Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wer ist noch cooler als der Transporter???, 20. Juli 2008
... Agent 47!
Nein, Spaß bei Seite. Da lese ich in einigen Rezensionen, dass der Hauptdarsteller fehlbesetzt sei und Jason Statham die eindeutig bessere Wahl, bzw. die perfekte Besetzung gewesen wäre...
Mit nichten! Jason Statham ist klasse, keine Frage. Aber er muß etwas aufpassen, dass er nicht als reiner Actiondarsteller verramscht wird. Nach einigen wirklich guten Rollen, z.B. in Snatch oder Lock, Stock and 2 Smokin' Barrels und Tansporter I hat Statham in letzter Zeit auch nicht wirklich ein gutes Händchen in der Wahl seiner Rollen bewiesen. Ich sage nur "Schwerter des Königs" ... und auch Transporter II war keine Erleuchtung und Teil III ... und ganz ehrlich gesagt, ich möchte Statham nicht zwangsläufig in jedem actionlastigen Film sehen. Es gibt auch auch andere Darsteller, die dieses Genre aktuell durchaus gut abdecken können (z.B. Clive Owen, Daniel Craig etc.).
Ich finde Agent 47 wird von Timothy Olyphant perfekt verkörpert. Ein nettes Gesicht, etwas glatt und so kahlköpfig auch nicht wirklich besonders markant, also tatsächlich bestens geeignet für einen asketischen Killer, der nicht auffallen soll.
Auch darstellerisch lässt Olyphant keine Wünsche offen.
Hitman ist ja, wie hinreichend bekannt, die Adaption des Spieles. Aber einen Vergleich anzustellen mit einem Spiel finde ich geradezu aberwitzig. Spiel und Film sind solch unterschiedliche Medien, dass eines dem anderen niemals gerecht werden kann. Im Spiel kann man interagieren, im Film selbstredend nicht. Und so gibt es natürlich diverse Unterschiede zum Spiel, die ich persönlich absolut nicht erwähnenswert, bzw. sonderlich tragisch finde. Wer das anders sieht, sollte einfach beim Spiel bleiben.
Hitman ist eine Ballerorgie erster Güte, zugegebenermaßen fast sinnfrei, dennoch mit hohem Unterhaltungswert. Über diverse Logikfehler sei hinweggesehen, denn Hitman erfreut den geneigten Actionfan mit einer überzeugenden Optik und Choreografie. Dass Agent 47 hier mit einem Gewehr einen gezielten Kopfschuß über eine Distanz von 4km vollführen kann ist zwar irrsinnig, dem Unterhaltungswert aber durchaus zuträglich. Wer sich an solchen Kleinigkeiten in einem Actionfilm stört, sollte dieses Genre generell meiden. Hier geht es um Unterhaltung pur und der Kopf darf gerne mal für 90 Minuten eine Auszeit nehmen.
Hinzugefügt sei, dass Bild und Ton hervorragend sind und das Gesamtbild nur abrunden. In jeder Hinsicht ist Hitman vollends gelungenes Popcorn Kino und kann Actionfans nur erfreuen.
Wer allerdings das Spiel kennt, könnte aufgrund einiger Änderungen irritiert oder enttäuscht sein. Sei's drum, nicht jeder Actionfreund ist gleichzeitig ein Spielbegeisterter oder kann zumindest zwischen Spiel und Film differenzieren.
Für Hitman gibt es von mir eine ganz klare Empfehlung. 90 Minuten super Spaß ohne auch nur eine Sekunde Langeweile. Wieviele Filme können das selbe von sich behaupten?
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39 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
"Kurzweillige Action nach einem bekannten Spieleklassiker!", 8. Juni 2008
Und wieder mal bekommen wir mit ~Hitman~ eine Videospielverfilmung.
Man erfährt zwar nicht viel mehr in diesem Film als man durch die Spiele
schon weiß, wird aber trotz dünner Geschichte neunzig Minuten lang gut
unterhalten, denn die Action weiss zu überzeugen.
Auch die stylische Machart, die Hochglanzoptik und die oft träumerische
Musikuntermalung, z.B. das Ave Maria als Titelsong, wie man sie aus den
Spielen kennt wurde gut umgesetzt.
