Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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42 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Schrecken beginnt im Kopf ..., 13. April 2007
Mir wurde der Film damals von einigen Freunden empfohlen und gleichzeitig wurde ich ermahnt den Film nicht Abends und nicht allein anzusehen.
Freitag, 23.45h, ich bin allein zuhause und nicht müde und da liegt "The Ring" auf meinem Couchtisch ...
Keine 5 Minuten später sehe ich mich starr in meinen Sessel gepresst und drücke die Pausentaste, in der Wohnung ist es stockdunkel ausser einigen wenigen gedimmten Lämpchen im Wohnzimmer und ich denke "Ok, das wird wohl wirklich heftig". Aber, die Neugier war tatsächlich noch viel größer.
Und hätte nach dem Film das Telefon geklingelt, hmm ... ich wäre wohl eher nicht drangegangen;-)
Der Horror beginnt im Kopf, und genau das zeichnet diesen Film als erstklassigen Gruselschocker aus. Subtil und surrealistisch kommt er daher ohne großartiges Gemetzel oder viel Blut zu zeigen, untermalt von nervenaufreibender Musik - oder besser gesagt Geräuschen - und getaucht in triste, beunruhigende Farben.
Und genau das ist der Film, beunruhigend.
Es beginnt schon mit dem besagten Video. Der Surrealist Luis Bunuel hätte seine wahre Freude daran gehabt. Es werden nur Bilder gezeigt und diese sind wahrlich beunruhigend ohne wirklich etwas "Schlimmes" zu zeigen. Ich finde allein das wurde meisterlich gekonnt umgesetzt, da sowohl beim realen als auch beim fiktiven Zuschauer im Film ein beklemmendes Gefühl ausgelöst wird.
Genau diese im Video gezeigten Bilder tauchen immer wieder auf und kündigen Tag für Tag den nahestehenden Tod umso deutlicher an.
Und damit möchte ich einer anderen Rezensentin Ihre Frage beantworten, was es mit dem sich von der Fähre stürzendem Pferd, dem Nasebluten, und dem Herauswürgen der medizinischen Elektroden auf sich hat. All das ist schon auf dem Video zu sehen. In Samara's Nähe starben alle Pferde der Familie. Samara wurde in einer psychiatrischen Klinik untersucht. Das Nasebluten rührt daher das Samara bei anderen Leuten schreckliche Bilder im Kopf ausgelöst hat.
Wer oder was Samara tatsächlich war und ist, das bleibt tatsächlich ungeklärt. Aber bei näherer Betrachtung und Überlegung, welche Auflösung sollte es wohl geben?
Samara ein Dämon? Einfach nur Böse?... Ein Auflösung würde aber dem Ganzen wohl letztendlich den ganzen Schrecken nehmen.
Aber genau diese unbeantworteten Fragen machen dieses subtile Grauen aus. Und kaum etwas ist gruseliger als ein wirklich böses, seelenloses, mordendes totes Kind, welches eigentlich nur Unschuld und Reinheit verkörpern sollte.
Die Geschichte dürfte mittlerweile bekannt sein. Ein mysteriöses Video unterzeichnet das Todesurteil eines jeden Betrachters. Ein im Anschluß folgender Telefonanruf verkündet dass der arme Todgeweihte nur noch 7 Tage zu leben hat. Das Ende ist unvermeidbar. Wie und wodurch sie genau sterben ist unklar, aber die entstellten, verzerrten fratzenhaften Gesichter mit den voller Entsetzen aufgerissenen Augen machen unmissverständlich deutlich dass es ein grauenhafter Tod war. Und auch hier kommt wieder die eigene Phantasie in's Spiel, was die Sache letztendlich noch schlimmer macht.
Man wird aber nicht nur mit der eigenen Phantasie konfrontiert, einige heftige Schockmomente sorgen zusätzlich für den ein oder anderen ordentlichen Adrenalin Ausstoß.
