerhin auch schon zu verzeichnen gibt.

Fazit: Das Buch liest sich eher wie ein Krimi als wie eine Biographie. Der Mörder ist der Krebs, und die vielen Detektive sind die Ärzte und Wissenschaftler, die ihn jagen. Dabei entkommt er jeder noch so großartig geplanten Falle immer wieder. Wer sich auch nur irgendwie mit dem Thema Medizin, Gesundheit, oder Krebs beschäftigt oder dazu ein großartiges Buch lesen möchte, kann hier ohne Bedenken zugreifen.
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am 31. August 2011
Das Buch ist eine vielschichtige Schilderung über die medizinische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Krankheit Krebs. Ohne auch nur auf einer Seite zu langweilen, gibt es spannende Einblicke in die Medizingeschichte, in die Erfolge und Niederlagen der Krebsforschung und in die schwierigen ethischen Fragen der Onkologie. Darüber hinaus erklärt es sehr gut verständlich die Ursachen und die Entstehung von Krebs im menschlichen Körper.
Sehr empfehlenswert, gerade auch für alle, die nicht an Krebs erkrankt sind.
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am 31. Mai 2016
The author of this excellent book thinks in monarchic terms. Cancer is the 'emperor' of maladies. The historical starting point of the story is Queen Atossa, whose breast cancer also provides the theme for the book's summary, a fast forward through the history of medical progress. A philosophical metaphor is provided by the great Red Queen: we need to run fast just to stay where we are. Progress requires running twice as fast.
Ideology tends to corrupt. How does that insight relate to cancer? Wars against cancer have been waged with big guns, but the first law of war was ignored for a long time: know your enemy.

Who wants to read a 'biography of cancer '? Don't we all know enough about it, be it by own direct experience, or by watching relatives and friends in their struggles? I didn't feel much interested when this book became a non-fiction bestseller and award winner a few years ago. Something changed my mind, and I am glad. It is very good.

There is a certain standard style in American non fiction, that sometimes turns me off. The writers must all have gone through the same school of 'creative writing'. Subjects must be cut down into digestible pieces, the reader must be amused by anecdotes, almost at all cost. All this can only be tolerated when the book really has something to tell us. This one does.

The manic diligence of surgeons in the early years of the 'war on cancer' is as scary as the aggression of radiologists and chemotherapists. As is the neglect of prevention that ruled for a surprisingly long time. Much frenzy, hype, hope, and bitter disappointment has happened.
The tide has possibly turned. Mortality moves down, gradually. All prongs contribute. Are we there yet? Hardly.
Geneticists are apparently making progress towards a better understanding of the biology of cancer. Some cures for specific cancers have actually been found, but the enemy keeps evolving. We need to run fast in order to stay in the same place, and even faster for progress. The red queen knew about that.

The book has much to say on the politics of science and health care. The historical politicization of cancer research and therapy is striking and is one aspect that makes this book worth reading. Company decisions based on profitability, and strategy considerations don't play as big a part in this story, as I would have expected.

Anyway, better don't catch it, even if your survival odds are getting better.
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am 27. Dezember 2011
Okay ich bin Arzt, okay ich bin hauptsächlich onkologisch tätig. Also vom Fach. Und weiss natürlich nicht genau, wie sich das Buch liest aus der Perspektive des Nicht-Arztes. Aber es ist sehr gut, sauber recherchiert, getragen von einer Humanität und Warmherzigkeit, die nicht pathetisch, kitschig oder distanzlos ist. Und es verschenkt seine Inhalte nicht billig, man muss sich konzentrieren wollen. Klare Kauf- und Lese-empfehlung.
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am 2. Mai 2011
Wer hat je gewagt, eine Biographie über eine Krankheit zu schreiben? Medizinisch fundiert, aber so, dass Sie ein verständiger Laie lesen kann? Dem Autor ist das gelungen, das ganze Buch ist ein Muss für Betroffene, Interessierte, Mediziner und die Allgemeinheit. Zu Recht mit den höchsten Preisen belohnt worden.
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am 1. November 2012
Siddharta Mukherjee: The Emperor of All Maladies – Cancer, a Biography

That's a topic to read more about!
It belongs to our life, there's no doubt,
It is written so well,
Has its own magic spell:
Book a history tour with your scout:

This oncologist authored a great
Truly gripping report of the state
Of the medical "swords"
And developments towards
An opening of cancer-(ous)-gate*.

* Cancer-gate

I read Siddharta Mukherjee's Pulitzer-prize winning book in a German translation, and was so fascinated that I also bought an English ebook edition (which greatly facilitates searching for words and persons).

Highly recommended for all those interested in cancer and all its aspects in human life.

See also: The forum of OEDILF, The Aardvark & Armadillo, Book Reviews In Limerick Form (BRILF)
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am 19. Februar 2014
Selten habe ich so viel von nur einem Buch gelernt. Als Angehörige eines Krebserkrankten hat es mir enorm geholfen, Krebs und seine Therapie besser zu verstehen und sogar vom Krebs als Phänomen (abgesehen von den dramatischen Veränderungen für Betroffene) fasziniert zu sein.
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am 16. November 2015
The way we look at a disease determines how we aim to deal with it or treat it. This book sheds light on the journey mankind took in its understanding of cancer and how cancer is related to us and our very being. A great read.
Note that the book has been written in 2004, so it ends with the success of Gleevev. Newer approaches are not covered.
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am 28. März 2013
I listened to the audiobook with great pleasure. The book is very well written and delivers a fascinating story of cancer. It certainly changed my view on cancer, and I am no longer sure if it is a disease in its common understanding.
Definately a book worth reading (or listening to) for all who are interested in science in general.
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