Zudem gibt es einige kleine Anmerkungen an das Spiel, z.b. als der Hitman
während einer Flucht durch ein Hotelzimmerfenster springt, spielen dort zwei
Kinder am Fernseher das Spiel Hitman als er an ihnen vorbei geht. Auch die
typischen Sichtweisen des Spiels, z.b. die leicht geneigte Kopfhaltung wenn
er durch die Hotelflure läuft, selbst der Münztrick, vergiftete Drinks oder die
klassische Klavierseite (wenn auch nur kurz) das verstecken auf dem Fahr-
stuhl und sogar der beliebte Waffenkoffer sind Utensilien die schon sehr an
das Spiel erinnern. Bemängeln könnte man das unterschiedliche Aussehen der
Klone von 47, da sie ja eigentlich die gleiche Baureihe sind.
Auch die vielen Verkleidungen die man im Spiel findet und benutzt, sucht man
hier vergeblich. Der Polizist der 47 jagt müsste eigentlich ein entstelltes Gesicht
haben durch einen Streifschuß von 47.
Davon abgesehen und selbst wenn man das Spiel garnicht kennt ist es ein solider
und für sich stehender Actioner.
Eigentlich war Vin Diesel für die Rolle des Hitman vorgesehen, ich finde sogar
das mit Timothy Olyphant (bekannt aus Stirb langsam 4) die bessere Wahl
getroffen wurde, der die Ruhe und Perfektion der Hauptfigur gut verkörpert.
Insgesamt kurzweillige Unterhaltung für Actionfans mit stylischem
Flair aber leider ohne Tiefgang.
Bild und Ton sind auf hohem Nivau und auch die Extras überzeugen.
(DVD)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Hit me, Man. , 30. November 2008
Hitman
Die Hitmanspieleserie besteht, wenn richtig gespielt, aus vielen Schleicheinlagen. Der Spieler muss geduldig sein, er muss warten, sich verkleiden und je unauffälliger er das Ziel umbringt, desto besser. Alle anderen sollte man tunlichst am Leben lassen. Kann so etwas einen guten Film machen? Naja, Lizenz ist Lizenz und wenn man sogar Super Mario Brothers verfilmt hat, dann darf es keinen wundern, wenn man auch den Agenten Nr. 47 nicht in Ruhe lässt. Wir testen brutal ehrlich wie immer, wie der Streifen geworden ist.
===1: Die Besetzung===
Im Grunde gilt es hier nur zwei wichtige Charaktere zu besetzen. 47 und Diana. Diana ist ohnehin nie zu sehen, sondern lediglich zu hören und ihre Stimme klingt im kurzen Augenblick, den sie im Film zu hören ist, fast so wie das Original aus dem Spiel. Soweit ok.
Agent Smith, gut bekannt aus den Spielen, da er in allen Teilen einen Auftritt hatte, hat im Film lediglich noch den Namen mit dem Vorbild gemein. Insbesondere muss Smith hier nicht gerettet werden. Schade, das wäre als Insider Gag richtig gelungen gewesen.
Dann ist da Timothy Olyphant, der im Vergleich zu Alan Rickman extrem blasse Bösewicht aus dem vierten Die Hard, als Agent 47. Bubi, Milchgesicht, Fehlbesetzung, was wurde nicht alles im Vorfeld über ihn gemosert während gleichsam der Brite Jason Statham für die Rolle vorgeschlagen wurde. Doch ähnlich wie auch James Bond" Daniel Craig zu Unrecht Kritik im Vorfeld einstecken musste, so sollte sich der eine oder andere auch bei Timothy entschuldigen. Ok, der Spielehitman wirkt kantiger und seine Gesichtszüge sind lange nicht so rund wie Olyphants, aber das sind marginale Kleinigkeiten, die man bei der Umsetzung von Spielfigur zum realen Menschen schon mal in Kauf nehmen muss. Olyphant spielt minimalistisch und eben dadurch trifft er den Ton des Agenten 47, der stets die Ruhe bewahrt und den Überblick hat. Sagenhaft sind Olyphants geschmeidige, zwar schnelle aber doch ruhige und kontrollierte Bewegungen im Hotel während er sich von allen Seiten der Polizisten erwehren muss. Er behält kühlen Kopf, ist jederzeit Herr der Lage. Er beherrscht die Situation. Das macht 47 aus. Seine Sprechweise ist gleichsam ruhig und sehr präzise und die Mimik zeigt bei den angedeuteten Lächeln, dass 47 nicht wirklich der Typ ist, der viel lächelt oder etwas für ausufernde Stories von Frauen übrig hat. Viele, tröstende Worte findet er ebenfalls nicht. Seine Konzentration gilt immer dem Job, das bringt Timothy ganz klar rüber. Fehlbesetzung? Weit davon entfernt.