Letztendlich begeht "The Ring" viele neue Wege und eröffnet ein neues Genre, wenn es auch nur ein Remake ist.
Das Original fand ich persönlich nicht im Ansatz an das Remake heranreichend. Mag aber auch daran liegen, dass ich mich hier in keinster Weise mit irgendetwas oder irgendwem identifizieren konnte. Und tote, dämonische Japaner haben trotzdem immer noch nette Gesichter und sind daher für einen Europäer nicht halb so gruselig, sorry;-)
Darüber hinaus ist Verbinski's Variante viel subtiler, düster, surrealer und hat mehr Psycho-Elemente als seine japanische Vorlage.
Übrigens, wer "The Ring" wie ich absolut toll findet, sollte sich auch mal "The Call - 1" ansehen.
Und wer "The Ring" nicht spannend und gruselig findet, der braucht wohl aufgrund mangelnder Phantasie deutliche Bilder und ist mit SAW oder Hostel wahrscheinlich besser bedient. Da bin ich eingeschlafen.
Ein kleiner Tip: Wer das ein oder andere nicht verstanden hat - den Film nochmals anschauen! Am besten allein und am besten Nachts im Dunkeln. Grusel garantiert.
Fazit: The Ring ist für mich persönlich der beste Horrorfilm, den ich jemals gesehen habe und der erste Film der mich das Gruseln gelehrt hat!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das letzte was Du siehst, ist der Ring..., 25. Januar 2007
---The Ring---
Bevor Gore Verbinsiki Fluch der Karibik auf die Kinoleinwand gebracht hat, kam 2002 the Ring mit Naomi Watts (King Kong, 21 Gramm, Stay) und Brian Cox (Bourne Identität, Braveheart, Troja) in die Kinos.
Plot:
Als ihre Nichte Katie eines Abends auf mysteriöser Weise Tod und vollkommen entstellt in ihrem Kleiderschrank kauernd aufgefunden wird, beginnt Rachel Keller (N. Watts), Katies Tante, Neugier über die Umstände ihres Ablebens zu entwickeln. Auf der Beerdigungsgfeier erhält Rachel von Katies ehemaligen Freunden Kenntnis, dass nicht nur sie, sondern auch weitere Jugendliche ums Leben gekommen sein sollen. Alles was die Toten verband, war ein gemeinsamer Ausflug in den Bergen und ein Videoabend in einer Hütte. Man sagt, dass das Videoband der Ausgangspunkt des Geschehens sei. Wer das Band sehe, wird in sieben Tagen sterben.
Von ihrer Schwester gebeten, macht sich Rachel mit ihrem beruflichen Gespühr als Journalistin auf die Suche nach dem Grund des Geschehens. Sie erfährt bald den Ort, an dem die Jugendlichen waren und macht sich auf den Weg dorthin. Rachel findet den Ort und die Hütte und bestellt sich für eine Nacht ein Zimmer. Neugierig umschauend entdeckt sie eine Videokassette; sie scheint das Band gefunden zu haben. Voller Anspannung und Neugier was sie sehen wird, legt sie das Band in den Videorekorder ein. Was sie sieht, ist beängstigend. Bruchstückweise Bilder, teils eine Unmenge von schwimmenden Menschen in Blut, Tausendfüssler, tote Pferde angespült am Strand, ein Haus, eine Insel und eine geheime sich kämmende Frau kann Rachel auf dem Band erkennen. Wenige Sekunden später nach Ende des Films erhält sie einen Anruf. Eine weibliche Kinderstimme sagt zu ihr: sieben Tage. Kreidebleich lässt sie den Hörer fallen und verlässt das Zimmer und macht sich auf den Weg zurück. Die Erzählungen über das Band sind echt.
