summersale2015 Hier klicken mrp_family studentsignup Cloud Drive Photos WHDsFly Learn More ssvpatio Fire HD 6 Shop Kindle Sparpaket SummerSale
  • Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Nur noch 1 auf Lager (mehr ist unterwegs).
Verkauf und Versand durch Amazon.
Geschenkverpackung verfügbar.
Menge:1
polar 15: Grenzen: Drinne... ist in Ihrem Einkaufwagen hinzugefügt worden
+ EUR 3,00 Versandkosten
Gebraucht: Sehr gut | Details
Verkauft von MEDIMOPS
Zustand: Gebraucht: Sehr gut
Kommentar: medimops: schnell, sicher und zuverlässig
Ihren Artikel jetzt
eintauschen und
EUR 0,10 Gutschein erhalten.
Möchten Sie verkaufen?
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Anhören Wird wiedergegeben... Angehalten   Sie hören eine Probe der Audible-Audioausgabe.
Weitere Informationen
Dieses Bild anzeigen

polar 15: Grenzen: Drinnen/Draußen Taschenbuch – 10. September 2013

1 Kundenrezension

Alle Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Taschenbuch, 10. September 2013
"Bitte wiederholen"
EUR 14,00
EUR 14,00 EUR 4,69
37 neu ab EUR 14,00 9 gebraucht ab EUR 4,69

Hinweise und Aktionen

  • Buch Sommerangebote: Entdecken Sie unsere bunte Auswahl an reduzierten Hörbüchern und englischen Büchern für den Sommer. Hier klicken.

Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.



Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (10. September 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593399776
  • ISBN-13: 978-3593399775
  • Größe und/oder Gewicht: 16,2 x 1 x 23,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.165.875 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
  • Komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen

Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Liebe Leserin, Lieber Leser,

in diesem Heft wagen wir uns an Grenzen: räumlich, sozial, kulturell. Je länger unsere Expedition dauert, desto deutlicher wird uns, wie notwendig dieser Grenzgang ist. Wir müssen die Grenzzäune erst einmal sehen, bevor wir darüber reden können, wie wir sie einreißen. Mit dem sozialen Gefälle wachsen die Grenzzäune – nicht nur zwischen Ländern und Regionen, sondern auch in den Gesellschaften. Wer ist drinnen? Wer draußen? Häuserzeilen oder ganze Stadtviertel verschwinden hinter Mauern und Stacheldraht und werden zu Gated Communities – nicht nur in Mexiko, sondern auch hier bei uns um die Ecke. Türsteher und Pförtner sind gefragt wie lange nicht mehr: Clubs und Netzwerke versprechen Vorteile für abstiegsgeänstigte Aufsteiger – und wer drin ist, schließt die Tür hinter sich ab. So lässt sich auch das Revival des Türstehers besser verstehen. Ob vor dem Soho House oder an der Pforte zum Townhouse, ob vor dem Faculty-Club oder in der Arztpraxis: Members only! Und so steht eine Gesellschaft in der Schlange und fragt sich: Komme ich rein? Durchatmen, wenn ja. Und schnell wieder die Tür zu.

Unsere Gesellschaft driftet auseinander. Das betrifft nicht nur die wachsende Schere der Einkommens- und Vermögensverteilung. Es betrifft auch und vor allem die konkreten Räume, von denen wir bislang dachten, sie seien öffentlich, also für alle zugänglich. Man verliert sich aus den Augen, obwohl man nur ein Katzensprung entfernt voneinander lebt. So steht die Privatschule neben der Problemschule, stehen Townhouses neben Problemkiez, Biocompany neben dem Penny-Markt. Lifestyle-Restaurants verdrängen die Eckkneipe. Und jeder bleibt schön unter seinesgleichen. Das gilt auch für die kulturellen Räume, in denen die sozialen Grenzen oftmals nicht minder scharf gezogen werden.

