Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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101 von 122 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Euphorie für den Stillstand?, 31. Januar 2010
Als ich hörte, dass es endlich wieder ein Sade-Album gibt, war ich total aus dem Häuschen, denn Sade ist einzigartig. Für mich ist sie eine der wunderschönsten Frauen dieser Welt, auch jetzt noch. Der Musikstil war unverkennbar und die Live-DVDs sind mit das Beste, was ich je gesehen habe. (Auf einem Konzert war ich bisher leider noch nicht.) So viel Stil und Anmut wie diese Frau, dieser Sound und diese Musik verbreitet haben, konnte ich bisher nirgendwo sonst finden. Ich liebe ihre Songs von >Is it a crime?< bis >King of sorrow<. Diese Lieder haben mich bewegt, begleitet, geöffnet und verändert.
Auch das neue Album enttäuscht >eigentlich< erstmal nicht. Als wäre überhaupt nichts gewesen, liegt da nach 10 Jahren eine neue Cd, die zwar das 80er-Jahre-Saxophon fast vollständig hinter sich gelassen hat, aber erneut zeitlos zur Entspannung, zum Wegbeamen oder zum Träumen einlädt. Jedes Kerzenlicht, jeder Wein oder jedes Abendssen wird gekrönt und verzaubert, wenn Sade es begleitet und das funktioniert auch heute noch. Das neue Werk ist eher noch lounge-iger als die früheren Cds. Meine Highlights sind >Morning bird<, >Long hard road< und >The safest place<, wobei ich somit eindeutig den ruhigeren Songs den Vorzug gebe. Das Album plätschert sehr angenehm vor sich hin, was nichts Negatives ist, aber fehlende Gefühlsausbrüche in der Stimme oder der Nicht-Einsatz außergewöhnlicher Instrumente (bis auf eine Geige), machen das Album doch auch etwas seicht und schlicht.
Wir wissen alle, dass Sade-Cds im Laufe der Wochen ihr Gesicht ändern und man dann oft ganz andere Favoriten haben kann, als direkt nach dem Neukauf, dessen war ich mir bewußt. Eine Sade-Cd wächst normalerweise immer, diesmal allerdings geschieht das weniger als bei den Vorgängern.
Wer meine Zeilen bis hierhin aufmerksam gelesen hat, hört sicherlich schon das >Aber< in der eigentlich recht positiv gedachten Rezension und es fällt mir schwer wie nie, dieses >Aber< konkret werden zu lassen. Ich lasse es offen!
Mich beschleicht einfach die Frage, ob man nach 10 Jahren (und davor 9 Jahre) Pause nicht etwas mehr erwarten darf, etwas mehr Feuer und mehr Leidenschaft, etwas mehr an Songs (Qualität UND Quantität) und etwas mehr Mut und Comeback-Spirit oder muß ich einfach froh sein, dass der Stillstand von Sade vielleicht die Beständigkeit sein könnte, die wir uns in dieser schnelllebigen Zeit manchmal so ersehnen? Erstklassiger Stillstand?
Es ist und bleibt zwar die wundervolle königliche Sade, doch mehr auch nicht!
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29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein kleines Kunstwerk mit Klasse, Eleganz und Stil. Konstant gutes Werk einer beständigen Künstlerin., 5. Februar 2010
Da ist es nun also, kaum "wartet" man zehn Jahre, schon gibt es ein neues Album von Sade. Erinnert mich ein wenig an die Abstinenz einer Loreena McKennitt.
Egal - Sades neues Album wurde von mir heiß erwartet, schon im November, nach dem ersten Lesen der News über das neue Album, konnte ich es kaum fassen, dass was neues kommt. Da erwartet man natürlich einiges.
Nach der Single "Soldier of love", die anfangs für mich zu monoton "stampfig" wirkte, sich aber zu einem stetigen Dauerbrenner bei mir entwickelt hat, wurde die Vorfreude immer größer. Nach den ersten Soundschnipseln im Netz wusste ich, dass das Album im "Lovers rock"-Stil gehalten wurde und das wurde nun auch bestätigt.