Wieder zu Hause angekommen stellt sie fest, das mit ihr wohl etwas nicht stimmt: auf Fotoaufnahmen ihrer Kamera erscheint ausschließlich ihr Gesicht verzehrt und verschwommen. Sie erzählt ihrem ehemaligen Lebenspartner Noah Clay von dem Band und der Aufnahme. Noah aber kann sich das Foto nicht erklären. Kurzer Hand sieht er sich das Videoband an. Wieder erhält Rachel einen Anruf. In den folgenden Tagen geschehen merkwürdige Ereignisse: Bei Rachel tritt Nasenbluten ein, in einem kleinen Zimmer ihrer Wohnung glaubt sie ihren Sohn Aidan aufzufinden, doch es ist ein kleines Mädchen auf einem Stuhl sitzend. Als sich Rachel dem Kind nähert, greift das Kind ihren Arm. Wie eingebrannt erhält sie an der Stelle einen Abdruck ihrer Hand. Doch war das real? Rachel erwacht plötzlich, sie hat nur geträumt. Das Mal an ihrem Arm hat sie dennoch. Ein Schock!
Immer näher rückt der siebte Tag. Rachel entschließt sich, das Band zu analysieren, um Hinweise auf dessen Herkunft zu bekommen. Dabei entdeckt sie auf dem Band einen Leuchtturm und eine Insel. Nach Recherchen in Archiven ihrer Zeitung erfährt sie den Namen des Ortes. Sie macht sich auf dem Weg dorthin. Was Rachel dort findet, verschlägt ihr die Sprache, es ist das gleiche Haus wie auf dem Band. Sie findet ein großes ehemaliges Pferdegehöft, die Morgan Ranch, und ihren letzten Bewohner Richard Morgan. Nachdem Rachel Richard Morgan von dem Band und dem kleinen Mädchen erzählt, bekommt dieser sichtlich Angst und drängt Rachel weg, sie habe das Grundstück zu verlassen.
In der Zwischenzeit macht auch Noah die gleichen merkwürdigen Erfahrungen wie Rachel, er glaubt ihr jetzt. Bei seiner Hilfe bei den Ermittlungen erfährt er, dass das Mädchen Samarah geheißen haben soll und die Tochter von den Morgens war. Sie lebte kurze Zeit in einem psychiatrischen Krankenhaus, da ihre Eltern Anna und Richard Morgan Angst von ihrer adoptierten Tochter bekamen und die Pferde auf dem Gut starben...
Facit:
The Ring von Gore Verbinski ist eine anspruchsvolle und gelungene Verfilmung des nur wenige Jahre zuvor in Japan gleichnamig erschienenen Originals. Verbinski verschmelzt den Horror mit Mysterie und Drama in nicht zuvor vergleichbarer Weise. Der Film enthält einige Schreckszenen, die aber nicht typisch in Gemetzel sondern unterschwelligem Anspielen eigener Urempfindungen und Gefühle übergehen.
Die Musik von Hans Zimmer verleiht dem Film seine prägende Note: Sologeigen, tiefe knurrende Kontrabässe und Cellis, ein Motiv von einer Spieluhr (wie in Fluch der Karibik 2) und gelegentlich Synthi. Leider gibt es die CD des ersten Teils nur als Promo.
Ein Film mit Evergreen-Charakter.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Angst anspruchsvoll eingejagt, 7. November 2009
Nach diesem Film sind Sie froh, dass das Medium VHS immer mehr out wird, weil der DVD-Player sich durchgesetzt hat. Denn tödliche Videobänder sind nicht so ganz, was der Erfinder der Videokassette sich bei seiner Kreation gedacht hatte...
Sich der Wirkung dieses klugen Horrorfilms zu entziehen, ist schier unmöglich. Hilflos ist der Zuschauer dem kompetenten Regisseur ausgeliefert und wird mit Hilfe von perfektem Schnitt und ein paar wohlplatzierten Einzelbildern (die so kurz eingeblendet werden, dass das Auge sie gerade so eben mitkriegt) in einen Strudel der Furcht gezogen. Noch Monate nach dem ersten Ansehen hat man die Story nicht mal ansatzweise vergessen. Schön, dass es ab und zu solche subtilen Horrorfilme mit Hirn gibt.
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