die dröge 'rezension' des autoren christian kracht auf der rückseite von sven lagers 'phosphor' vermittelte mir den eindruck, daß herr kracht das buch nie gelesen hat. dies schien mir argument genug zu sein, auf den bestellbutton zu klicken und für ein paar beruhigende tage wußte ich, daß in kürze eine postsendung eintreffen wird, die weit günstiger ausfällt als die sonst üblichen rechnungen.
dann las ich und fühlte mich in wenigen minuten in eine zeit, in zustände zurückversetzt, die mir selbst schon äonen weit entfernt schienen. pickel, cola, unsicherheit, verworrene philosophien, überfüllte aschenbecher und kokain, dazu ständig plappernde mittzwanziger die hie und da durchs bild der sich gerade frisch entspinnenden geschichte schlurfen um irgendetwas mit den sich darin befindlichen getränken zu tun. das ganze spielt sich im wesentlichen an einem hauptschauplatz, der einerseits verworrenen, dann wieder erfrischend gradlinigen gedanken-, und gefühlswelt des protagonisten ab. was noch? nun, es geht wohl auch um ein mädchen und das ganze so einfach und schön geschildert, so klar und unaufdringlich, man möchte wieder verlassen und verlassen werden, nur um sich neu verlieben zu können.