Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Besser als erwartet, 28. Juli 2007
WHITE NOISE war im Kino offenbar nicht sehr erfolgreich, um es mal ganz vorsichtig auszudrücken. Damit teilt er das Schicksal so manch anderer Mystery-Thriller wie DRAGONSFLYS (dt. Im Zeichen der Libelle) oder THE MOTHMAN PROPHECYS, die im Kielwasser des äußerst erfolgreichen THE SIXTH SENSE auf der Leinwand zu sehen waren. Hinzu kommt, dass Hauptdarsteller Michael Keaton noch nie ein Kassenmagnet war wie Kevin Costner, Richard Gere oder Bruce Willis, und die Grundzüge der Handlung - trauernder Witwer versucht durch moderne Technik mit seiner Frau im Jenseits zu kommunizieren - reisst einen auch nicht unbedingt vom Hocker. Entsprechend gering waren meine Erwartungen, und umso angenehmer wurde ich überrascht. Der Film ist kein Meilenstein, aber Freunden dieses Genres durchaus zu empfehlen.
Alles läuft bestens für Anna und Jonathan Rivers. Sie steht kurz vor der Veröffentlichung ihres neuen Buches, er hat sich als erfolgreicher Architekt einen Namen gemacht. Anna und Johns Sohn aus erster Ehe verstehen sich glänzend, auch das Verhältnis zwischen John und seiner Ex-Frau ist harmonisch, und alles deutet darauf hin, dass er wieder Vater wird. Das Blatt wendet sich jah, als Anna bei einem Unfall ums Leben kommt, was aufgrund ihrer Bekanntheit zu einem entsprechenden Medien-Echo führt. Noch bevor ihre Leiche gefunden wird, meldet sich ein Mann namens Raymond Price bei John und teilt ihm mit, dass Anna versucht, Kontakt zu ihm aufzunehmen. Seit Price vor vielen Jahren seinen Sohn auf tragische Weise verloren hat und mittels EVP (Electronic Voice Phenomenon, das Aufzeichnen von Stimmen und Bildern aus dem Reich der Toten mittels Ton- und Videobändern) noch einmal mit ihm in Verbindung treten konnte, hat er es sich zur Aufgabe gemacht, auch anderen Menschen auf diese Weise zu helfen. Zunächst zweifelt John an Prices Geisteszustand, läßt sich aber bald vom Gegenteil überzeugen, nicht zuletzt durch seine Begegnung mit der Buchhändlerin Sarah, die dank EVP die letzten Worte ihres Verlobten hören konnte. Erst zaghaft, dann immer besessener, jagt John fortan nach Signalen von der anderen Seite, stets auf der Suche nach Anna. Er wird auch fündig, jedoch anders als erwartet, denn nicht alle Geister sind freundlich...
WHITE NOISE hat einige wirklich gelungene Schreckmomente, die selbst dann ihre Wirkung nicht verfehlen, wenn man sie schon erahnen kann. Die Spannung baut sich trotz einiger Längen kontinuierlich auf und wird nur durch das effektlastige Ende ein wenig getrübt. Die schauspielerischen Leistungen sind durch die Bank akzeptabel, auch wenn man Michael Keaton schon in besseren Rollen und überzeugender erleben konnte, beispielsweise in DESPERATE MEASURES. Dass das EVP keine Erfindung fantasiebegabter Drehbuchautoren ist, sondern in der Realität von einer überzeugten Anhängerschaft erforscht wird, zeigt das aufschlußreiche Zusatzmaterial der DVD, das einen interessanten Einblick in die Welt jener Geisterjäger gewährt, die mit High-Tech versuchen, die Grenzen zwischen den Lebenden und den Toten zu überbrücken.
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45 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Durchschnitt - nicht mehr......, 4. November 2005
Offenbar gibt es in den letzten Jahren eine Renaissance von Gruselfilmen (The Ring, Grundge...), die nicht mit derben Schockeffekten aufwarten, sondern -angeblich- mit Psycho-Thrill. Dieser Film will offensichtlich dazu gehören, liefert grösstenteils aber nur Langeweile ab. Der Film kommt sehr schwer in die Gänge und plätschert bis etwa Filmmitte nur müde dahin.... Danach gibt es ein paar Schockeffekte, die aber dem Zuschauer überhaupt nicht erklärt werden (warum stürzte sich die Blondine eigentlich vom Balkon?), bis hin zu einem -peinlichen- Ende, dass weder ich (noch viele andere) verstanden haben. Wer waren denn die 3 "Schwarzen"? Wer war der "Bauarbeiter"? Welcher Zusammenhang mit Entführung und Ehefrau? Es ist wie immer mit solchen Filmen - ein Thema wird angerissen, Spannung wird aufgebaut und eine unlogische Handlung gibt zum Schluss keine Antworten. Meine Empfehlung für Leute, die Menschen mit Fernsehern reden sehen wollen: Poltergeist 1-3, dort war das bereits ein alter Hut, zumindest aber verständlich.....
