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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nemesis hätte so gut werden können...die DVD ist immerhin ok, 22. Juli 2003
Schade, dass die TNG-Crew auf diese Weise auseinander gehen muss. Star Trek Nemesis hatte viel mehr Potential, das mit einem ST-kundigen Regisseur sicher besser ausgeschöpft worden wäre.Doch zunächst zur Handlung: Meiner Meinung nach geht sie mit der Szene im romulanischen Senat und Jerry Goldsmith's neuem, genialen Score sehr gut los. Kurz darauf folgt der absolute Tiefpunkt - die Verfolgungsjagd mit Geländewagen (Audiokommentar des Regisseurs hierzu: "Ich dachte, ein wenig Action sei hier notwendig"). Es geht dann wieder bergauf, das Treffen von Picard und Shinzon (auch wenn dieser Picard überhaupt nicht ähnlich sieht - bis auf die Frisur) und die Gespräche zwischen den beiden sind doch recht spannend. Allerdings ist der Film einmal wirklich schlecht geschnitten: Picard verlässt die Krankenstation, Troi begleitet ihn jedoch. Die nächste Szene mit Picard: Teetrinken mit Shinzon. Hier war ursprünglich eine zusätzliche Szene mit Troi und Picard enthalten, die jedoch gelöscht wurde. Das ist schon fast amateurhaft. Die gesamte Actionsequenz auf der Scimitar dauert mir persönlich zu lang, auch wenn sie nicht schlecht gemacht ist. Die Schießereien mit den - wie der Regisseur es ausdrückt: "Laser(!)waffen" haben irgendwie wenig ST-Flair. Dann wird die Handlung jedoch sehr gut, die Schlacht zwischen der Enterprise und der Scimitar ist effektvoll und schön in Szene gesetzt, auch mit humorvollen Elementen ("Die Selbstzerstörung ist defekt"). Der Kampf zwischen Riker und Shinzons Stellvertreter ist jedoch wieder vollkommen unnötig. Vor allem glaube ich nicht, dass die Enterprise plötzlich unbeleuchtete, haushohe Abgründe im Innern hat. Nach dem Höhepunkt mit der Zerstörung der Scimitar hätte der Film noch gerettet werden können: durch die geplanten, aber herausgeschnittenen Szenen. So wie er jetzt ist, hinterlässt Nemesis immer einen bitteren Beigeschmack, denn es gibt keinen richtigen Abschied. Die Szenen sind lieblos zusammengekürzt und lassen viele Fragen offen. Vielleicht war man sich nicht sicher, ob man ein endgültiges Ende schaffen oder doch die Möglichkeit für einen weiteren Film offen lassen sollte. Diese Möglichkeit wurde durch eben diese Unsicherheit wohl zerstört. Doch nun zur DVD: Sie bietet natürlich die übliche sehr gute Bild- und Tonqualität, viele Untertitel und den Originalton (dieser ist sehr wichtig, da die deutschen Synchronsprecher aus TNG mindestens zur Hälfte durch neue, schlechtere ersetzt wurden, wie auch schon in den vorherigen Kinofilmen). Außerdem sind einige Standard-Making-Ofs und eine Fotogalerie, sowie der untertitelte Audiokommentar des Regisseurs (bei dem man wie gesagt merkt, dass Stuart Baird nichts von ST versteht) und das wichtigste Extra, die entfallenen Szenen enthalten. Und an diesen deleted scenes merkt man, wie gut Nemesis hätte werden können, allein wenn nur die auf der DVD vorhandenen eingefügt worden wären (und dies sind leider nur ca. 15-20 Minuten, inklusive einiger Minuten Kommentare von Berman, Baird und Stewart). Wäre die DVD als Extended Edition mit eingefügten zusätzlichen Szenen erschienen, hätten sie und der Film selbst von mit volle 5 Sterne erhalten. So gebe ich der Scheibe aber nur 4 Sterne (da ja die geschnittenen Szenen immerhin vorhanden sind), der Film an sich bekommt auf Grund des bitteren Beigeschmacks, den lieblosen Schnitten und der verpassten Chance auf einen sehr guten ST-Film nur knapp 3 Sterne. Die zentrale Botschaft über menschliche Möglichkeiten sowie der Abschied von einer Generation werden von der Überbetonung der Action leider fast völlig erschlagen. Aber da auch dieser Film seine Momente hat, sollte er wohl trotzdem in keiner Fan-Sammlung fehlen. Insgesamt gute 3 Sterne (aber lange keine 4) für diese DVD-Version.
