Mit PIECES legt KOKIA ein neues Greatest Hits Album vor. Befinden sich hierauf etliche Singleauskopplungen von Anime-Openings & Endings bzw. Intros zu Videospielen.
Wer weitere Alben von Miss Akiko in Angriff nimmt, sollte es mit den beiden CD-Boxen (je 3 Alben):
Collection (3 Alben - Listen for the love/The voice/Christmas gift) &
Kokia Collection - Vol. 2 versuchen - eine beinhaltet 'Christmas Gift', 'The Voice' & 'Listen for the Love', die andere 'Balance' (2 CD's) & 'Fairy Dance'.
Schwächer als der Vorgänger THE VOICE u. die Nachfolger REAL WORLD & MOMENT, fällt das zwei Disk, Akiko °° Kokia & Kokia °° Akiko, umfassende Album
Balance (Doppel-CD Kokia ' Akiko und Akiko ' Kokia) aus. Akiko °° Kokia ist persönlicher, aber schwächer als sein Pendant, das ganz manierlich auftritt. Einzig die Songs 'hajimari', 'sekai no owari ni' & 'tsumihoroboshi no uta' stechen auf erster hervor. Der Track 'Infinity' ist in zweierlei Versionen auf beiden CD's befindlich. 'Aigakikoeru: Listen for the Love' ist Kokias erstes europä. Studioalbum, gestützt vom französischen Label Wasabi Records - es ist durchwachsen, aber ein großer Unterschied zu seinen Vorgängern.
Auch sehr markant das italienisches Opernstück, befindlich auf ,The Voice': 'Il Mare Dei Suoni' (Sea of Sound). Klasse. Das ebenso esoterische
Aino Melody/Chowa Oto-With Ref dürfte hierzulande bei den Animefans bekannt & beliebt sein. Zu Recht.
PIECES-Trackliste:
01. KARMA
02. INSONNIA
03. TRANSPARENT
04. CHINMOKU
05. FATE
06. WOMOI
07. NAGEKI NO OTO
08. KOTO NO HA
09. ANATA TO DEATTE
10. ROAD TO GLORY
11. EXEC_REBIRTHIA=PROTOCOL/.
12. EXEC_COSMOFLIPS/.
13. HIKARI NO NAKA NI
'Insonnia', ein sehr stilles und sphärisches Stück, recht monoton gehalten. Viele überwiegende Tracks hierauf entstammen erfolgreichen Singleauskopplungen zu Animethemes bzw. auch Videospiele. Auch bisher unveröffentlichte (die man nur in den jeweiligen Serien/ Filmen zu hören bekam). Darin unterscheidet es sich von den anderen, die bei weitem nicht diese Ansammlung vorweisen. PIECES ist generell sehr ruhig ausgelegt. Wunderschöner Start bietet KARMA (ebenfalls Opening). Ein anderer Enya anmutender Track wäre 'EXEC_COSMOFLIPS/.': guter taktischer Beitrag und so anders als der Rest des Albums. Auch markant und ,,stärker'' als Animetheme 'Transparent' ist 'Fate'.
Mit 'WOMOI' hat Kokia ein lethargisch empfundenes Musikstück komponiert - wenn auch irgendwie gelungen: gleich bleibend, ohne Höhepunkte, aber irgendwie bestechend. Ihr zartes Stimmchen bleibt fast immer in der gleichen Tonlage. Begleitet vom Cello bietet es die passende Atmosphäre. 'NAGEKI NO OTO', ebenfalls ein A-Theme.
Durchschnitts-OST, wenn man in der Animeszene bewandert ist. Für ungewohnte Ohren ein weiteres Highlight. Anfreunden kann ich mich jedoch gar nicht mit 'KOTO NO HA'. Ebenso leicht kommt 'ANATA TO DEATTE' (A-Serie: ,Brook Girl') daher, wenn auch stärker als der Vorgänger. Bekannt aus dem Album
Real World und A-Single ist 'Road to glory ~ for Dragon Nest'. Hier in der White Version. Zweifelsohne eines der starken Stücke auf der Scheibe. Ein langsam startender Opening von 'Broken Blade', das glockenartiges Stück (wie sehr viele hiesige Tracks) 'HIKARI NO NAKA NI' reiht sich zum Mittelmaß dazu.
Mir am besten vertraut sind die beiden Beiträge 'Transparent' & 'Karma'; beide hervorgehend aus dem Sumpf des Animationsstudios Beetrain, was zeichnerisch, musikalisch und Storyabhängig eindeutig in deren (Beute)Schema paßt: Phantom ~ Requiem for the Phantom".
Ganz nach der Reihe Guns-with-Girls hat man nach 'Noir', 'MADLAX', 'El Cazador de la Bruja', 'Murder Princess' eine weitere Serienkillerserie. Dieses Mal stammt die animierte Umsetzung aus dem Konzept eines Videospiels - in der ein männlicher Protagonist die Titelrolle einnimmt. Allerdings vornehmlich. Denn an seiner Seite die zwei Stereotypen aus der schon erwähnten Reihe: eine phlegmatisch, unter Gedächtnisverlust leidend introvertierte Jugendliche - ein Topkillerin, genau wie die reifere (eher) extrovertiert)traumatisierte Schönheit. Hier jedoch statt dem gewohnten Duo eben ein Trio. Das Charakterdesign & Plotverlauf stimmt mit dem von NOIR am besten überein. Allein das Kleinod, wieder eine Taschenuhr, spielt hier erneut eine gewichtige Rolle. Der Serienausgang ist auch der gleiche. (Ja, die Japaner lieben die ,,Abwechslung''. Vermutlich finden sie in d. Beständigkeit Zuversicht, Trost & Kraft.) Einzig der O.S.T. entstammt einmal nicht aus Yuki Kajiuras Feder. (Anmerkg.: Bedingt für d. Stücke ein einhergehendes Ansehen der jeweiligen Serien.)
Phonetisch gleicht die jap. Sprache einen flüssig harmonischen Klang. Schnell gewöhnt sich auch das Ohr an diesen Rhythmus & Singsangfluß.
Den meisten dürfte diese ruhige Zusammenstellung gefallen. Selbst sehe ich hierin eine durchwachsene Angelegenheit - zumal PIECES sich auf zu viele Themes stützt. Allen Animefreunden macht man hierbei aber sicher eine große Freude.
Drei volle Sterne.