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Die offene Gesellschaft und ihre Feinde, Band 1: Der Zauber Platons Taschenbuch – 1992


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 475 Seiten
  • Verlag: J.C.B. Mohr; Auflage: 7. Bearb. u. erg. (1992)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3825217248
  • ISBN-13: 978-3825217242
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 302.167 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
  • Komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen

Produktbeschreibungen

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Nur wenige sind fähig, eine politische Konzeption zu entwerfen und durchzuführen, aber wir sind alle fähig, sie zu beurteilen. (Perikles von Athen)

Die offene Gesellschaft und ihre Feinde ist ein sozialphilosophisches Hauptwerk dieses Jahrhunderts. In Deutschland lange Zeit unterschätzt bzw. absichtsvoll missverstanden, nicht zuletzt durch Diffamierungen aus dem Umkreis der Frankfurter Schule ( Adorno, Habermas et al.), gilt es heute selbstverständlich als ein Standardwerk zum Thema Totalitarismus und Geschichtsphilosophie.

Popper versteht unter offenen Gesellschaften die diversen Formen der Demokratie, vom klassisch-demokratischen Athen bis hin zu den modernen Gesellschaften der "western civilization", im Unterschied zu den geschlossenen (statischen) Gesellschaften der Stammeskulturen, der antiken Diktaturen und Tyranneien, bis hin zu den diktatorischen Regimen unseres Jahrhunderts.

Von 1939 bis 1942, Anlass war der Einmarsch der Deutschen Wehrmacht in Österreich, hat Popper an den beiden Bänden der Offenen Gesellschaft geschrieben: Gegen Hitler und Stalin; gegen Nazismus und Kommunismus.

Im ersten Band geht es vor allem um eine Kritik an Platon, insbesondere an der platonischen Staatsphilosophie und Ideenlehre: "So ging ich auf Spurensuche in der Geschichte; von Hitler zurück zu Platon: dem ersten großen politischen Ideologen, der in Klassen und Rassen dachte und Konzentrationslager vorschlug."

Ohne die nicht zu überschätzende Bedeutung des griechischen Genies für die Philosophie und die Entwicklung des abendländischen Denkens zu schmälern, findet Popper in den staatsphilosophischen Schriften Platons politische Programme, die man mit gutem Recht als totalitär bezeichnen kann: Strenge Klasseneinteilung, Identifikation des Schicksals des Staates mit dem Schicksal der herrschenden Klasse, starre Regeln zur Züchtung und Erziehung dieser Klasse, Kollektivierung aller ihrer Interessen, Alleinrecht dieser Klasse auf militärische Ausbildung. Der Staat selbst ist unwandelbar, da er als "Idealstaat" (Platon) ohnehin nicht zu verbessern ist; der durch seine Weisheit legitimierte Herrscher ist als Herr und Kenner der "historischen Gesetzmäßigkeiten" (Lenin, Stalin, Hitler lassen grüßen!) ohnehin legitimiert und, auf die Stimmen des Volkes, der "Herde", nicht angewiesen, darf er "..Lügen verbreiten und die Feinde sowie die eigenen Bürger zum besten des Staates..täuschen, und kein anderer darf dieses Vorrecht anrühren." ( Platon, Der Staat, 389b) Popper ist es ausdrücklich nicht darum zu tun, große und größte Geister herabzusetzen, aber: "Große Männer können große Fehler machen, und ich versuche hier zu zeigen, das einige der größten geistigen Führer der Vergangenheit einen immer wieder erneuerten Angriff auf Freiheit und Vernunft unterstützt haben" (Popper 1945). Eine auch im Lichte der neuesten Geschichte überaus aktuelle Bemerkung.

Platon lesen? Unbedingt! Aber nehmen wir auch große Geister nicht in allem allzu wörtlich und hüten wir uns, unter Vorgabe sozialtherapeutischer Offenbarungen offene Gesellschaften in geschlossene zu verwandeln. --Dietrich Thieden

Kundenrezensionen

4.1 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von M. Thomas am 2. September 2010
Format: Taschenbuch
Karl Raimund Popper zählt zweifellos zu den herausragenden Philosophen des zwanzigsten Jahrhunderts und sein doppelbändiges Hauptwerk ,Die offene Gesellschaft und ihre Feinde' übt seit mehr als 60 Jahren großen Einfluss auf Politik und Gesellschaft aus. In dem zeitkritischen, durch Faschismus und Diktatur geprägten Werk findet Popper "harte Worte über große geistige Führer". Den scharfen Ton seiner Worte entschuldigte Popper später mit den Umständen der Zeit, doch in der Sache ist er sich ein Leben lang treu geblieben.

