Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Beklemmend, Spannend, Atmosphärisch., 27. April 2007
Das sind die 3 Wörter, die den Film meiner Meinung nach am besten beschreiben.
Ich hatte mir die FSK 16 Fassung ausgeliehen, weil mich die Story neugierig gemacht hatte.
6 Freundinnen, die allesamt abenteuererpobt sind, machen sich auf ein neues Höhlensystem zu erkunden.
Was sie dabei finden ist wirklich ein Abgrund des Grauens in jeder Hinsicht.
Scheinbar harmlos fängt der Film an. Doch schon bald erlebt man den ersten Schocker, noch bevor man sich überhaupt in irgendeiner Höhle wiederfindet.
Von diesem ersten Schock erholt, finden sich später alle 6 Freundinnen zusammen in einer Berghütte ein. Es wird geredet über alte Zeiten, gescherzt und gelacht. Was der Film hier so wunderbar rüberbringt, ist einfach die authentische Atmosphäre. Man wähnt sich in Sicherheit und hat Spass daran den jungen Frauen beim abendlichen zusammensitzen zuzuhören und zu -sehen. Wenn man nicht wüsste, dass man sich gerade einen Horrorfilm anschaut, würde man keine bösen Überraschungen mehr erwarten. Doch weil man es weiß, fragt man sich, wie das Ganze wohl ausgehen wird.
Die Kamare ist dabei so nahe an den Charakteren, dass man mit jeder Einzelnen mitfiebert.
Besonders in den Höhlensequenzen später, wenn dann alles Schlag auf Schlag geht und der Zuschauer in eine Jagd um Leben oder Tod mitgerissen wird, so als würde er in ein Loch im Boden fallen und immer tiefer Rutschen. Nicht nur in die Tiefen Abgründe dieser unheimlichen Höhle, sonder auch in die Tiefen Abgründe der menschlichen Seele.
Einige bemängeln vielleicht, dass die Idee nichts neues ist, aber mal ehrlich, was ist denn Heute noch neu. Irgendwo ist alles schonmal da gewesen und so in dieser Form, gab es auch noch keinen wirklich guten Horrorfilm, ich wüßte zumindest keinen.
Die Umsetzung ist jedenfalls ehr als gelungen, weshalb ich den Film auch unbedingt empfehle.
Wer vielleicht auf den Geschmack gekommen ist, weil es mein Vorredner schon erwähnte, und sich The Cave angucken will, der sollte sich The Cave zuerst angucken und The Descent danach, wenn man sich das Beste zum Schluss aufheben will.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spreu und Weizen - Würmer und Menschen, 12. Oktober 2008
Es fällt mir schwer, meinen Abscheu in Worte zu fassen.
Nicht etwa bezüglich dieses Films, sondern im Hinblick auf den Tenor der negativen Kritiken, die ich mancherorts lese.
Gott, ist die Welt wirklich so voll von seelenlosen Konsumzombies? Von Popcorn mampfenden Filmanguckern, die mit vorgeschobener Unterlippe und zusammengezogenen Brauen durchs Leben gehen, ab und zu auf die Reizworte der Industrie hin zu sabbern anfangen und einfach blind und taub sind für jeden Funken von Inspiration?
Folgendes zu DESCENT:
Es ist ein Film über eine Gruppe von Freundinnen, die in ein unerforschtes Hohlensystem hinabsteigen.
Sie gehören zur Generation derer, die in ihren Träumen gescheitert sind und auch durch die Verheißungen von Emanzipation und Entfaltungsfreiheit nicht ihr Glück gefunden haben.
Ihre Hintergründe werden (abgesehen von der Hauptfigur) nur angedeutet und in dem Aspekt des Unfalls, bei dem diese Mann und Kind verloren hat, ist auch schon die einzige Inkonsequenz des Films zu sehen.
Dieses Schicksal zu zeigen, ist ein Zugeständnis an jene Zuschauer, die nicht in der Lage sind, sich selbst in dieser Gruppe wiederzuerkennen, und die ein typisches Dramenfragment brauchen, um in den Film hinein zu finden.
Der Film nämlich will auf etwas ganz anderes hinaus:
Menschen auf der Flucht vor ihrem Alltag, die mit Landrovern durch die Natur brettern, um sich mittels Pseudo-Selbstfindung ein paar Adrenalin-Kicks zu verschaffen. Sie sind die glorreich erfolgreichen Versager einer Post-Yuppie-Kultur.
Statt Fragen nach ihrer Existenz zu stellen und die metaphorischen Höhen zu erklimmen, die ihnen Antworten bringen könnten, steigen sie hinab in die Tiefen der Erde.
Maulwürfen gleich graben Sie sich ihrem Verhängnis entgegen, begraben sich buchstäblich selbst in dem blinden Bemühen, einmal ein richtig großes Abenteuer zu erleben.
Was sie finden, ist von existenzialistischer Reinheit vergleichbar mit dem Wesen im ersten ALIEN Film.
