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Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot: Roman [Taschenbuch]

Sibylle Berg
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

Januar 2008
Als "Piranha im Goldfischteich der deutschen Literatur" bezeichnet die FAZ Sibylle Berg. Mit diesem 1997 veröffentlichten Roman wurde sie bekannt: ein Schlag ins Gesicht der Spaßgesellschaft, präzise in der Beobachtung, typisch im Ton. "Es geht um ein paar Leute, die das Glück suchen, und bis auf eine Ausnahme auch finden, denn am Ende des Buches sind sie tot." (Sibylle Berg)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag; Auflage: Neuauflage. (Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150215773
  • ISBN-13: 978-3150215777
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,8 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 17.434 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Sibylle Berg schildert die neunziger Jahre als die Stunde der schwachen Empfindungen und dürren Worte. Liebe und Leidenschaft, Verzweiflung und Unglück haben nur noch als klägliches Echo früherer Zeiten überdauert. Waren die achtziger Jahre das Jahrzehnt der Gier, das Emotionen als begehrtes, aber knappes Handelsgut entdeckte, so erscheinen die neunziger Jahre als Ära der Gleichgültigkeit, in der alle Ideale zerstört, alle Illusionen geplatzt sind. Und auch von der Sprache ist nicht mehr viel übrig." -- Frankfurter Allgemeine Zeitung "Ein paar Leute ... is a novel which sees tragedy as well as beauty in the banalities of everyday life. True feeling is never very far from tackiness, prompting a German reviewer to bill Berg´s writing as 'German Trash'. This it is not, though, for" -- Ein paar Leute is carried by the author´s sympathy for her characters and their predicament. Not, though, by her sentimentality: of her ten protagonists, Berg dispatches all but one, with no shortage of gruesome detail, the description of which she seems positively to enjoy." -- Times Literary Supplement, 25.5.1998

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Ich lebe so ein bißchen wie ein Tier. Ich weiß nicht, ob das so verkehrt ist. Obwohl es auch unglückliche Tiere gibt, die zu Tierpsychologen gehen, denke ich mal, die meisten Tiere fragen sich nicht andauernd, was sie mit ihrem Leben anstellen sollen. Vielleicht sind sie glücklich. Ich würde so gern mal mit einigen befreundeten Tieren über dieses Thema reden."

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man liebt oder haßt sie 27. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Sibylle Berg schreibt sarkastisch und sehr unterhaltsam von einer handvoll Menschen um die dreißig und ihren Beziehungen zueinander. Sie berichtet aus der jeweiligen Subjektive und so erfährt man nicht nur, wie sich jeder einzelne fühlt, sondern auch was er von den anderen Personen hält. Ihr Erzählstil ist bitterböse und hat in meinem Freundeskreis für sehr auseinandergehende Meinungen gesorgt. Mir aber gefällt das Buch, ich konnte darüber lachen und so ist es glaube ich auch gedacht. Es beschreibt stark negativ überzeichnete Charaktere, Egoisten sondergleichen, die doch alle nur nach ihrem "eigenen Menschen" suchen, um etwas Halt zu finden, der ihnen in ihrem Leben fehlt. Die Autorin karikiert die bestimmenden Trends unserer Gesellschaft (z.B. die "glücklichen" Singles) und zeigt Menschen, die versuchen dem zu entsprechen und nicht verstehen, warum sie trotzdem nicht glücklich sind. Meiner Meinung nach enthält dieses Buch viele Kritikpunkte der gesellschaftlichen Entwicklung und jeder wird sich ansatzweise in einer der Personen wiederfinden. Mein Fazit dieses Buches ist die Aufforderung, sich unabhängig von Trends zu bewegen und seine eigenen Lebensillusionen zu hinterfragen.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein verdammt guter Zeitgeistroman 25. Juni 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Aufmerksam geworden auf Sibylle Berg bin ich durch ihre Kurzgeschichten, die im Zeitmagazin veröffentlicht wurden, noch bevor sie ihr erstes Buch "Ein paar Menschen suchen das Glück und lachen sich tot" veröffentlicht hatte. Ihre Geschichten waren mir ins Auge gefallen durch die völlig respektlose, ausgefallene und lustige Art und Weise, mit der sie mit Sprache umgeht und durch den besonderen Blickwinkel, den sie gegenüber den Auswirkungen der Lebenswelt der 90er Jahre auf die jungen Allerweltsmenschen einnimmt. Und genau diese Punkte finden sich auch in ihrem ersten Buch wieder. Ein Haufen meist junger Menschen findet sich in den typischen Problemen des Lebens wieder: Liebeskummer, Jobprobleme, Pubertätswahnsinn und Angst vor dem Älterwerden. So unterschiedlich die konkreten Probleme auch sein mögen, so vereint die Protagonisten doch der Meta-Wunsch nach einem speziellen Leben, das sich von der Masse der Leute abhebt, sie befinden sich auf der Suche nach ihrem Glück. Das Besondere an den Figuren ist, daß sie ihre Suche radikalisieren und kompromislos bis zum Ende durchhalten, bis zum Tod, der von der Autorin sehr schön grauenhaft in allen Einzelheiten beschrieben wird. Das Buch lebt von diesen Extremen. In einer hedonistischen Zeit lebend sind die Figuren vor Selbstbespiegelung wie gelähmt und die Gewalt der Situationen, die über sie hereinbrechen sind anscheinend die einzige Möglichkeit, ihnen ein Stück Selbsterkenntnis zu ermöglichen, auch wenn es meistens zu spät kommt. Sibylle Berg bietet in der doch stark verkopften Landschaft der deutschen AutorInnen ein willkommenes Gegengewicht, indem sie es schafft den Geist der Zeit nicht nur aufzufangen, sondern durch ihren unverwechselbaren Stil auch noch einen adäquaten Ausdruck zu verschaffen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Generation Golf meets Very Bad Things... 30. Dezember 2004
Von Pixel
Format:Taschenbuch
.
... oder wie Klischees im tiefschwarzen Mantel immer noch langweilen