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Wenn nur nicht das Ende wäre ..., 11. Oktober 2005
*** Anmerkung zu meinen DVD-Rezensionen: Sie finden hier keine Inhaltsangaben zu dem entsprechenden Film, denn diese Informationen sind zumeist hinreichend abgedeckt. Deshalb folgen hier ausschließlich meine subjektiven Gedanken über die Qualität des Films und der DVD. Während kleine Hinweise auf die Handlung notwendig sind, um Gründe für bestimmte Meinungen zu liefern, versuche ich jedoch, keinerlei Details der Handlung zu verraten. ***Der Film: Zur Zeit erleben Gruselfilme in den Kinos und auf DVD eine wahre Renaissance, was einen Liebhaber der Schauereffekte wie mich natürlich freut, andererseits bringt diese Schwemme auch unendlich viel Schund zu Tage. Für mich ist ein Gruselfilm gelungen, wenn einem wegen der Stimmung und der verstörenden Wirkung die Haare zu Berge stehen, wozu eigentlich nie Special-Effects, Action, Monster oder Splatter notwendig sind (wenn diese Punkte dabei sind störe ich mich aber auch nicht daran - sie sind nicht notwendig). Empfehlenswert finde ich zum Beispiel "The Others" oder "The Grudge", welche mir auf verschiedene Weisen genau das schaurig-schöne Empfinden geben, das ein solcher Film haben sollte. Zu Beginn dieses Films fürchtete ich, dass das ganze in eine Art dramatische Liebesgeschichte mit ein bisschen Mystery-Element ausartet, aber nach etwa der Hälfte war ich begeistert: Die Spannung wird schrittweise aufgebaut, während der Protagonist, gespielt von Michael Keaton, in einer emotionalen Sucht um des übernatürlichen Kontaktes mit seiner verstorbenen Frau willens eine albtaumhafte Reise unternimmt. Dass er dabei blind und fanatisch immer weiter vordringt, während der Zuschauer längst das beklemmende und verstörende Gefühl aufgenommen und die "Falschheit" und Gefahr durch den Kontakt zu den Toten erkannt hat, verstärkt den Horror des Szenarios. Damit ist dieser Film eine Ausnahme darin, dem Protagonisten eine Motivation zu geben, immer weiter in das Furchtbare vorzudringen ohne ob der furchterregenden Reaktion aus dem Jenseits aufzugeben: Zumeist stolpern Durchschnittsmenschen durch so einen Film und machen auch wirklich jede Tür auf, hinter der garantiert das Schreckliche lauert. Schließlich braucht man zumeist effektvolle Todesszenen unwichtiger, eindimensionale Charaktere. Dieser Film stößt nicht auf dieses Problem. Eine reibungslose und nachvollziehbare Handlung treibt das Geschehen nach vorne, stört die Spannung nicht durch logische Löcher, nicht nachvollziehbares Verhalten von platt wirkenden Schauspielern. Leider versagt der Film gegen Ende gänzlich. Zum einen ist das Problem bekannt, dass die meisten Gruselgeschichten so lange gruselig sind, so lange auch die Ereignisse etwas unheimliches, verstörendes, nicht erklärliches an sich haben. Endet ein Film ohne jede Erklärung ist das natürlich für viele Zuschauer unbefriedigend, endet er mit einer direkten Konfrontation mit dem Bösen, wird das ganze demystifiziert und die Spannung verpufft wie ein Rauchwölkchen. "White Noise" versucht irgendwie beides - und schafft gar nichts. Grob kann man sich nach dem Ende einen Sinn zusammenklopfen, in den vieles jedoch nicht passt, aber es ist weder eine Offenbarung noch ein besonders gewitzter Schachzug. Dass schlicht und ergreifend Verwirrung und ein müdes "Aha" jegliche Form von Grusel beiseite schiebt, führt nicht gerade zum positiven Eindruck des Films bei - schließlich ist es vor allem das Ende, das in der Stimmung nach einem Film hängen bleibt. Angenehme Schauspieler, ein sich vielversprechend aufbauender Plot, begleitet von einer schön-gruseligen Stimmung mit ein paar eingestreuten, kurzen Schock-Szenen - und einem grässlich-ideenlosen Ende. Schade. Das Bild: Die DVD ist eine solide Produktion, das Bild ist frei von Fehlern, klar erkennbaren Störungen oder Problemen und hinterlässt einen guten Eindruck. Der Ton: Klasse! Besonders in Gruselfilmen eignen sich die Surround-Lautsprecher, um eine grauenhaften, unentrinnbare Stimmung um den Zuschauer herum aufzubauen. Immer in den genau richtigen Momenten setzen die Effekte sachte ein und bauen sich zu einer unangenehm-bedrohlichen Geräuschkulisse auf. Der Effekt dieses Films ist sicherlich stärker, wenn man eine halbwegs anständige Anlage sein eigen nennen darf. Die Extras: Habe ich mir noch nicht zu Gemüte geführt und kann ich deshalb nicht bewerten.
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