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Die preußischen Brüder
 
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Die preußischen Brüder [Taschenbuch]

Christian Graf von Krockow
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 223 Seiten
  • Verlag: Dtv; Auflage: 5. Auflage (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423306599
  • ISBN-13: 978-3423306591
  • Größe und/oder Gewicht: 19,6 x 12,3 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 207.842 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Christian von Krockow
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Prinz Heinrich steht heute im Schatten von Friedrich dem Großen, obwohl er ein glänzender Diplomat und Feldherr von Rang war und wesentlich dazu beitrug, daß Preußen den Krieg überstand. Christian Graf von Krockow erzählt die Geschichte einer Bruderbeziehung.

Klappentext

Der berühmte König und der - zu Unrecht - vergessene Prinz: Mit seinem Doppelportrait der ungleichen Brüder Friedrich und Heinrich führt uns Christian Graf von Krockow in die große Zeit des klassischen Preußen, in den Siebenjährigen Krieg - aber auch nach Sanssouci und in das idyllische Rheinsberg. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Nach verschiedenen Büchern über Preußen und Friedrich den Großen liefert Graf Krockow ein Werk über die Hintergründe der Bezeihung beider Brüder, die ungleicher kaum sein können. Der Titel täuscht ein wenig über den Inhalt, da es sich mehr mit Heinrich als Friedrich beschäftigt. Angesichts der enormen Menge von Werken über den König ist dies jedoch kein Mangel.

Graf Krockow räumt mit einigen überkommenen Ansichten über Friedrich auf, die im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert in der Zeit der Glorifizierung entstanden sind. Er zeigt einen bedeutenden, entschlossenen aber auch bitteren Mann, der sich für sein schweres Schicksal unter Friedrich Wilhelm I an seinen Geschwistern rächt und so zum Ebenbild seines Vaters wird. Als Gegenfigur wird der von der Geschichte lange vergessenen Prinz Heinrich aufgebaut, dem Krockows Sympathien eindeutig gehören. Ob die unterschwellige Meinung, Heinrich sei der bessere König und Feldherr, gerechtfertigt ist, sei jedem Leser selbst überlassen. Ganz zweifelsohne ist die Figur Heinrich von Preußen zu Unrecht so lange übersehen worden.

Das Buch strotzt nur so von kleinen persönlichen Geschichten und Einzelheiten, die es gerade dem heutigen Leser leicht machen, sich in die doch so ganz andere Zeit hineinzuversetzen. Dabei braucht der Autor keine Sensationen. Besonderes der sensibele und völlig unspektakuläre Umgang mit den homoerotischen Neigungen der beiden Brüder wirkt wohltuend.

Alles in allem ein gelungene Beschreibung, die sich wegen ihres leichten Erzählstils sehr gut lesen läßt und auch dem historisch nicht ganz sattelfesten Leser einen angenehmen Zugang zur Materie verschafft.

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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bernhard Nowak TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
In der "Zeit" vom 1. August 2002 erschien unter dem Titel: "Der König von Rheinsberg" ein sehr interessantes Portrait des zu unrecht vergessenen "Prinzen" Heinrich, des Bruders Friedrichs II. aus Anlass seines 200. Todestages 1802 aus der Feder von Gerd Fesser.

Wer sich näher für die Figur Heinrichs und seine Beziehung zu seinem berühmten Bruder, Friedrich dem Großen, interessiert, der sollte zu 2 Bänden von Christian Graf von Krockow greifen: "Schloß Rheinsberg" und das vorliegende Doppelportrait über Friedrich den Großen und Prinz Heinrich.

Da Krockow bereits eine Biographie über Friedrich den Großen geschrieben hat, konzentriert sich dieses Werk stärker auf den Bruder Prinz Heinrich. Vorarbeiten hat der Verfasser geleistet: es sind dies: "Preußen - eine Bilanz", "Friedrich der Große" und "Schloß Rheinsberg".

