Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Wir fressen uns zu Tode" ..., 3. September 2007
... schrieb schon die russische Ärztin und Leiterin der medizinischen Auswahlkommission für die sowjetischen Kosmonauten, Dr. Galina Schatalova in ihrem gleichnamigen Buch. Der hier vorliegende Film "Fast Food Nation" von Richard Linklater wirkt ein wenig wie die Verfilmung eines Gesprächs seiner "Before Sunrise" Figuren Celine und Jesse (dessen Darsteller Ethan Hawke hier auch dabei ist) über Dinge, die auf diesem Planeten schief laufen.
In diesem Fall geht es um die US-amerikanische Fleischindustrie im Süden der Vereinigten Staaten, die mit mexikanischen illegal eingewanderten Hilfskräften tonnenweise hochgradig mit Fäkalien belastete Burger produziert, die auf Arbeitssicherheit der Hilfskräfte ebenso keinen Wert legt, wie auf die artgerechte Haltung der Tiere. Es geht einfach nur um Profitmaximierung um jeden Preis.
Linklater zeigt dieses Dilemma aus drei verschiedenen Perspektiven: Zunächst die der illegalen Einwanderer aus Mexiko, wobei anhand eines in der Wüste verdurstenden jungen Mannes sichtbar wird, wie menschenverachtend das Schleuserbusiness hier wie anderswo funktioniert. Aber auch die Überlebenden sind keineswegs fein raus: Sexuelle Übergriffe durch Vorarbeiter Mike (passend skrupellos: Bobby Cannavale), Arbeitsunfälle, die dann auch noch den Arbeitern in die Schuhe geschoben werden (wie dem beide Beine verlierenden Raúl (erst naiv, später resigniert: Wilmer Valderrama) und unwürdige Arbeitsbedingungen wie sie vor allem im letzten Teil des Films in der Szene mit Sylvia (zutiefst berührend: Catalina Sandino Moreno, auch bekannt aus "Paris je t'aime" und "Maria voll der Gnaden") im Schlachthof, wo sie Gestank, Geschrei und Gemetzel unmittelbar miterlebt und in Tränen ausbricht.
Die zweite Perspektive ist die des Marketingchefs der Fast-Food-Kette "Mickeys" Don Henderson (realistisch angepasst verkörpert von Greg Kinnear aus "Besser geht's nicht" & "Little Miss Sunshine"), der die Qualität der Burger kontrollieren und die Ursachen für den hohen Anteil an Kolibakterien (O-Ton des Konzernchefs: "Scheiße in den Burgern") herausfinden und letztlich vertuschen soll, wobei ihm in Person von Harry (der Rolle entsprechend als arroganter Zyniker: Bruce Willis) und Rudy (Kris Kristofferson) klar wird, dass seine Firma die Zusammenhänge nicht nur kennt, sondern auch ursächlich dafür verantwortlich ist.
Die dritte Perspektive ist die der jungen Amber (Ashley Johnson aus "Was Frauen wollen"), die mit ihrer Mutter Cindy (mit dem Mut zur beschränkten Weltsicht: Patricia Arquette) ein finanziell begrenztes und unbewusstes Leben zwischen Job im örtlichen "Mickey's" und zu Hause eingenommenem Fertigessen aus der Mikrowelle führt, bis ihr Onkel Pete (Ethan Hawke ganz in Manier der "Before ..." Filme) ihr provozierend und liebevoll die Augen öffnet, so dass Amber den Job kündigt und sich einer Aktivistengruppe um Alice (gespielt von der kanadischen Sängerin Avril Lavigne) anschließt, die sich dessen bewusst werden, dass nach dem sogenannten "Patriot Act" in den USA eine Aktion gegen die örtliche Fleischfabrik ausreicht um als Terrorist für 10 Jahre eingesperrt zu werden.
Fazit: Nicht nur die Top-Besetzung macht den Film sehenswert, der auf unterhaltsame Weise Inhalt und Botschaft verbindet. Dass diese Haltung durchaus ernst gemeint ist, wird auch deutlich, wenn man sich die Website zum Film anschaut, auf der sogar Unterrichtsmaterial in Form eines 28-seitigen zum runterladen bereitstehenden Filmhefts zu finden ist.
Schließen möchte ich mit einem Zitat von Christian Rohde, Autor der NDR-Beiträge Ware Tier (2006): "Natürlich ist Biozeug teurer, aber ich esse auch weniger. Muss man jeden Tag Fleisch essen? Nein, das muss man nicht. Aber, wenn man das will, muss man akzeptieren, dass die Tiere nicht auf der Wiese leben, denn so viele Tiere, wie wir essen, können gar nicht auf Wiesen leben."
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Kurz & knapp, 11. August 2009
Diesen Film zu bewerten fällt mir nicht gerade leicht. Ich bin ziemlich unentschlossen. Liegt vielleicht daran, dass das der Autor auch war. Was wollte er erschaffen? Eine Gesellschaftskritik, ein Drama, eine Art von Doku, einen Thriller? Ich nehme an, dass er einfach alle angrenzenden Themen zu einem Hauptthema in einen Topf geworfen hat und sich vom wirren Ergebnis auf der Leinwand selbst überraschen lassen hat. Die Themen wie illegale Immigranten, skrupellose Wirtschaftsbosse und ekelhafte Produktion der Burger-Ketten sind wichtig, keine Frage, aber die Umsetzung doch sehr mangelhaft. Da helfen auch keine seltsamen Auftritte von Stars wie Bruce Willis, Ethan Hawke oder Patricia Arquette.
Ein Film, der mir wie ein kalter Burger bekommen ist..
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mache, aber.............., 16. September 2007
...wohin will dieser film eigentlich???
es werden einige themen angeschnitten, wie z.b. verunreinigtes rindfleisch, illegale und ungeschulte mexikanische arbeitskräfte in amerikanischen fleischverarbeitungsfirmen, ausbeutung, vetternwirtschaft, bestechung und anderes, aber der film löst letztlich keines dieser themen auf. die storylines werden begonnen, aber nicht richtig zuende geführt. das da mächtig was faul ist bei den jungs aus den vereinigten staaten wird zwar eindringlich dargestellt, aber der faden wird zu oft wieder fallen gelassen.
so muss ich leider sagen das dieser film etwas unausgegoren wirkt.
schade, denn das thema an sich ist hochinteressant und hätte eine gekonntere umsetzung verdient. ich hatte jedenfalls das gefühl, das die macher alle problematiken in 108 min gestopft haben. und das geht garnicht. die storyline um don henderson z.b. hatte man ruhig etwas ausfühlicher gestalten können. dafür hätte man die verhinderten tierretter um einiges kürzen können.
nun ja, schlecht ist fast food nation sicherlich nicht, aber aufgrund der oben genannten kritikpunkte kann ich nur 3 sterne vergeben. leider!!!!
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