Es gibt typische, entspannte Soul-Grooves wie in "The moon and the sky" mit ein paar modernen Effekten oder im totalen "Lovers rock"-Stil gehaltenen "Skin", etwas schnellere, funkigere Songs wie der Titeltrack mit Marschrhythmus und einprägsamer Hookline oder "Bring me home", soulige Bluesballaden "Be that easy" und "In another time" mit leichten folkigen Anleihen und ein paar Reggae-Anleihen wie in "Babyfather", dem einzigen Track, der mir mich so gar nicht sonderlich "toucht", und sehr ruhige Balladen mit nur wenig instrumentaler Begleitung wie "Safest place".
Das "große Ganze" ist durchgehend leicht chillig, toll instrumentiert der Stammbesetzung mit hinzukommenden wundervollen Streichern, Trompeten, akustischen Gitarren und auch einmal Saxophon in "In Another time", das ich gerne öfter und länger hätte hören wollen. Hinzukommend die samtweiche Stimme von Sade und ihren Backing Vocals, wie Tony Momrelle, der u.a. mit Incognito zusammengearbeitet hat, die sehr harmonisch zusammenwirken und dem Ganzen den typischen Sade-Charme verleihen und sich vom Einheitsbrei abheben.
Insgesamt kann das Album als Gesamtwerk für echt gelungen angesehen werden, es gibt typischen Sade-Sound, den ich mir gewünscht habe, wenig Neuerungen und schöne entspannte Musik zum Chillen.
Doch "Euphorie für den Stillstand" (zitiere A.Demian)?! -
Ich sage ja und nein, denn einerseits finde ich das Album wegen seiner Durchgängigkeit klasse, doch fehlt mir etwas Besonderes, das ich vor allem auf "Love Deluxe" damals in den 90ern so gespürt hab und schon bei "Lovers rock" etwas vermisst habe: Besonderheiten, Abwechslungsreichtum und einfach dieses "WOW-Gefühl". Songs wie "Smooth operator", "Someboy already broke my heart" und vor allem "Love deluxe"-Songs wie "No ordinary love", "Feel no pain", "Like a tattoo", "Mermaid" oder "Bullet proof soul" waren als einzelne Kunstwerke in Songform verpackt. Das fehlt hier etwas. Es gibt alles aus einem Guss, aber keine herausragenden Besonderheiten. Als gesamtes Album könnte man es als kleines Kunstwerk bezeichnen (das Cover ist ein ganz großes, echt wunderschön!), das "nur" im Ganzen wirkt.
Außerdem ist dieses Album wieder mal viel zu kurz, da gibt es zwei fünf Minuten Songs und auch Songs, die kaum die drei Minuten erreichen. Songs wie "Be that easy" oder "Safest place" sind einfach viel zu kurz und brechen ab, wenn's grad schön ist. Das ist mir dann doch zu wenig, um fünf Punkte zu vergeben.
Welcome back, Sade. Ein schönes Comeback, nicht mehr und nicht weniger. Ein durchaus konstant gutes Werk einer beständigen Künstlerin mit Klasse, Stil und Eleganz, wodurch sie sich von vielen modernen Mainstream-Alben unterscheidet.
Anspieltipps: "The moon and the sky", "Soldier of love", "Skin" und "In another time".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Musik mit Suchtpotenzial, 29. April 2010
Als ich hörte, dass es von Sade eine neue Platte geben sollte, freute ich mich darüber, bei amazon schon einmal reinhören zu können. Das Ergebnis war ganz in Ordnung und der Kauf wurde perfekt gemacht.
Nach dem ersten Hören dachte ich dann, ok, gute Musik. Nicht aufregend.
Nach dem zweiten Hören wurde ich neugieriger. Inzwischen bin ich süchtig und glücklich, wenn ich z.B. bei "In Another Time" angekommen bin.
Einziger Wehrmutstropfen ist die relativ kurze Laufzeit der LP. Ich hätte mir mehr Musik von dieser Qualität auf der Silberscheibe gewünscht.
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