Insbesondere wird hier der Lebenslauf des Bruders, Heinrich, geschildert. Wie Fesser legt auch Krockow dar, dass Heinrich der weitblickendere Stratege und klügere Mensch gewesen ist. Im Gegensatz zu Friedrich dem Großen, der das Risiko liebte und - beeindruckender Siege zum Trotz - auch Niederlagen hinnehmen musste, die fast zu seinem Untergang führten, bis der Tod der russischen Zarin Elisabeth im Jahre 1762, dem "Mirakel des Hauses Brandenburg", ihn rettete, liebte Heinrich die methodische und kräfteschonendere Strategie. 1757, als Oberbefehlshaber der preußischen Truppen in Sachsen, kämpft er so hinhaltend und geschickt, dass auch sein Bruder ihm die Bewunderung nicht versagen konnte: "Lassen Sie uns nun, meine Herren, unser Glas leeren auf das Wohl des einzigen Generals, der während des ganzen Krieges nicht einen einzigen Fehler gemacht hat...Auf Dein Wohl, mein Bruder!". Diese anerkennenden Worte Friedrichs am Ende des langwierigen Krieges können die Rivalitäten und Spannungen unter den Brüdern nicht verdecken. Heinrich wirft Friedrich vor, den jüngeren Bruder, August Wilhelm, in den Tod getriegen zu haben. Auch seine Bemühungen, als sächsischer Oberbefehlshaber die demoralisierte Bevölkerung schonend zu behandeln (was Friedrich veranlasst, ihn abzusetzen), zeigt, dass Heinrich - wie General von Marwitz, sittlich gedacht hat. Für die zerrüttete Beziehung zwischen beiden, die Krockow hervorragend herausarbeitet, ist es charakteristisch, dass Heinrich 1791 in Rheinsberg einen Obelisken errichten lässt, der dem Bruder August Wilhelm und den Helden des Siebenjährigen Krieges, unter anderem Marwitz, gewidmet ist, ohne Friedrich zu erwähnen.

Krockow erwähnt auch das Urteil Fontanes in seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg", der Heinrich Gerechtigkeit wiederfahren lassen möchte., da dieser ein "kluger und geistvoller Prinz" gewesen sei. Doch die Geschichte entschied anders: nicht Heinrich, der Kluge und von sittlicher Verantwortung geprägte, wurde Vorbild für die deutschen Militärs, sondern der - nachweislich schlechtere - Stratege Friedrich. Gerd Fesser schließt seinen Beitrag in der "Zeit" mit den treffenden Worten: "So wurde Friedrich "der Große" in Deutschland zum Heros zweier mörderischer Weltkriege, sein Bruder aber sank in Vergessenheit. Zeit also, sich seiner zu erinnern, denn besser als der König von Preußen passt er zum heutigen Europa: der König von Rheinsberg."

Auch Krockow hegt Sympathien für den vergessenen Bruder (der nicht umsonst in diesem Portrait wesentlich ausführlicher behandelt wird wie Friedrich), lässt allerdings auch Friedrich Gerechtigkeit wiederfahren. Er würdigt diesen als großen König und ersten Diener seines Staates - ganz im Gegensatz zu den absolutistisch regierten, von der Staatsauffassung Ludwigs XIV. geprägten, Nachbarstaaten und zeigt damit, wie weit Friedrich seiner Zeit voraus gewesen ist. Ganz besonders gilt dies allerdings für Heinrich, der mit diesem Werk seinen verdienten Platz in der preußischen Geschichte zugewiesen bekommt. Auch wenn es Krockow nicht so explizit sagt: er wäre der bessere und aus heutiger Sicht modernere preußische König gewesen.

Das sichtbare Bemühen um Objektivität und Ausgewogenheit, zusammen mit der Souveranität des Umgangs mit den Quellen sowie einer lebendigen leicht lesbaren Sprache macht das Werk gerade jetzt, zum 200. Todestag Heinrichs, zur interessanten und erhellenden Lektüre. Nebenbei erfährt man auch viel über Preußens Staatsgründung und den Vater Friedrich Wilhelm I., den berühmten Soldatenkönig. Wer Geschichte lernen möchte und dies nicht trocken, sondern spannend serviert bekommen möchte, der sollte dieses hervorragende Doppelportrait unbedingt lesen.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Brüder Bilder 9. April 2008
Format:Taschenbuch
Wenn es um preußische Geschichte geht, geht es neben dem Gr0ßen Kurfürsten, dem Soldatenkönig, Königin Luise und Bismarck in aller erster Linie um den Alten Fritz. Er ist quasi das "Wappentier" dieses Geschichtszweiges und hat die meiste Aufmerksamkeit. In diesem Nachschlagewerk wird so ebenfalls des Königs gedacht, des Prinzen nicht, aber nicht absichtslos:
Wer den Blick in die Abgründe scheut, darf von Heinrich nichts wissen" schreibt der Autor und wirkt oben bezeichneter "Ungerechtigkeit" mit einem Doppelportrait der Brüder entgegen.

Überrascht wird der Leser manches mal, etwa wenn ihm Friedrich II. und Manfred Stolpe (brandenburgischer Ex-Ministerpräsident) als seltene "Nichtjäger" von Rang vorgestellt werden. Oder wenn er von dem Bombardement Dresdens durch preuß. Truppen erfährt, das "ohne militärischen Sinn einen Großteil der Stadt und unersetzbare Kunstschätze vernichtete" - im Juli 1760, Friedrich befahl, Heinrich verurteilte es.
Dabei war der humanitär gesinnte, jüngere Bruder des Königs selbst militärisch begabt und nach Friedrichs eigener Aussage der "einzige general, der während des ganzen (Sieenjährigen) Krieges nicht einen einzigen Fehler gemacht hat."
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