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49 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
SF-Action statt Star Trek, 8. August 2003
Für echte ST-Fans ist dieser Film sicher eine Enttäuschung. Der Geist von Star Trek scheint irgendwo gestorben zu sein aber keiner gibt es zu. Stattdessen wird versucht noch schnell etwas Geld zu verdienen indem man eine abstruse Story zusammenschustert und diese mit, durchaus sehenswerten, Actionsequenzen garniert.. Dabei waren die Ansätze durchaus vielversprechend.. Leider wurden die Chancen nicht genutzt und wir dürfen uns stattdessen einen klischeebeladenen, vorhersagbaren Einheitsbrei ansehen, in dem es nur so wimmelt von logischen und teils auch physikalischen Fehlern.Vorangegangene TNG-Stories wurden teilweise vollkommen ignoriert. So hatte Picard als junger Mann eigentlich keine Glatze, Worf weilt eigentlich auf Kronos und Wesley in einer anderen Raum/Zeit-Dimension. Aber wen interessieren schon solche Kleinigkeiten? Oberflächlichkeit ist angesagt. Daher lässt man auch mal kurz „Admiral" Janeway auftreten, obwohl es der Story nichts bringt. Oberflächlich geht es auch weiter. Die Remaner radieren, mit Unterstützung von Teilen des Militärs, die gesamte romulanische Führung aus. Hat das irgendwelche Konsequenzen? Nein! Niemand kommt auch nur auf die Idee sich gegen die neue Führung aufzulehnen. Keine Volksaufstände, Militärputsche oder gar Bürgerkrieg! Und wo ist denn der gefürchtete Tal Shiar? Aber hallo, plötzlich überlegen es sich die Militärs wieder und kämpfen vereint mit der Enterprise gegen Shinzon. Obwohl sie eigentlich die Kampfkraft von Shinzon's Schiff kennen müssten , kommen die dann auch nur mit zwei lächerlichen Warbirds an. Wo zum Teufel steckt nur die romulanischen Flotte? Vielleicht wussten sie aber auch gar nichts von diesem Superschiff. In dem Fall wäre es eine beachtliche Leistung, für eine Sklavenvolk, mal so nebenbei eine Superwaffe zu bauen. Ach ja und Shinzon hat natürlich auch nichts wichtigeres zu tun als die Erde anzugreifen. Warum? Na, weil es im Drehbuch steht!. Da stand auch drin dass er B4 zufällig fand. Obwohl der gar nicht konstruiert wurde. Wo wir gerade bei B4 sind. Da reist man nun Lichtjahre durch unsere Galaxie und plötzlich bricht eine Energiekrise aus. Treibstoffsparen ist angesagt. Man fliegt also nicht mit einem Shuttle zu den Fundstellen, sondern benutzt einen Strandbuggy. Das Shuttle parkt man inzwischen unbeaufsichtigt, damit man auch schön in die Lebensweise einer Präwarp-Zivilisation eingreifen kann. Oberste Direktive? Nie gehört! Außerdem scheint sich der Energiesparzwang auch schon auf die Beleuchtung in den Raumschiffen auszuwirken. Vielleicht wollte man aber auch nur die remanischen Enterkommandos willkommen heißen. Ein bisschen Aufmunterung haben die ja verdient, für Supersoldaten, haben sie ziemlich schlecht geschossen. Vielleicht sind die aber auch gar nicht super, sondern haben nur tolles Equipment. Dieser remanische Starfighter ist z.B. ein Wunderwerk der Technik. So wird er bei maximaler Geschwindigkeit vom Transporter der Enterprise erfasst und ins Schiff gebeamt. Jeder andere Jäger wäre bei der Materialisierung im Schiff, bestimmt durch die nächsten vier bis fünf Schotts gerauscht, bevor er zu stehen gekommen wäre. Dieser Superjäger überlistet jedoch sogar die Trägheit, wow.... Diesen Text könnte ich bestimmt noch Kapitelweise weiterschreiben. Die ST-Filme sind sicher nicht gerade wegen ihrer durchwegs logischen Story berühmt, aber soviel oberflächiges Bla Bla und Boom Boom hat dieses Universum nun wirklich nicht verdient. Nemesis mag, dank seiner guten FX, sicher ein sehenswerter SF-Actionkracher sein aber mit Star Trek hat er nichts mehr zu tun.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Total zerschnitten!, 17. August 2003
Ich war einer derjenigen, die das Vergnügen hatten, das von John Logan verfasste Script zu "Star Trek X: Nemesis" über ein halbes Jahr vor dem Kinodebüt in den USA lesen zu dürfen. Ich war damals total begeistert und freute mich riesig auf den Film. Das Ergebnis auf der Leinwand war dann auch nicht schlecht, und schon gar nicht so schlecht, wie die Flut negativer Kritiken im Vorfeld aus allen Rohren propagiert hat. Dennoch war ich enttäuscht, da es dem Regisseur kaum gelungen ist, das Script Star Trek gerecht umzusetzen. Stuart Baird ist und war ein Action-Regisseur, der einfach nur seinen Job machen wolllte, ohne einen Bezug zu Trek zu haben. Dadurch verfällt die Story in etwas offensichtliches - man kann das Ende schon nach 20 Minuten erahnen! Desweiteren fehlen alle äußerst wichtigen Charakterszenen - diese kann man auf der DVD-Version zum Glück wenigstens teilweise unter den "special features" unter den "7 geschnittenen Szenen" wiederfinden (diese sind leider nicht im Film integriert!). Allein durch diese dialoglastigen Szenen wäre der Film in sich geschlossener geworden und man hätte die Emotionalität einer letzten Reise viel eher nachvollziehen können, den Zusammenhalt der TNG-Familie, die nun eigene Wege geht, ebenso die Storyzusammenhänge wären besser rübergekommen. Da bleibt leider eine Menge auf der Strecke! Nun gut, der Film hatte ursprünglich eine Länge von 3 Stunden. Diese mussten auf unter 2 Stunden gekürzt werden (ca. 1h 45min). Es ist somit kein Wunder, das da einiges für den normalen Zuschauer äußerst oberflächlich und z.T. auch zusammenhanglos bleiben MUSS. Dennoch hatte der Film einen neuen Spirit, was die ungewohnten Effekte und Kamerafahrten deutlich zeigen. Der Ansatz der Weiternentwicklung der Charaktere ist ebenso sehr wichtig und positiv zu bewerten und wurde in den vergangenen Movies fast vollkommen vernachlässigt. Da das alles nicht ganz für tosenden Beifall ausreicht (also von der Umsetzung her), mir die DVD aber dank der fehlenden Szenen und Kommentare recht gut gefällt, gibts noch ganz knapp 4 Sterne.
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