===2: Treue zum Ausgangsmaterial===
Wie eingangs erwähnt, konnte man nicht erwarten, eine 1:1 Umsetzung der Spiele zu sehen. Das wäre doch arg langweilig geworden. So spannend sich die Games spielen, so langweilig sind sie anzusehen. Die Tatsache, dass 47 ein Klon ist, wird im Film ignoriert, stattdessen werden alle Killer der Organisation als Waisen dargestellt, die von Kindesbeinen an auf Attentäter gedrillt werden. Ok, 47 wird nie selbst als Waise bezeichnet, aber eben auch nicht als Klon und so hat man diesen (wie in Bloodmoney zu sehen sehr wichtigen) Teil seiner Historie mal eben so ignoriert. Nicht ignoriert hat man seine Fähigkeiten, sich zu verkleiden. Hier und da darf Mr. 47 in ein anderes Kostüm schlüpfen, ansonsten trägt er wie immer den Anzug mit der rot-gestreiften Krawatte. Ebenfalls direkt aus den Spielen kommt die lustige Situation, dass der Mann überall als Geist benannt wird, keiner kennt ihn, keiner weiß, wie er aussieht, jeder leugnet seine Existenz, aber wirklich jeder weiß, dass es ihn gibt und was er tut. Wenn er wirklich soo gut wäre, wie alle sagen, würde keiner über ihn reden können und vor allem würde auch keiner gegen ihn ermitteln. Aber Schwamm drüber.
Mit schnellen Schnitten und Ortswechseln beginnt der Film und zeigt 47 bei einem Anschlag auf den russischen Präsidenten. Stilecht führt er diesen mit einem Scharfschützengewehr aus. Trotz eines Volltreffers aber scheint der Präsi sich bester Gesundheit zu erfreuen während sich 47 plötzlich mit Interpol, dem russischen Geheimdienst, der eigenen Organisation und einer russischen Prostituerten namens Nika rumschlagen muss. Im Alleingang muss 47 nun also heraus finden, wer oder was ihm da in die Quere gekommen ist. Warum er die Dame dauernd mitschleppt und sich zu ihrem Schutzengel aufspielt, ist hingegen vollkommen unklar. Sie ist ein klarer Risikofaktor und hält 47 auf. Ein solcher Profi, der jede Situation maximieren muss, um zu überleben, kann sich so etwas nie und nimmer leisten. Auch, dass er den Inspektor, der ihm ohnehin auf den Fersen war, am Leben lässt, nachdem dieser eine gute Minute Zeit hatte, sich 47s Gesicht zu merken, ist alles andere als professionell. Der Spiele-47 hätte ihn sofort kaltgestellt... und die Nutte gleich mal mit, wo er grad dabei ist.
Dass 47 einiges drauf hat wissen alle Spieler. So ist seine Perfektion auch im Film unübersehbar. Selbst die unmöglichsten Ereignisse sagt er voraus und im Kampf macht ihm eh keiner was vor. Leider benutzt er die legendären Silverballer nur im ersten Teil des Films und weicht später auf andere Waffen aus. Die Hits selber sind teilweise etwas zu sehr auf Actionmovie getrimmt denn auf Hitman-Umsetzung. Sicher, es sieht schon geil aus, wenn 47 mit zwei vollautomatischen Handfeuerwaffen einen Club lahmlegt, aber mit Silent Assassin hat das nunmal rein gar nichts zu tun. Auf der anderen Seite, haben wir nicht alle mal eine Mission in diesem Stil gespielt? Zumindest ballert er nicht wie wild um sich, sondern trifft wirklich mit jeder Kugel. Nur so schießt ein Profi!
Wo 47 das Kämpfen mit Schwerten gelernt hat, ist fraglich. Auch im Nahkampf haben wir ihn so im Spiel noch nicht gesehen, aber in Teil fünf wäre das vielleicht gar nicht mal verkehrt. Es ist aber nicht unrealistisch anzunehmen, dass 47 durchaus nicht nur im Umgang mit Waffen, sondern auch für den Nahkampf ausgebildet wurde. Nehmen wir das mal so in Kauf.
