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5.0 von 5 Sternen
DAS JAHR DER VERWANDLUNG, 10. Juli 2003
STAR TREK-Serien tun sich anfangs immer schwer. Und so quälte sich auch DEEP SPACE NINE über drei Jahre hinweg, bis es mit dem Beginn der Season 4 mächtig bergauf ging. Im Prinzip haben die Produzenten einfach das „Friede-Freude-Eierkuchen"-Konzept des ursprünglichen STAR TREK über Bord geworfen und zur damals starken Konkurrenz (BABYLON 5) geschielt. Action, Weltraumschlachten und gigantische Handlungsbogen sollten von nun an die Serie auf Touren bringen. Zusammen mit der Einführung eines neuen, alten Hauptcharakters - Worf von der Enterprise-D - und einem wiedererstakten, ehemaligen Feind der Föderation - die Klingonen - ging der Plan auch auf. DEEP SPACE NINE mutierte darauf zur bis dato besten und abwechslungsreichsten STAR TREK-Serie!Passend zur „neuen" Serie kam auch ein neuer Vorspann und andersartige, mutigere Geschichten, die den STAR TREK-Erfinder Gene Roddenberry im Grabe rotieren lassen würden. Dennoch vergaßen die Produzenten den Ursprung nicht und sorgten so dafür, dass das STAR TREK-Francise zeitgemäßer wurde. Die 4.Staffel zeichnet sich vor allen durch ihre große Anzahl an hervorragenden Geschichten aus. Schon der kinoreife Pilotfilm „Der Weg des Kriegers" präsentiert sich als Doppelfolge mit brachialen Special-Effekts, packender Action und einem hervorragenden Handlungsgerüst. Die Einführung von Worf (Michael Dorn) gelang perfekt - der Charakter fügt sich nahezu problemlos in das bestehende Ensemble ein. Dies bildete auch den Auftakt für zahlreiche Klingonenepisoden : „Das Schwert des Kahless", „Die Söhne des Mogh" und „Das Gefecht". Auch die geniale Episode „Der Besucher" , in welcher der in der Zukunft lebende Jake Sisko die Geschichte von Deep Space Nine aus einer anderen Perspektive erzählt, gehört zu den Highlights im Jahr 4 der Serie. Natürlich wurden auch die Handlungsstränge vorangegangener Seasons nicht vergessen. In den Folgen „Der hippokratische Eid", „Das Wagnis", „Die Abtrünnigen" und im finalen „Das Urteil" kehrt das Dominion mit seinen gefürchteten Jem'Hadar-Soldaten zurück und legt weitere Grundsteine für den drohenden Krieg, der in der 5.Staffel zwischen dem Alpha- und dem Gamma-Quadranten ausbrechen wird. In der Episode „Die Abtrünnigen" arbeitet die Sternenflotte erstmals mit dem Feind zusammen, um zu verhindern, das abtrünnige Jem'Hadar in Besitz des Tornetzwerkes der Iconianer kommen (siehe auch die TNG-Folge „Die Iconia-Sonden" aus Staffel 2). Eine für STAR TREK-Verhältnisse extrem brutal inszenierte Geschichte. Sowohl die deutsche als auch die englische Fassung wurde vor der Erstaustrahlung geschnitten. Eine andere Episode, die unter Gene Roddenberry nie zustande gekommen wäre ist „Hoffnung". In diesem Drama kämpfen Dr.Bashir (Alexander Siddig) und Dax (Terry Farrell) OHNE ERFOLG gegen eine Seuche an, welche die gesamte Bevölkerung einen Planeten auszulöschen droht. Provokant zeigt sich auch „Wiedervereinigt" - eine Folge die sich dem Thema Homosexualität erstmals auf Trek-typische Art annährt. Auch das Geheimnis um den Ufo-Absturz in irdischen Roswell im Jahre 1947 wird gelüftet - wer hätte gedacht, das die Ferengi vom „Mars" kommen ?! In weiteren Episoden gerät Sisko (Avery Brooks) einmal mehr ins Spiegeluniversum („Der zerbrochene Spiegel"). In einer anderen muss sich Bashir als Geheimagent der 60er-Jahre auf dem Holodeck behaupten - Doppel-Null-7 lässt grüßen, ein grandioser Spaß ! Auch die Maquis, die Wandlung Dukats (Marc Alaimo) und interne, bajoranische Angelegenheiten werden weiter thematisiert. Zahlreiche Gastauftritte bekannter Nebendarsteller sorgen für die gewohnte Abwechslung : Majel Barret (Lwaxana Troi, Ehefrau von Gene Roddenberry), Rosalind Chao (Keiko O'Brien, schon bei TNG dabei), Robert O'Reilly (Gowron aus THE NEXT GENERATION), J.G.Hertzler (General Martok), Penny Johnson (als Siskos Freundin Kasidy Yates), Duncan Regehr (Shakaar, spielte eine tragenden Rolle in der „V"-Serie), Max Groenchik (als Quarks Bruder Rom), Aron Eisenberg (Nog, Sohn von Rom), Kenneth Marshall (der Maquis-Anführer Eddingtion), Chase Masterson (Leeta), Salome Jens (weiblicher Formwandler), Jeffrey Chombs (Brunt / Weyoun) und natürlich HELLRAISER-Star Andrew Robinson in seiner Paraderolle als „Garak". Zum Ende hin wird diese Staffel noch einmal besonders spannend und endet typischerweise mit einem Cliffhanger. Alles in allem ein rundum gelungenes Jahr und der Beginn einer neuen Ära im DEEP SPACE NINE-Universum. Uneingeschränkt empfehlenswert - denn nicht ohne Grund liegt DEEP SPACE NINE direkt hinter THE NEXT GENERATION auf Platz 2 der besten Science-Fiction-Serien aller Zeiten ! Diese DVD-Box ist ein Muss !!! (5 Sterne)
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