Dem die Zukunft voraussagenden Historizismus, den orakelnden Philosophen, den falschen Propheten, welche den Himmel auf Erden versprechen, aber die Erde in eine Hölle verwandeln, sagte er den Kampf an. Zugleich will er die Menschen wachrütteln und sie von Autorität und Bevormundung befreien. Den Weisen aus Königsberg, Immanuel Kant, nimmt Popper als Vorbild. Sapere aude - wage es, dich deines Verstandes zu bedienen, hat Kant den Menschen zugerufen und damit dem Individuum auch die Verantwortung für seine Freiheit und eine aktive Rolle im täglichen Geschehen aufgebürdet. Wir dürfen nicht passiv dem Willen Gottes vertrauen und auf die Rückkehr des Goldenen Zeitalters warten, sondern müssen den Dingen kritisch auf den Grund gehen und Theorien hinterfragen.

Poppers Suche nach den Feinden der offenen Gesellschaft beginnt an den Wurzeln der westlichen Kultur. Sokrates, Platon und Aristoteles sind das hellenische Dreigestirn, auf das sich Denken und Wissenschaftler aus aller Welt sich bis zum heutigen Tag berufen.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Mad Circus am 26. April 2009
Format: Taschenbuch
Platon und seine am kontinuierlichen Verfall der Ideen orientierte Lehre von den Wesenheiten und seine Überlegungen diese metaphysischen Annahmen auf den Bereich der Gesellschaft anzuwenden, setzt einen Mythos von Ursprünglichkeit und Schicksalshaftigkeit fest, die ihm die philosophische These entlockt, dass jegliche soziale Veränderung degenerativ sei (siehe Platons 1. Verfassungslehre). Platons Konzept gegen diesen
gesellschaftlichen und damit staatlichen Verfall ist eine auf (scheinbarer) Natürlichkeit beruhende Einteilung der Menschen in drei gesellschaftliche Gruppen, wobei die führende, königliche Gruppe, die der Philosophen sei, welche nur zur gesellschaftlichen Reflexion und Veränderung fähig, mit der Lenkung des Gemeinwesens beauftragt sein sollte. Da nur die Philosophen in der Lage seien, die Ideen zu erkennen und die Gerechtigkeit zu schauen, müssen sie privilegiert sein gegenüber den anderen Bevölkerungsgruppen, die ihre Arbeit zu verrichten haben und gemäß der Gleichnislehre an ihrem gesellschaftlichen Platz zu verbleiben haben.
Platons Begründung für diese Sozialkonstruktion sind die berühmten Gleichnisse der Politeia, die wesentlich die Privilegien der denkenden und damit herrschenden Klasse absichern.
Geschlossene Gesellschaften zeichnen sich also durch ihre biologistische Einteilung der Menschen in Klassen, Rassen oder Gruppen aus, intendieren eine Sozialtechnik, ein Führerprinzip und propagieren radikale Stammesherrschaft auf der Grundlage eines kollektivistischen Mythos.

Popper entlarvt nun die grundsätzlichen politischen Ideen Platons als "antihumanistische Propagandatricks", die u.a. auf der Gleichsetzung von Individualismus und Egoismus beruhen.
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13 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Frank Martin am 9. November 2001
Format: Taschenbuch
Aus beiden Bänden Poppers wird klar, in welcher Vielfalt und Intensität sich totalitäre Vorstellungen von richtig und falsch, von Gut und Böse sich in den allen Gebieten des öffentlichen Lebens auch in der freien Welt breit gemacht haben. Popper plädiert eindeutig und eindringlich für die Freiheit der Menschen in Verantwortung für sich und andere, für die Pflicht des Einzelnen, kritisch selbst zu denken und sich nicht von vorgefertigten Ideologien und Prophezeihungen leiten zu lassen. Seine Maxime ist es, im persönlichen wie im gesellschaftlichen Leben Schritt für Schritt voranzugehen und aus Erfahrungen und Fehlern stets neue Schlüsse zu ziehen. Seine Botschaft ist unspektakulär, aber gerade deswegen ist sie für jeden praktikabel. Es gab (und gibt?) viele Philosophen, die ein Muster für eine optimale und endgültig perfekte Welt dargestellt haben. Popper kommt diesem tief in der menschlichen Seele ruhenden Wunsch nicht nach. Nach den Erfahrungen, die Europa mit den einflußreichsten philosophischen Theorien (Hegel, Marx u.a.) der letzten beiden Jahrhunderte machte, ist es an der Zeit, Karl Popper zu lesen.
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9 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Matthias Kaiser am 27. Juli 2004
Format: Taschenbuch
Popper's "Offene Gesellschaft" kann nach wie vor als ein ungemein wichtiger Beitrag zum politischen Diskurs des 20. Jahrhunderts (und nicht nur diesem) gewertet werden. Die Kritik des Österreichers macht sich an undemokratisch-totalitären Ideen der vergangenen 2000 Jahre fest und umfasst somit ein Personenspektrum das von Platon über Hegel bis hin zu den Diktaturen des vergangenen Jahrhunderts reicht.
Bisweilen etwas negativ macht sich jedoch meines Erachtens die allzu konsequente Verurteilung des Marxismus bemerkbar.
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