Galeanos "Offene Adern" ist wohl das eindrucksvollste Buch, das die Geschichte Lateinamerikas auf wenigen hundert Seiten zusammenfaßt, das ich je gelesen habe. Auch nach all den Jahren, die bereits seit seiner Erstveröffentlichung vergangen sind, hat es kaum an Aktualität verloren. Die Ausbeutung und Abhängigkeit Lateinamerikas, die vom Autor so fundiert und mitreißend geschildert wird, ist heute noch die Gleiche wie damals, nur die Namen haben sich geändert. Dieses Buch ist ein hervorragender Einstieg in die amerikanischen Realitäten südlich des Río Bravo.