Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Elektrisierende Wundertüte, 11. Mai 2008
Ich sag jetzt mal nicht das gehypte A"-Wort. Oder doch? Irgendwie wirkt es so, als braucht die britische Presse dringend jedes Jahr nen neuen, alten Trend, der losgetreten werden muss, meist von Bands, die damit nicht wirklich was zu tun haben. Das hatten wir ja auch letztes Jahr, als die Klaxons New Rave" sein sollten, aber gar nicht danach klangen. Und 2008 lieben NME und Co. den wiederentdeckten Afrobeat. Prominenteste Vertreter sind neben Vampire Weekend nun auch die Foals, wobei ich mich da frage... warum? Also viel afrikanische Rhythmen entdecke ich nicht. Oder gillt das schon als Afrobeat, wenn man mal andere Rhythmen ausprobiert, als den Standard Franz-Ferdinand-Four-To-The-Flour-New-Wave-Disco-Beat? Vermutlich. Gut, den Musiknerdismus mal beiseite und die Fakten dafür auf den Tisch gelegt: Das Debütalbum der Foals ist ganz hervorragend geworden. Wirklich!
"Antitodes" zieht einen mit seinen verworrenen Rhytmen und dem Hang zu Experimenten unweigerlich in den Bann. Geschickt mixen die jungen Briten New Wave, 80er Pop mit experimentellen Sachen und gut, von mir aus, halt auch exotischen Rhythmen zusammen. Und sogar ein Saxophon ist dabei. Die Vielseitigkeit und Musikalität des Foals-Sounds ist ihre große Stärke. Treibende Hymnen á la Cassius" oder Balloons" treffen auf gedämpftere Klänge wie Electric Bloom" oder Olympic Airwaves". Überall zirpen Gitarren, gibt es Wechselgesang, blitzen Elektro-Elemente auf und werden andere Elemente dem klassischen britischem Indie-Sound hinzugefügt. Spontane Tempowechsel oder Keyboardflächen inklusive. Antidotes" ist wirklich überraschend anders. Frisch. Irgendwie herausragend aus dem zuletzt sehr schleppenden Einheitsbrei. Die Foals öffnen sich für verschiedene Elemente. Und wenn die Offenheit für weltmusikalische Elemente halt als Afrobeat bezeichnet wird, dann sei es halt so. Tanzbar ist es allemal. Aber auch abseits des Clubfloors macht diese Platte viel Spass, weil sie vielschichtig ist, musikalisch, voller kleiner Überraschungen. Und weil sie auch entdeckt werden muss. Vermutlich dauert es eine Weile, bis sich einem alle Feinheiten erschließen. Die Foals machen aufregenden Gitarrenpop, vielleicht den aufregensten zur Zeit. Mut zum Experiment, zur Vielschichtigkeit, ohne aber die Einfachheit des Pop oder Rock'n Roll aus den Augen zu lassen. Das mündet dann in eine so fantastische fast 6minütige, traumhafte Soundreise wie bei Big Big Love". Diese jungen Fohlen schöpfen aus den unterschiedlichsten Quellen und vereinen so viel Einflüsse und spannende Ideen zu einem packenden, aufregen, sehr intensiven Debüt. Vermutlich das bisher beste des Jahres. Für alle, die mal wieder auf der Suche nach was neuem sind und für alle, die vielschichtigen, guten Pop wollen, für die führt an Antidotes" kein Weg vorbei. Eine aufregende Wundertüte voller Musik.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
The next big thing?, 14. Mai 2008
Bloc Party remixed by Battles schreibt ein Fan zur Beschreibung der Oxforder Band Foals auf deren Last.fm Seite und trifft damit auf gleichwohl prägnante und simple Art und Weise den Kern der Sache. Hört sich erstmal nach einem weiteren Hype aus dem U.K. an, doch nicht ganz ohne Grund wird die Band vom NME als the next big thing gehandelt.
Antidotes nennt sich das Debutalbum der 5 jungen Briten, produziert von TV On The Radio-Mann David Sitek, der übrigens jüngst ein Tom Waits Coveralbum mit Hollywoods nicht mehr ganz so neuer Vorzeigeblondine Scarlett Johansson aufgenommen hat, aber das nur als Randinfo. Wer sich jetzt noch fragt, wieso Foals eigentlich Foals heißen, für den die äußerst unspektakuläre Wahrheit: Der Name ist die englische Übersetzung von Yannis Philippakis (der Sänger) Nachnamen. Tolle Information, nicht? Dann doch lieber gleich zum Album.
Schön ist, dass die Tracks nicht lieblos aneinander gereiht wurden, sondern ein großes Ganzes bilden, so kommt es beim ersten hören schon mal vor, dass man den Übergang zum nächsten Song gar nicht mitbekommt. Der Opener The French Open greift die, von den Foals scheinbar sehr geliebte, Tennismetapher (wer hat sie noch nicht verwendet) auf und erinnert gleichzeitig an Tool. Die darauf folgende Single Cassius kommt da schon etwas poppiger und somit hitverdächtiger daher. Der Rest des Albums findet sich stilmäßig irgendwo dazwischen wieder, mal eben tanzbar und mit Bloc Party-Gitarren (Big Big Love-Fig.2), mal vertrackt und elektronisch (Tron).
Gemein ist allen Songs die Eingängigkeit, direkt vom Ohr ins Herz, in die Beine, und das trotz aller Komplexität und Undurchsichtigkeit der einzelnen Parts. Genau das könnte es eben sein, was Foals zum big shot macht.
Btw.: Wer es immer noch nicht verstanden hat, am Beispiel von Foals sieht man es noch einmal sehr schön: Die Gitarre trägt man jetzt oben und uncool is the new cool!!
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
xdevx.wordpress.com: foals - antidotes, 19. März 2008
Wer vor ein paar Monaten schon Wind von den Foals bekommen hat, galt noch als allwissender Knowitall. Nun sind die Foals mit ihrem Debüt im breiten Mainstream angekommen und wer sie jetzt erst kennen und schätzen lernt, ist immer noch außerordentlich stilsicher. Ist ja auch was. Dass Afrobeat (was auch immer das sein mag) der heißeste Nerdscheiß seit dem Equalizer- oder WLAN-Shirt ist, ist dank Vampire Weekend und der sich nahezu überschlagenden Medienberichtersattung auch bis in den entlegensten Dorfproberaum vorgedrungen. UND JA, HALLELUJA, trotz oder gerade wegen der Hypehysterie und der indiesnobistischen ich habs euch ja gesagt-Attitüde, treffen Foals mit ihrem ultratanzbaren, jenseits vom 12. Bund gespieltem Mathrock den Nerv der Zeit. Antidotes ist das Album der Stunde. Dass sie auf ihrem Debüt die überragenden Singleauskopplungen Hummer und Mathletics mitsamt den brillianten B-Sides Astronauts and all und Brazil is here ignoriert haben und gänzlich neues Material auf Antidotes draufgepackt haben, zeugt von strotzendem Selbstbewusstsein. Die Jungs haben nichts zu verlieren, können aber alles gewinnen. Und das werden sie auch Kein Wunder, denn die Platte klingt wie Battles meets Bloc Party.
xdevx.wordpress.com
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