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Die Idee der oeconomenta und das vorliegende Buch stehen in dieser Tradition. Sie zeigen den spannungsreichen Spielraum zwischen Kunst und Wirtschaft. Die Autoren erproben Verfahren und Formen, in denen sich nicht erwartete und ungewöhnliche Unterschiede zeigen können. Ausgehend von den polaren Gegensätzen Kunst und Wirtschaft hat die Auseinandersetzung über die Jahre gezeigt, dass es viele legitime Wege und Ansätze gibt, von denen eine Auswahl präsentiert wird.
Der Startpunkt dieses Unternehmens war die Leidenschaft der Autoren für die Wirtschaft und die Gegenwartskunst. In diesem Buch erklären sie anhand faszinierender Beispiele, warum und wie sie sich mit der Schnittstelle zwischen Kunst und Wirtschaft beschäftigen und inwiefern diese Auseinandersetzung ihr eigenes Arbeiten begleitet, irritiert und manchmal sogar in Frage stellt.
Mit Beiträgen von Dirk Baecker, Michael Hutter, Birger P. Priddat, Karen van den Berg, Wolfgang Ullrich, Franz Liebl, Antonio Strati, Jonathan Schroeder, Fuat Firat, Pierre Guillet de Monthoux, Fritz B. Simon. (Hergen Wöbken)
Typischerweise gilt die Kunst mit ihren Meisterwerken und Genies als Bereich der Freiheit, als schöner Ort, der sich selbst genügt. Die Wirtschaft mit ihrer Buchhaltung und Planung gilt als Bereich der Sicherheit. Die Kunst stiftet Irritation, die Wirtschaft Stabilität. Das macht Kunst und Wirtschaft auf den ersten Blick zu Antipoden. Wenn es in diesen beiden kommunikativen Arenen trotzdem ähnliche Herausforderungen gibt, dann haben wir es vermutlich mit Arenen zu tun, die viel voneinander lernen können.
In dem Buch "oeconomenta" sind unterschiedliche Positionen zur Verbindung von Kunst und Wirtschaft versammelt. Das Buch ist transdisziplinär, aus Überzeugung der Herausgeber und aus der Notwendigkeit der Fragestellung heraus. Genannt seien als Disziplinen, die in diesem Buch vertreten sind: Konsumentenforschung, Kunstwissenschaft, Marketing, Markenführung, Ökonomie, Organisationssoziologie, Systemtheorie, Wirtschaftsgeschichte und andere. Deutlich wird, dass heute eine begriffliche und disziplinäre Trennung von Kunst und Wirtschaft in unserer alltäglichen Beobachtung und Praxis der Disziplinen nicht mehr hilfreich erscheint. Von Interesse sind heute oszillierende Querschnittsphänomene, die sich nicht mehr der einen oder anderen kommunikativen Arena gänzlich zuordnen lassen. Ob das etwas mit der Gegenwart zu tun hat oder vielleicht immer schon so war, das bleibt eine spannende Frage. (Hergen Wöbken)
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