Fantastisch zu sehen ist, dass 47 zu keinem Zeitpunkt aus der Rolle fällt. Nein, er wird nicht zum Heiligen. Wenn er Nika zum Essen ausführt, dann hat er schon etwas Größeres geplant. Und egal, wie nackt die Dame um ihn rumtanzt und wie sehr sie sich an ihn ranwirft, 47 bleibt eiskalt. Wie sich 47 von der aufdringlich auf ihm sitzenden Nika befreit, ist eine zum Brüllen komische Szene. Danke schön, dass ihr aus 47 keinen 08/15 Hollywood-playboy gemacht habt!
Mit Ausnahme zu verschmerzender, kleinerer Details also kann man den Film-47 durchaus wieder erkennen. Die wichtigsten Charakteristika sind vorhanden, Anzug, Siverballers und Quietscheentchen sind dabei, sein Laptop und Diana sind da, 47 bereitet sich immer vor, verkleidet sich, vergiftet, erschießt... als Fan der Spieleserie kann man zufrieden sein. Das ist Agent 47, wie wir ihn kennen.
===3: Handlung===
Die Spielserie hatte nie viel Raum für eine Handlung auf Grund des missionsbasierenden Designs. Die Idee, 47 zwischen zwei Ermittlungsbehörden und in eine russische Verschwörung einzuspannen, ist sicherlich in Ordnung, die Umsetzung frei von groben Mängeln, aber auch frei von wirklichen Highlights, von Elementen, die dem Film Eigenständigkeit oder Persönlichkeit verleihen. Hitman bietet eine Story, wie man sie schon zigmal im Kino oder im Fernsehen in dutzenden Varianten schon gesehen hat. Lediglich der böse" Hauptcharakter und das recht kompromisslose Ende heben den Film vom Einheitsbrei ab.
===4: Logikfehler (um Spoiler zu vermeiden, gleich zum Fazit springen!)===
Wieso springt 47 aus einem Fenster in einen Fluss und ist damit für die Beamten außer Reichweite? Abgesehen davon, dass ein Sturz aus einer gewissen Höhe ins Wasser auf Grund der Wasseroberflächenspannung kein großer Unterschied mehr zu Asphalt ist. Und viel wichtiger, wieso um alles in der Welt kann 47 anschließend klatschnass durch die Straßen laufen, ins nächste Bekleidungsgeschäft gehen und einfach einen neuen Anzug kaufen? Ja, guten Tag, ich suche einen dunklen Anzug, Hemd in weiß bitte und, ähm, haben Sie rote Krawatten? Bitte was? Warum ich so nass bin? Drüsenprobleme. Hab' schon mehrere Anzüge durchgeweicht. Ja und meine Schuhe haben sich gleich aufgelöst, wie Sie sehen. Danke, ich behalte es gleich an. Wenn Sie mir noch sagen könnten, wo ich das nächste Waffengeschäft finde?"
Am Ende, nachdem Smith 47 zur Flucht verholfen hat. Wieso hat niemand ein Auge auf 47 gehabt? Es mussten doch nicht ALLE aus den Autos steigen und mit den CIA Agenten reden. Außerdem, wieso verfolgt man 47 dann nicht weiter? Er hat zu Fuß einen Vorsprung von einer guten Minute. Das sollte aufholbar sein. Vielleicht ist 47 ja gar nicht so gut. Vielleicht sind seine Verfolger lange nicht so motiviert wie sie sein sollten.
Andere Frage, wieso lässt sich der gute Yuri soviel Zeit mit seiner Ansage, als er in der Badewanne sitzt? Glaubt er, es kommen die Mainzelmännchen und retten ihn? Mit etwas Verstand wäre er 47s Wille noch in seinem Beisein nachgekommen.
===5: Fazit===
Hitman ist für ein Lizenzprojekt, das auf dem Papier nur schwerlich Sinn zu machen scheint, verdammt gut geworden. Hauptcharakter und Besetzung passen, die grundlegende Story ist ok, wenn auch nicht bahnbrechend und die Actionszenen sind stimmung und kompromisslos hart. Es gibt viel Blut, einige blanke Brüste, einen oder zwei gute Sprüche, einen stoischen, beinharten Helden, der sich von der Dame NICHT zum Softie verarbeiten lässt und so bietet der Film über die gesamte Laufzeit sehr gute Unterhaltung sowohl für Fans der Spiele wie auch für Neulinge... nur eben nicht für Frauen.
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