Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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55 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Philosophische Ansätze, 16. Juni 2007
Auf den ersten Blick reiht House sich in das mannigfaltige Angebot von Ärzteserien im Fernsehen ein. Doch wie so oft, liegt der Unterschied auch hier im Detail. Während es in anderen Serien häufig um die Verhältnisse der Protagonisten zu einander geht, rücken hier noch zwei andere Elemente in den Vordergrund:
Zunächst ist da die Lösung eines unlösbaren Falles. Genau hier hat Dr. Gregory House und sein Ärzteteam seinen Aufgabenbereich im Princeton Plainsboro Lehrhospital, die diagnostische Medizin. Ein Bezug zu Sherlock Holmes, wie er hier häufig durch andere Kritiken gesehen wird, ist nicht von der Hand zu weisen. Doch im Vordergrund steht nicht der Held, dem es in letzter Sekunde gelingt, das Schlechte zum Guten zu kehren. Es ist in jeder Folge nur der Aufhänger, denn der Clou der Folge liegt im Weg, den House geht. House ist kein Held, er ist ein zynischer, arroganter Misanthrop, ein manischer Unsymphat. Seinen Charme erhält er nicht durch seine Charaktereigenschaften, sondern durch das zweite Element.
Dieser Weg bildet die Grundlage des zweiten Elements, welches bei House einzigartig ist. Vermittelt wird ein Menschenbild, welches geprägt ist durch die Unehrlichkeit jedes Menschen, und von Greg House in letzter Konsequenz vertreten wird. Nicht seine - zweifellos vorhandene - medizinische Genialität, sonderen eben dieses Menschenbild liefert zumeist den Schlüssel zur Lösung des Falles. Ebenso liefert dieses Menschenbild die eigentliche Botschaft der Folge und soll den Zuschauer zum Nachdenken anregen. Jeder der Protagonisten hat ein anderes Menschen- und Weltbild, so will beispielsweise Dr. Cameron als die ewige Optimistin immer das Gute im Menschen herausstellen. Dies gilt insbesondere für die Patienten, wodurch in jeder Folge noch ein "zufälliges" Menschenbild eingefügt wird. In jeder Folge muss House sein Menschenbild an eben diesen anderen messen. Klar herausgestellt wird dabei häufig, dass die anderen nur Illusionen und Idealen nachlaufen.
Durch seinen überlegenen und realistischen Standpunkt verändert House die Ansichten der Menschen nachhaltig, nicht nur für die anderen Charaktere, sondern besonders das der Zuschauer. Jede Folge bietet neue philosophische und anthropologische Ansätze. Diese Ansätze sind es, die jede Folge so wertvoll machen.
Getragen wird dieses Konstrukt durch die Schauspieler, die ihre Rolle wirklich verstanden haben und denen es gelingt, zu jeder Zeit, egal, wie skuril die Situation ist, glaubwürdig zu sein. Wer gern nachdenkt und sein Menschenbild an etwas völlig anderem messen möchte, kann an House gar nicht vorbei.
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38 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Geniale Serie, 21. Juni 2007
Die Schublade "Arztserie" passt hier überhaupt nicht.
Die Serie ist zwar immer witzig durch absolut geniale Dialoge, aber wer nur die medizinischen Fälle betrachtet und das ganze eben als Arztserie betrachtet, der könnte irgendwann genug haben von der Serie.
Die Abfolge ist meistens sehr ähnlich. House kümmert sich um einen Todkranken, dessen Krankheit schwer zu diagnostizieren ist. Zuerst liegt man falsch, dann scheint es Besserung zu geben. Meistens kommt dann ein Rückfall und am Ende präsentiert House die Lösung.
So gesehen könnte man schnell genug haben von Dr. House. Aber das Ganze ist eben viel (!) mehr als die Summe der Teile. Die Nebengeschichten sind einfach genial (der ungeliebte Praxisdienst). Dazu kommt, dass House immer sein Umfeld zu analysieren versucht und dies in genialer Weise dem Umfeld vermittelt.
Auch die Beziehungen zwischen den ganzen Protagonisten sind extrem komplex. Alle haben eine sehr schmerzliche Vorgeschichte die diese Menschen definieren. House scheint sein Team auch aus lauter "Belasteten" Persönlichkeiten zusammengesetzt zu haben.
Die Mischung ist jedenfalls einzigartig. Der Mensch der diese Dialoge kreiert hat gehört wohl zu den Meistern seines Fachs.
Die ganze Perfektion wird durch eine absolut geniale Besetzung gekürt.
Die genialste Folde dieser Kultserie ist die letzte Folge aus dieser Staffel. Hier versucht Dr. House während seiner Wahnvorstellungen (Folge einer Schussverletzung und der Behandlung) logisch zu analysieren ob er sich nun gerade in der Realität befindet oder phantasiert. Die logischen Schlussfolgerungen sind wirklich gut. Die Krönung sind die Dialoge mit seinem "Angreifer" der selbst behandelt wird (auch Schussverletzung, aber vom Krankenhaus-Sicherheitsdienst) und genau wie House im Intensivbereich liegt. Schade, dass es so lange dauert bis man die Staffel 3 zu sehen bekommt.
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29 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Geniale Mischung aus intelligentem Humor und Dramatik, 25. Mai 2007
Die beliebte Arztserie geht in die zweite Runde und
Dr. House läuft mal wieder zur Höchstform auf.
Das Format und die Grundidee bleibt aus der ersten Staffel
erhalten.
Wiedermal sorgen extremst ausgefallene Krankheiten
für Kopfzerbrechen bei House und seiner Crew und für
Unterhaltung beim Zuschauer, was nicht zuletzt durch die
sehr eigene Lösungsfindung von House herrührt.
Doch die Serie lebt nun mal nicht von den Diagnosestellungen
der Ärzte, von denen sowieso nur ein studierter Facharzt
etwas versteht sondern von House alleine,
den Hugh Laurie in einer Weise darstellt,
wie man es keinem anderen Schauspieler zutrauen würde.
Erstaunlicherweise funktioniert diese personenfixierte
Darstellung auch noch in der zweiten Staffel sensationell gut
und macht die Serie zu eine der Besten Arztserien der letzten
Jahre.
Leider verläuft sich die zu Beginn aufgebaute Story um
House' Privatleben, was einiges an Abwechslung in das
Triste Diagnosestellen jeder sonstigen Folge bringt,
zum Mitte der Staffel, und die Story konzentriert sich
anschließend wieder vollständig auf die Geschehnisse
im Krankenhaus.
In den letzten fünf Folgen wird es dann nochmal spannend,
als Dr. Foreman an einer tödlichen Infektion zu sterben droht,
und House mal nicht an wildfremden Menschen diagnostizieren
muss.
Auch die Geschehnisse in der letzten Folge lassen auf eine
weitere Staffel hoffen,
denn das Ende ist mehr als offen, um eine Serie abzuschließen.
Der Mix aus Humor und Dramatik ist in der Art einzigartig
und lässt auch die zweite Staffel das hohe Niveau der ersten
Staffel mühelos erreichen.
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