Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Grandios: Wiedererstandene Kastratenkunst, 17. Februar 2008
Bei Vokalrecitals ist es seit einiger Zeit sehr beliebt, große SängerInnen der Vergangenheit Pate stehen zu lassen. Arien für Rubini, die Malibran, Farinelli usw. kommen gut an, jedoch nicht immer hat man das Gefühl, dass der Star der heutigen Zeit auch nur annährend die Magie des großen Namens der Vergangenheit adäquat zu verkörpern vermag. Anders bei Jarousskys neuem Carestini-Album. Seit Jahren schon ein Fan des Sängers, bin ich bei dieser CD aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen. Jaroussky, gerade mal 30, befindet sich offenbar auf dem Höhepunkt seiner erstaunlichen Entwicklung: Glasklare Intonation, brilliante Höhen und Tiefen vom Sopran bis zum Contra-Alt reichend (hierfür war Carestini besonders berühmt), ausgefeilte Koloraturtechnik, perfektes Abwägen zwischen schmelzender Emotionalität und präziser Virtuosität- kurzum ein Traum, kein Countertenor bislang, nicht einmal Scholl oder Daniels zu ihrer besten Zeit, hat derartige Qualitäten erreicht. Besonders schön ist auch, dass man hier neben einigen bekannten Händel-Schlachtrössern jede Menge noch nie aufgenommener Musik entdecken kann, darunter eine erstaunliche Arie des 1648 (!) geborenen Giov. Maria Capelli, in seinem Todesjahr 1726 im allermodernsten galanten Stil geschrieben, oder die beiden traumhaften Stücke aus Grauns leider fast völlig vergessenem Orfeo. Selten, dass ich eine CD mehrmals hintereinander ganz gehört habe, hier scheint die große untergegangene Gesangskunst der Kastraten auf magische Weise wiedererstanden zu sein. Unbedingt zugreifen, doch: Vorsicht Suchtpotenzial!
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bravo, Bravissimo !!!! , 29. Februar 2008
Jaroussky singt wie gewohnt auf höchstem Niveau. Astreine Intonation, sauber, sensibel. Ich hatte ja bereits die Vorgänger-CD mit Vivaldi-Stücken (Suchworte: Vivaldi Heroes) gekauft und oft gehört. Von daher war ich Jaroussky gegenüber beim Kauf schon positiv eingestellt. Ich bin nicht enttäuscht worden. Auf der CD findet sich eine bunte Mischung überwiegend ruhiger und gut ausgewählter Stücke von bekannten und weniger bekannten Komponisten. Jaroussky singt feinsinnig mit Sinn fürs Detail. Diesmal spielt zum Sänger nicht das Ensemble Spinosi auf, sondern das Le Concert D'Astrée. Ausgewählte Musiker, wie ich meine. Bleibt noch zu erwähnen daß die Tontechniker ganze Arbeit geleistet haben. Der Klang ist gut durchzeichnet, sauber, detailreich, kraftvoll. Insgesammt kann man sagen: Die CD ist jeden Cent wert.
LG, Michael.
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Meilenstein, 19. Februar 2008
Ich kann der vorhergehenden Rezension nur zustimmen!
Die Auswahl der Arien ist wunderbar gelungen und zeigt sowohl das Spektrum von Carestinis Können, als vor allem auch das Jaroussky's. Technisch brilliant und musikalisch wie bei allen seinen Aufnahmen zuvor. Man muss allerdings auch dem Orchester unter Emmanuelle Haim ein Lob zollen, da es mitreisend musiziert und einen wunderbaren Klang erzeugt.
Sehr interessant ist auch das Booklet, in dem eine wunderbare Charakterisierung von Carestinis Stimme beschrieben wird und auch eine sehr informative Biographie in Kurzform gebracht.
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