Die Monster, die diese Höhlen bewohnen, sind zwar Nachfahren von Menschen dabei aber von der humanen Natur so weit entfernt, wie H.G. Wells es in seinen Morlocks beschrieb.
Kreischende, wurmbleiche Gestalten, mit denen keinerlei Kommunikation möglich ist. Deren einziger Antrieb es ist, diese Besucher der Oberwelt aufzufressen.
Wer hier auf irgendeine spannende Handlung wartet. Auf Planung, Widerstand, Freundschaft oder hehre Menschlichkeit der hat die Absicht dieses Films schlichtweg missverstanden.
Der Film zeigt schonungslos, was bleibt, wenn man sich von der Welt des Menschlichen abgewandt hat und bei den Ungeheuern der traurigen Öde landet, wie Schiller sie im TAUCHER beschrieb.
Renne! Überlebe! Fliehe! Überlebe! Renne! Schlag zu! Renne! Überlebe!
Die Schlusskonfrontation zwischen den beiden Frauen ist der einzige Schwachpunkt in diesem konzeptionell völlig reinen Meisterwerk.
Hier hat für einen kurzen Moment irgendein Autor ins Drehbuch gepfuscht, der hinter alledem noch eine Story erzählen wollte wahrscheinlich, um den vermeintlichen Massengeschmack zu befriedigen.
Ich schließe da kurz die Augen und übersehe dieses triviale Eifersuchtsdrama.
Der ideale und geradezu metaphysische Höhepunkt des Films ist der, als die letzte Überlebende sich einen sonnenüberfluteten Schädelberg hinauf kämpft (Golgotha?) und einer Geburt gleich aus dem winzigen Erdloch hervor bricht.
Aber nicht triumphierend und als Heldin entkommt sie dem Grauen der Tiefe. Bibbernd und panisch taumelt sie den Berg hinab. Eine menschliche Ruine eine Ikone des körperlichen Entsetzens, die an den Schluss des Original TEXAS CHAINSAW MASSACRE erinnert und ein grauenvolles, nihilistisches Bild malt von dem, was Mensch ist, wenn er seine Menschlichkeit in der Zivilisation verliert und sich in den Irrglauben einer romantisierten Natur flüchtet.
Der Film schöpft aus den bitteren Quellen, aus denen auch BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE oder DIE 120 TAGE VON SODOM schöpften.
Existenzialistisches Kino, das mit mehr als seiner Oberfläche erschreckt.
Mir ist bewusst, dass DESCENT dabei an eben dieser Oberfläche nichts anderes ist als ein straighter Monsterfilm. Und dabei zudem ein verdammt spannender!
Aber es bedarf eigentlich nicht viel, den Funken des Großartigen zu erkennen, der in ihm glimmt. Dass so wenige das sehen und dass so viele genau das Gelegenteil empfinden macht mir klar, wie wahr und traurig das Menschen- und Weltbild ist, das der Film malt.
Manche Menschen erkennen Tiefe nicht, selbst wenn sie hinein geschleudert werden.
Vielleicht, weil sie den wurmhaften Monstern seelisch näher stehen als den Sinnsuchern der oberen Welt
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26 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Geballte, gnadenlose Fraunpower! FSK 18 Fassung ist ein Muss!, 14. März 2007
Rein zufällig kam ich dazu, mit den hier vorliegenden Film zu kaufen. Ich hatte Dog Soldiers vom gleichen Regisseur (Neil Marshal) bereits gesehen und wollte mich wohl etwas weiter in seinen Werken vertiefen. Nachdem ich The Descent endlich gesehen hatte, wusste ich, dass es kein Fehler war, denn bei diesem Film handelt es sich wohl um eine der besten Horrorproduktionen der vergangenen Jahre und noch dazu ist die gesamte Story recht stimmig und macht auch einen Haufen Spaß, vor Allem weil die tatsächliche Action weit hinausgezögert wird. Noch dazu sind die Protagonisten in eine recht verzwickte und undurchsichtige Story eingebettet, die sich dem Zuschauer nur allmählich erschließt.
Zur Story:
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Bei einer Höhlenwanderung werden 6 Freundinnen durch einen Felssturz in einem noch unbekannten System weit verzweigter Höhlen eingeschlossen. Doch während die jungen Frauen noch mit der Klaustrophobie kämpfen und nach einem Ausgang suchen, beginnen bizarre, menschenähnliche Monster Jagd auf sie zu machen und eine nach der anderen zu fressen. Ein erbitterter und manchmal auch verzweifelter Kampf beginnt, bei dem nur das nackte Überleben im Vordergrund steht.
Fazit:
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Ein Hammerfilm mit sehr viel geballter Frauenpower - es macht Spaß Frauen dabei zuzusehen, wie sie es mit den Monstern aufnehmen und nicht nur durch die Gegend rennen wie aufgescheuchte Hühner und darauf warten, dass man sie rettet. Dieser Film ist eine Perle, obwohl er sich natürlich schon auf einem sehr etablierten Horrorniveau bewegt. Unglaublich gut. Absolute Kaufempfehlung.
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