Dieses Buch ist gut für alle, die Bücher gut finden, die einen emotional erreichen, und dabei keinen Unterschied machen, ob diese Gefühle gut oder schlecht sein sollen. Bei mir waren die Gefühle eher schlecht, weil ich mich von einzelnen Sätzen trotz aller Abstumpfung immer noch habe dort treffen lassen, wo ich getroffen werden kann und will. Frau Berg zeigt eine ausgezeichnete Beobachtungsgabe, wenn es darum geht, die oberflächliche Spaßgesellschaft (zu der ich auch gezählt werde) auf eine Anzahl beziehungsgestörter, egozentrischer Psychopathen zu reduzieren. Deren einzige Beschäftigung besteht darin, hässlich zu sein und sich und andere zu verletzen und deren einzige traurige Rettung ist der mal gedankliche, mal physische, aber immer sinnlose Ausbruch aus dem so verhassten Alltaghorror. Sie lässt alle Figuren ihre eigene Gestörtheit bis ins chirurgische Detail reflektieren, doch gewährt keiner davon die Gnade einer Entwicklung. Allerhöchstens die perverse Befriedigung ihrer zusammengeschusterten Selbsterkenntnis.

Eigentlich mag ich schwarzen Humor und das alles könnte witzig sein, wenn es sich nicht über hundert Seiten zuviel ziehen würde und wenn das klassische böse Ende nicht so spät käme und ich mir denke: ein solches Elend kann nur jemand derart detailverliebt beschreiben, den seine überdurchschnittliche Intelligenz und Beobachtungsgabe herzlos gemacht hat. Oder der davon überzeugt ist, dass Bücher von Steven King zu unrealistisch sind, um wirklich schocken zu können. Ab der Mitte des Buchs verliert sich die Autorin in immer krasseren Bilder und Gedanken, die sich - obwohl gut geschrieben - zu einem Einheitsbrei vermischen, der langweilt, weil die Personen in ihrer Lethargie austauschbar sind.

Die einzige Stelle, die bei mir wirklich hängen blieb, ist die, in der sie durch Bettina zu sprechen scheint: "Ich habe mal versucht, ein Buch zu schreiben. Die Worte klangen hohl, und die Gedanken waren schon tausendmal gedacht." Da dachte ich mir, die Autorin hat doch noch ein bisschen Anstand und entschuldigt sich bei mir, dass ich durch den Kauf des Buchs einen Ziegelstein für ihr Haus finanziert habe (siehe Widmung) - naja, mittlerweile wohl eher für die Sauna oder den Wintergarten.

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Die neuesten Kundenrezensionen
3.0 von 5 Sternen Schwierig (?) damit umzugehen
Ich bin kein Mensch, der viele Worte schreibt, sie aber gerne liest.

So fiel es mir anfangs schwer, mich in Frau Bergs ungewohnten Schreibstil einzulesen. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Tagen von Haddile veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Verständliche Literatur
Früher habe ich den Bernhard gelesen und die Jelinek.Mit den Jahren ermüdet das künstlerisch sein wollende Erzählen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Uwe Schuetz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein hemmungslos misanthropes Pamphlet gegen unsere Zeit
Sibylle Berg zeichnet mit ihrem Roman "Ein paar Menschen suchen das Glück und lachen sich tot" ein gnadenlos hoffnungsloses Menschenbild. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von I_love_orange_juice veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen alles gut! danke!
was soll ich noch sagen? super buch. spannend - ich glaube irgendwie jeden betreffend. was der titel schon sagt: liebe, glück, sehnsucht... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Susanne Arnold veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Sehr depressiv
Mir viel die Lektüre schwer und sie bereitete mir schlechte Laune. Ich weiß nicht, wie man darauf kommt so etwas zu schreiben.
Vor 5 Monaten von Birgit Carls veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ich war ja vorgewarnt,
dass es in dem Buch ordentlich ans Eingemachte geht und irgendwie alle Protagonisten so ein Ende bekommen, welches- nun ja- man wenig bereit wäre, mit ihnen zu teilen. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Maria veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Verdammt gutes Buch!
Zuerst hab ich gedacht: Was soll`n das? Trifft sich hier ne Deprigruppe, wo jeder rumlabert wie dreckig es einem geht? Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Conrad85 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Reden macht Wirklichkeit
Einige Leute sind auf der Suche. Nach was wissen sie meist selbst nicht genau. Sie suchen nach Menschen, nach Liebe, nach Perspektiven, denn alle sind sie unzufrieden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Februar 2011 von Steppenwolf
1.0 von 5 Sternen COOLNESS-ZIEL VERFEHLT
Das habe ich alles in Bret Easton Ellis 'Einfach unwiderstehlich' schon mal origineller gelesen. Und vor allem original. Polyperspektivismus. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. September 2010 von Little Bear
5.0 von 5 Sternen großartig
ich habe zu diesem buch gegriffen, weil es umstritten war und ich gerne neues kennen lerne. von anfang an war ich begeistert von witz, klugheit und tragik wie schon lange nicht... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Mai 2010 von Tini Wini
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