Der Künstler über die CD
Adversus ist der Name eines eigenwilligen Projektes verschiedener Musiker unter der Leitung des Künstlers Rosendorn alias Torsten Schneyer. Mit viel Hingabe und Kompromisslosigkeit zelebriert diese Band aus dem Raum Frankfurt/M. eine eigenwillige Stilmischung aus Elementen des Darkwave/Romantic, des Electro sowie mittelalterlicher bzw. klassischer Musik und einem guten Schuss Metal.
Im Jahre 1999 von Rosendorn aus der Taufe gehoben, machten Adversus zuerst mit dem (in Magazinen wie Zillo und Sonic Seducer sehr gelobten) Demo Ein erster Funke auf sich aufmerksam. Der bereits in der Demo-Version zum Clubhit gewordene Song Des Regens Kälte, der Sampler-Beitrag Seelenwinter und die aufwendig gestaltete Web-Präsenz erhöhten den Bekanntheitsgrad des Projektes kurz darauf noch einmal nachhaltig. Mit dem Album Winter, so unsagbar Winter ... geben Adversus nun offiziell ihr Debut auf dem neu gegründeten Label SONORIUM.
Bei diesem Album hat man es nicht mit der üblichen Zusammenstellung einiger Songs zu tun, sondern mit einem ausgereiften Konzeptalbum, in dem eine in sich geschlossene Geschichte, sozusagen ein vertonter Gedichtezyklus, erzählt wird. Elf episch-lange Stücke und neun kleine, atmosphärische Zwischenspiele reihen sich aneinander, ein jedes Stück trägt die Geschichte um ein kleines Kapitel voran. Insgesamt befinden sich somit 20 (!) Tracks auf der Scheibe, welche die übliche Spielzeit eines Albums deutlich überschreitet. Die Musik passt in keine der altbekannten "schwarzen" Stilrichtungen und orientiert sich nicht an den gegenwärtigen Tanzflächentrends.
Verschachtelte, elektronische Klänge mischen sich fließend mit Einflüssen des Mittelalters, des Darkmetals, der Folklore und der Klassik. Vor dieser instrumentalen Kulisse agieren die beiden Stimmen, wobei der klassisch geschulte Mezzosopran von Susanne Stitz wiederum einen Kontrast zu Rosendorns Stimme bildet, die zwischen melodischem Gesang, an Theaterspiel erinnernde Sprechparts und aggressivem Blackmetal- und Electroshouting wechselt.
Hörer anspruchsvoller Todeskunst mit historisch-romantischen und aggressiv-metallischen Einflüssen werden dieses Werk sicherlich als eine neue Art, mit diesen Ausdrucksmöglichkeiten umzugehen, begrüßen.