Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lasst Euch elektrisieren, 21. April 2008
Es war nur eine Frage der Zeit bis sich die ersten Indiebands offensichtliche "Daft Punk"-Anleihen aneignen und diese für Angriffe auf die internationale Clubszene ins Gefecht werfen. "Does It Offend You, Yeah?" sind Kinder der 80er. Die beiden Gründer Dan Coop und James Rushent zeigen sich in ihrer Biografie als bekennende Fans von Streifen wie "Goonies", "Ghostbusters" oder "Big Trouble In Little China" und es war ihnen von Anfang an wichtig, dieses besondere Lebensgefühl ihrer Jugend mit in die Musik einfließen zu lassen.
In der Tradition Dance-orientierter Bands wie "Justice" und "Digitalism" mixen sie auf ihrem Debüt "You have no idea what you're getting yourself into" einen wilden Cocktail aus Elektronik, New Wave und Indie Rock. Es ist ihnen gelungen den rauen Charakter ihrer Liveauftritte auf das Album zu bannen. So zeigen sich Songs wie "Battle Royale" oder "We are rockstars" mit stampfenden Beats und schrägen Soundsamples absolut im Party orientierten French House beheimatet. Elektro Punk nennen das die Kritiker. Dass es aber auch anders geht, belegen die Briten mit Tracks der Marke "Being bad feels pretty good" oder "Dawn of the dead". Letzterer wurde praktisch als Hintergrundmusik für die Tanzszenen des 80er Kultstreifens "The breakfast club" komponiert. Das ging soweit, dass sich Rick (Costey, Franz Ferdinand) den Film auf DVD ausleihen ließ, um sich beim Abmischen in die richtige Stimmung zu bringen. Bei diesen Songs sind die New Wave/Pop/Synthie Vorbilder der 80er ganz klar richtungsweisend (ähnlich wie bei den "Killers") und verzichten auf laute Arrangements. "With a heavy heart" könnte mit seinen markanten Heavyriffs fast schon aus der Feder von "Rage Against The Machine" stammen, wenn nicht immer wieder noisige Alarmsirenen Electro house ins Boot holen würde. "Does It Offend You, Yeah?" treffen mit ihrem Erstling den Zahn der alternativen (Tanz)Zeit und machen sich im Hauptprogramm absolut jeder Indie/Riot/Dance Party bestens. Ausgesprochen lässiges Teil!
Anspieltipps: "With a heavy heart", "Dawn of the dead" und "Let's make out"
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Warnung Überflüssig!, 28. März 2008
Da spuckt aber jemand große Töne. Erst fragt der Bandname noch höflich nach, ob ich mich denn nicht angegriffen fühle, und dann folgt mit dem Albumtitel gleich noch die Warnung hinterher, das man ja sowieso keine Ahnung hätte, auf was man sich hier einließe. Ganz klar: sowas schafft Aufmerksamkeit und ein gesundes Selbstbewusstsein hat ja noch keiner neuen Karriere geschadet. Da hat man den Hype doch schon zur Hälfte in der Tasche. Viel überraschender als dies ist aber die Tatsache, das Does It Offend You, Yeah? die Lorbeeren aber durchaus verdient haben. You Have No Idea What You're Getting Yourself Into" entpuppt sich als elektrisierendes, wildes, aber auch musikalisch abwechslungsreiches Brachialwerk. Nachdem diverse durchgeknallte Elektro-lastige Singles wie Let's Make Out" oder We Are Rockstars" bereits Lust auf das Album machten und die Richtung festzulegen schienen, überrascht das Debüt des britischen Trios dann doch noch... nämlich mit astreinen Popsongs. Diese heißen Dawn Of The Dead", Being Bad Feels Pretty Good" oder "Epic Last Song" und beweisen, dass die Band auch anders kann. Da klingen sie zwischen feinen Popmelodien und 80er Synthies eingeklemmt, schon so, wie die Killers mal in ihrer vielversprechenden Anfangsphase klangen. Ansonsten schwankt das Album immer zwischen den extremen. Battle Royale" funktioniert als instrumentaler Opener auf Justice-Niveau, während With A Heavy Heart" als zweiter Song einem Tritt in die Weichteile gleich kommt. Selten in letzter Zeit habe ich so nen druckvollen Song gehört. DIOYY? schaffen es spielend leicht Elektro-Punk á la Digitalism mit Killers-artigem Indie-Poprock und Noise-Rocker, die in der Tradition der tollen Death From Above 1979 stehen, zu verknüpfen. Elektro-Punk schimpft sich das laut der Fachpresse. Und wenn man mal vom Punk als anpassungsresistentes Musikgenre ausgeht, dann ist das durchaus was dran. Does It Offend You, Yeah? wirken frisch, vielseitig und scheinen sich nicht um Genre-Grenzen oder anderes zu kümmern. So hat dieses Album seriöse Momente und Texte, aber auch Songtitel wie Attack of The 60 ft Lesbian Octopus". Das ist am Ende etwas abstruse, weirde Disco-Rock Musik, die aber wohl eher im Rockclub, als in der Disco funktioniert. In einer Zeit der niedergehenden Albumkultur machen Does It Offend You, Yeah? genau das richtige, in dem sie sich krampfhaft festlegen. Das Album, an sich ein Sammelsorium der Songs, die die Band in den letzten Monaten immer mal durchsickern lies, funktioniert dennoch irgendwie. Eine tolle Symbiose zwischen Elektro und Rock mit durchschlagkräftigen Songs. Würde mich wundern, wenn die Band nicht bald wirklich in aller Munde ist. Bei dem Hitpotential der meisten Songs auf dem Album. Wirklich eines der besten Debüts in letzter Zeit!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Electro Punk für die Disco, 4. Dezember 2008
Electro Clash hat ja jetzt auch schon einige Jährchen auf dem Buckel, und der Hype um LCD Soundsystem, The Rapture + co ist schon ein wenig abgeebt. Die zweite Welle mit Justice, Digitalism und Konsorten ist auch schon fast vorbei, aber wie heißt es so schön: das Beste kommt oft zum Schluß, und weil das ganze Album hier wirklich so gut ist, muß vielleicht auch noch nicht Schluß sein.
Neu ist das zwar nicht, was hier geboten wird - im Prinzip setzen ,Does It Offend You Yeah' dort fort wo Daft Punk auf der einen Seite und LCD Soundsystem auf der anderen aufhören - aber das ist alles viel zwingender, viel aggressiver; die analogen synth licks klingen so aufdringlich und intensiv, die beats sind - so tanzbar sie auch sind - so treibend und hart, daß man unweigerlich den Gedanken fasst: die wahren Punks sitzen heute wohl vor laptops und keyboards. Im gemäßigsten Fall klingen DIOYY immer noch wie die guten New Order und haben richtige songs (,Dawn Of The Dead' z. Bsp.), im härtesten Fall sind die Melodien vielleicht nicht so großartig, das alles wird dann aber durch ein unheimlich dichtes Klangbild tolle breaks und Rhythmuswechsel locker wettgemacht. Und wer seinen songs Titel wie ,We Are Rockstars' und vor allem ,Being Bad Feels Pretty Good' gibt, der kann kein schlechter Mensch sein ;-)
Nein, das hat Kanten, das Ecken, das treibt und das gefällt; und äußerst tanzbar und kurzweilig ist es noch dazu. Da müssen sich LCD Soundsystem und Justice schon sehr anstrengen um dieses Album zu toppen.
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