Diese Abschottung findet nicht nur bei den Reichen und Superreichen statt, sondern sie greift bis tief in die vielbeschworene »Mittelschicht«, in der Solidarbereitschaft und verunsicherungsgetriebene Desolidarisierung konkurrieren. Spätestens dann, wenn es um das Wohlergehen des eigenen Kindes geht, hört für viele der Spaß auf. Und die Mauern um das eigene Milieu wachsen. Wie steht es unter diesen Vorzeichen um die gesellschaftliche Durchlässigkeit? Wie um das gesellschaftliche Aufstiegsversprechen? Und wie könnte eine neue Politik der Inklusion aussehen?

polar nimmt die 15. Ausgabe auch zum Anlass, um nach problematischen Grenzverwischungen zu fragen. Wie lassen sich bestimmte Lebensformen oder Lebensstile verteidigen? An welchen Orten vertiefen wir unser Spezialwissen, unsere Passionen und Spleens? Wie legen wir Konflikte und Brüche offen und vermeiden faden Crossover? Kurz: Wo macht es Sinn, Grenzen zu ziehen? Die Arbeiterklasse hatte immerhin ihren klassenkämpferischen Stolz, ein Bewusstsein für die eigene gesellschaftliche Rolle, ihre eigenen Orte. Heute arbeiten die neue ProletarierInnen als PostausträgerInnen oder Pflegekräfte 12 Stunden am Tag – und bleiben dennoch vor der Tür, oftmals ohne sich als Autorinnen des eigenen Lebens zu begreifen.

Die Tatsache neuer Grenzzäune gilt umso mehr, wenn wir über den Tellerrand hinausblicken. Dabei erweisen sich auch die räumlichen Mauern und Grenzzäune vielfach als soziale Konstruktion. Die Welt wird immer kleiner, so heißt es. Aber für viele ist es unmöglich von einem Ort an einen anderen zu kommen. Das gilt auch für die Grenze zu Europa, zur Bundesrepublik Deutschland. Am Ende stehen in vielen Fällen Lager, Abschiebung und immer wieder der Tod auf der Flucht. Wer aus dem falschen Land kommt und bei uns sein Glück oder auch nur Arbeit sucht, hat meist keine Chance. Unzählige »Illegale« ohne Papiere leben hier und trauen sich nicht auf die Straße oder zum Arzt. Die im Dunklen sieht man nicht. Eine humane europäische Einwanderungs- und Flüchtlings­politik ist nicht in Sicht. Zu Beginn des Heftes begibt sich polar in die Untiefen der Mittelschicht: Owen Jones untersucht den konsensfähig gewordenen Proll-Hass am Beispiel von Großbritanniens Rückkehr zu einer Rhetorik der Thatcher-Ära und skizziert die bedrohlichen politischen Konsequenzen, die mit der neuen Stigmatisierung der Arbeiterklasse einhergehen (S. 9). Peter Siller verfolgt die Spuren, die in den politisch-programmatischen Anspruch der »Inklusion« münden – und legt dadurch die verdeckten sozial- und gesellschaftspolitischen Fragen und Kontroversen offen (S. 21). Gunnar Otto hinterfragt, inwieweit die sozialen Grenzen heutzutage überhaupt noch persistent sind (S. 17). Stefan Huster verknotet Shakira und Verdi zum untrennbaren Strang einer gemeinsamen Kultur (S. 37). Und Christoph Raiser analysiert die Inszenierung des Andersseins, mit dem man sich parteipolitisch zu legitimieren versucht, als narrative Grenzziehung am Beispiel von Italiens Beppe Grillo (S. 81).

