Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Psychologische Tour de Force, 23. September 2006
Mal ehrlich - wer war denn in seiner Kindheit wirklich ein Fan vom "Hulk". Dieses grüne grantelnde Monster, das in seiner tumben Art irgendwie für Gerechtigkeit eintrat, hatte es doch schwer im Vergleich zu jenen supergerechten Flattermännern, schizophrenen Fledermäusen, verbissenen Spinnern - pardon Spinnen - und wie auch immer die anderen Superhelden hießen, denen viele ihre Sympathien schenkten - und denen man auch filmisch in vielerlei Hinsicht Denkmäler gesetzt hat.
Und nun wartet der asiatische Regisseur Ang Lee mit einer Verfilmung auf, die wahrscheinlich nur überwiegend einem der drei bestehenden Lager gerecht wird. Ganz im Gegensatz zu den "Hulk Hassern" und den "wahren Fans", wird seine Version der "grünen Gefahr" nur vor allem jene begeistern können, die bisher noch gar nicht viel mit dem "Hulk" anfangen konnten - und deshalb nahezu vorurteilsfrei an den Film herangehen.
Ang Lees Film besticht besonders durch die präzise Zeichnung seiner Charaktere, was nicht nur bei der Hauptperson, dem strahlenverseuchten Bruce Banner auffällt. Dieser wird von Eric Bana einmal mehr überzeugend dargestellt - hatte er doch schon dem Sandalenorkus "Troja" ein wenig schauspielerischen Glanz verliehen. Doch auch die Wiedergabe der anderen Hauptpersonen fällt sehr differenziert aus. Ob das nun sein durchgeknalltes Psychowrack von einem Vater ist - oder es sich um die liebend loyale aber letztlich leidende Freundin und ihren herrlich verkniffenen, verfolgungsfreudigen Alleinerzeuger bzw. -erzieher handelt. Die Darbietungen gehen merklich in die Tiefe, was für so manche Comicverfilmung recht ungewohnt daherkommt. Und die entsprechend comicartige Aufteilung des Bildes - mehrere Situationen und Reaktionen werden teilweise gleichzeitig abgebildet - ist ein gelungen wieder aufgegriffener Einfall der Filmtechnik.
Die Zeit, die sich der Regisseur für die Entwicklung seiner Geschichte nimmt, stösst zwangsweise dem Liebhaber krachlederner Actionkost vor den Kopf. Logische Konsequenz - die Actionszenen werden erfolgreich bemängelt - die Spezialeffekte inklusive. Manches wirkt hier tatsächlich zu unentschlossen, doch der gewollte Gesamteindruck ist eben nicht der einer visuellen Achterbahnfahrt, sondern viel mehr eine tragische Vater-Sohn Geschichte, die in allen erdenklichen Ebenen ausgelotet wird. Auch die logischen Konsequenzen des Andersseins Bruce Banners werden geboten, so manches gebrochene Herz bleibt da auf der Strecke - wie leider auch so mancher Zuschauer, der sich diesen Film mit den falschen Erwartungen ansieht.
Wer sich auf ein teilweise kammerspielartiges Psychogramm einlassen will und die Action ausschliesslich als Mittel zum Zweck versteht, den wird der "Hulk" überraschen. Alle anderen werden voraussichtlich "grün" im Gesicht werden - vor Enttäuschung.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hier passt einfach alles!, 28. Dezember 2003
Von Ein Kunde
Ich muss zugeben, dass ich mich noch nie mit dem Marvel Comic "Hulk" beschäftigt habe. Weshalb ich mir ohne Vorahnung, Vorkenntnisse und vor allem ohne Vorurteile diesen Film reinzog. Besonders gefiel mir der sehr sympathische Hauptdarsteller "Eric Bana", der absolut glaubwürdig und perfekt die Rolle von Hulk spielt. Weiters seine nette Ex-Freundin, gespielt von "Betty Ross" und der besonders hervorstechende "Nick Nolte". Tricktechnisch erlebte ich ein Wechselbad der Gefühle, da zum einen die Kämpfe, Choreographien perfekt und bombastisch, zum anderen, z.B. die "Springeinlagen" und die Einbindung des animierten Hulks, nicht wirklich realistisch in Szene gesetzt wurden. Der Film glänzt jedoch mit einer sehr linearen Erzählweise, die keine Fragen offen lässt. Ang Lee nimmt sich für die beiden Vater-Kind-Konflikte sehr viel Zeit und schafft es den Charakteren eine Persönlichkeit zu geben. Zwar dauert es fast 40 Minuten bis Hulk, aka Bruce seine "Höschen" sprengen lässt, doch dann wird die Spannung auf einem konstanten Level gehalten und erlebt am Ende ein aufwendiges Showdown. Rein technisch, d.h. Bild und Ton, gibt's nichts auszusetzen. Diese DVD ist die unanfechtbare Bild- und Tonreferenz und hat es geschafft meine bisherige Referenz-DVD "Vidocq" zu übertrumpfen. Das Bild besticht mit viel Harmonie, statt die Schärfe extrem auszureizen. Der sehr räumliche DTS-Track ist mit seiner explosiven Dynamik schlicht eine Wucht. Fazit: ====== Hier passt einfach alles. Eine der besten Comic-Verfilmungen, auf einem Medium, dass bild- und tontechnisch zum Limit ausgereizt wurde, lässt keine Wünsche offen. Die kleinen Abstriche bzgl. Tricktechnik lassen sich dadurch leicht verschmerzen. Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung, denn das Ende schreit regelrecht danach :-).
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Hulk ist nicht Spider-Man, 21. Januar 2004
Eines vorweg: Wer eine "richtige" Comicverfilmung erwartet, wird von "Hulk" enttäuscht sein. Zunächst war ich es auch. Als ich mir dann aber das Bonusmaterial ansah und mich wieder daran erinnerte, dass Ang Lee der Regisseur von "Tiger and Dragon" ist, begann ich, den Film unter einem anderen Gesichtspunkt zu sehen. Je länger ich nachdenke, umso mehr wird der Film für mich zu einem Kunstwerk. Für eine Comicverfilmung ist das vielleicht nicht so ideal, deshalb scheiden sich wohl auch bei diesem Film die Geister. Nach "Spider-Man" und zweimal "X-Men" werden Stan-Lee-Fans sicher zunächst von "Hulk" enttäuscht sein. Wer sich aber auf eine Mischung aus "Tiger and Dragon" und "X-Men" einlassen mag, wird voll auf seine/ihre Kosten kommen. Ang Lee legt viel Wert auf die Entwicklung seiner Charaktere, entsprechend lang sind die Dialoge und "Zwischenspiele". Manchmal wünscht man sich die eine oder andere Szene vielleicht etwas kürzer (deshalb nur vier Sterne). Dennoch lässt Ang Lee es auch richtig krachen, die Effekte sind erste Sahne. Das beste, was das US-Militär z.Z. zu bieten hat, ist nicht mehr als (CGI-)Spielzeug für den Hulk. Das Bonusmaterial (der Doppel-DVD) lässt auch keine Wünsche offen, speziell der "Making Of"-Bereich überzeugt hier. Im Endeffekt muss jede/r selbst entschieden, wie er/sie den Film findet. Vielleicht ist es besser, vor dem Kauf den Film erst einmal auszuleihen, dann ist man sich sicher.
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