Ein Schwerpunkt des Heftes richtet sich auf die gegenwärtigen Veränderungen der politischen Grenzverläufe inner- und außerhalb Europas. Aus einer moralphilo­sophischen Perspektive hinterfragt Andreas Cassee den unterschiedlichen Status, der innerstaatlicher Bewegungsfreiheit und zwischenstaatlicher Einreisebeschränkung als Anspruch auf ein Menschenrecht zugesprochen wird (S. 73). Was an die Stelle der aufgelösten innereuropäischen Grenzen tritt, skizziert Huub van Baar am Beispiel der Roma als Ausgrenzungs- und Kontrollpraktiken gegenüber rassistisch ethnisierten Bevölkerungsgruppen (S. 91). Europas Abschottung nach außen und die reale Unpassierbarkeit der äußeren Grenzen thematisiert Marei Pelzer in einem Bericht über die gegenwärtige Lage syrischer Flüchtlinge (S. 99). Einen anderen Aspekt historischer Grenzverläufe untersucht Roman Deckert mit Blick auf die Unabhängigkeit des Südsudans als der ersten afrikanischen Staatengründung, die zur Revision einer kolonialen Grenze führte (S. 86). Wie und warum wir gehorchen, wenn wir die alltäglichen Sicherheitskontrollen passieren, analysiert Silvan Pollozek als Praktiken von Macht und Unterwerfung (S. 108).

Bildungspolitische Reformen werden aus unterschiedlicher Perspektive gefordert: So berichtet Idil Efe von einem zivilgesellschaftlichen Bildungsprojekt in Neukölln (S. 31); Ernst Rösner und Wilfried Bos untersuchen die (Un)Durchlässigkeit im Bildungssystem aus Sicht der Schulentwicklungsforschung (S. 45). Dass Durchlässigkeit nicht mit Entgrenzung, sondern mit Vielfalt und Dissens, getragen von einer grundsätzlichen Solidarbereitschaft, einhergehen soll, wird in einer Engführung der beiden Orte Schule und Theater gefordert (S. 121). Die performative Kraft des Theaters, Ausgeschlossenen eine Bühne zu geben, verortet Sandra Umathum in der ganzen Ambivalenz, in der sich das Theater zwischen sozialpolitischer Funktion und düsterer realer Praxis befindet (S. 157). Eine untrennbare Verbindung von Kunst und Politik erkennen wir in Alexander Kochs Beschreibungsmodell zur Binnendifferenzierung der Kunst (S. 113).

Die Aushöhlung demokratischer Institutionen und der ökonomische Neofeudalismus auf den modernen Finanzmärkten erklärt Sighard Neckel mit »Refeudalisierung« unserer modernen Gesellschaft (S. 145). Arnd Pollmann fasst Entgrenzung als pathogene Sozialstruktur auf, die er als eine Wahlverwandtschaft, als eine parasitäre Symbiose unserer kapitalistischen Spätmoderne mit dem Borderline-Syndrom beschreibt (S. 163).

In der Kunst begegnen sich Hip-Hop-Kultur und Kommunismus in der Fotoserie »Signature Style« von Christine Würmell, die ein Denkmal von Ernst Thälmann in (Ost-)Berlin in der Geschichte seiner Überschreibungen sichtbar macht. Speziell für polar fertigte Ulf Aminde die Installation »urban tai chi«, die prekäre Außenseiter im urbanen Fluss zeigt und in die »Normalität« des öffentlichen Raumes einen verstörenden Riss einzieht. Außenseiter, die zu dem von der Gesellschaft begehrten Objekt Ware keinen Zutritt haben – das ist ein Aspekt, der in der Fotoserie »o-t-« von Stefan Panhans sichtbar wird. Die Zeichenserie »Landmaeri, Landesgrenzen,...

Kundenrezensionen

5.0 von 5 Sternen
5 Sterne
1
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
Siehe die Kundenrezension
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

Von Rob am 17. März 2014
Verifizierter Kauf
Das Magazin vermittelt Wissen aus einem ganz anderen Blickwinkel. Ich hatte es mal zum ausprobieren bestellt und war sehr positiv überrascht. Aus den Artikeln liest man heraus das die jeweiligen Autoren Ahnung von dem haben von was sie sprechen! Ich werde mir die nächste Ausgabe auf jeden Fall ebenfalls kaufen!
Kommentar War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback. Wenn diese Rezension unangemessen ist, informieren Sie uns bitte darüber.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen

Ähnliche Artikel finden