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Barry Lyndon
 
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Barry Lyndon

DVD ~ Ryan O'Neal
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Produktinformation

  • Darsteller: Ryan O'Neal, Marisa Berenson, Patrick Magee, Hardy Krüger
  • Regisseur(e): Stanley Kubrick
  • Komponist: Leonard Rosenman
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Niederländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Isländisch, Italienisch
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 23. August 2001
  • Produktionsjahr: 1975
  • Spieldauer: 178 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (30 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00005ML1L
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 31.757 in DVD & Blu-ray (Die Bestseller DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

In dem Nachruf, den die New York Times Stanley Kubrick gewidmet hatte, hieß es, dass der große Regisseur, der mit Dr. Seltsam, 2001 und Uhrwerk Orange gleich drei Meisterwerke in Folge gedreht hatte, mit Barry Lyndon zum ersten Mal ins Stolpern gekommen sei.

Diese Einschätzung wirkt wie ein Echo der Reaktionen, die Kubricks Verfilmung von William Makepeace Thackerays Roman Die Memoiren des Junkers Barry Lyndon 1975 bei seiner Erstaufführung hervorrief. Sie ist den Ruf, zu lang und viel zu kalt zu sein, nie wirklich losgeworden, und selbst diejenigen, die dieses ausufernde Werk schätzen, sehen in ihm meist nur ein faszinierendes Experiment. Doch Barry Lyndon ist viel mehr als nur das, es ist ein durch und durch einzigartiger Film, ein geradezu titanisches Opus, das keinerlei Konzessionen an den Zuschauer macht.

Auf den ersten Blick ist die Geschichte von Redmond Barry (Ryan O'Neal), der nach Jahren voller Abenteuer und Betrügereien die Witwe Lady Lyndon (Marisa Berenson) heiratet und als Barry Lyndon zu Geld und Ansehen kommt, um schließlich tief zu fallen, ein klassischer Stoff für großes historisches Kino. Und in gewisser Weise bedient Stanley Kubrick dieses Genre auch mit den aufwändigen Schlachtszenen aus dem Siebenjährigen Krieg, den beiden Duellen, die Barrys Lebensgeschichte beinahe einzurahmen scheinen, den Liebesabenteuern seines (Anti-)Helden und der so schwelgerischen wie verschwenderischen Ausstattung. Aber Kubrick wäre eben nicht Kubrick, würde er nicht auch hier den Rahmen des Genres sprengen und den Konventionen seine Vision entgegenhalten.

Der Vorwurf der Kälte resultiert aus der Distanz, die Kubrick zwischen Thackerays Geschichte und seiner Adaption aufbaut. Kein anderer historischer Film zuvor hat die von ihm behandelte Epoche mit solch einer akribischen Versessenheit rekonstruiert wie Barry Lyndon -- und auch kein Film nach ihm. Selbst Martin Scorsese, der andere große Perfektionist des modernen Kinos, ist bei Zeit der Unschuld nicht annähernd so weit gegangen wie Kubrick hier.

Nur dienen der ungeheure Aufwand und die Technik, die es Kubricks Kameramann John Alcott ermöglichte, seine Bilder in das Licht zu tauchen, das auch die Gemälde von Watteau und Thomas Gainsborough erstrahlen ließ, nicht der Identifikation. Kubrick rekonstruiert die Vergangenheit als Vergangenheit. Er breitet eine chaotische und korrupte Epoche vor uns aus, damit wir sie durchschauen und sezieren können. Die Sentimentalität des historischen Dramas weicht einer Schönheit des Analytischen, deren Reichtum auch nach wiederholtem Sehen des Films nicht erschöpft ist. --Sascha Westphal



Produktbeschreibungen

Warner Home Barry Lyndon, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 23.08.01

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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das Leben als Episodengeschichte, 1. August 2003
Von Ein Kunde
In drei Stunden Film fasste Stanley Kubrick etwa 20 Jahre aus dem Leben der Romanfigur Redmond Barry zusammen. Drei Stunden, die dem Zuschauer einiges an Geduld abverlangen, ihn dafür aber mit einer künstlerischen Gesamtkomposition aus Musik, Bild und Geschichte mehr als entschädigen.

Redmond Barry war ein irischer Bauernjunge, der als junger Mann von zu Hause wegzog und sein Glück in der weiten Welt versuchte. Über Umwege in der britischen und in der preußischen Armee landete er schließlich im englischen Hochadel. Nach der Hochzeit mit der vornehmen Lady Lyndon und der Geburt seines Sohnes schien er alles erreicht zu haben, was ein Mensch auf dieser Welt erreichen kann. Doch auf den Aufstieg folgte der tiefe Fall...

Erneut liefert uns Stanley Kubrick eine außergewöhnliche, weil einzigartige Erzählform: Der Zuschauer betrachtet die Ereignisse aus einer quasi-göttlichen Perspektive. Alles ist Vergangenheit, alles ist bereits geschehen. Viele Kameraeinstellungen wirken fast bewegungslos wie historische Gemälde.

Eine Identifikation mit den Darstellern ist kaum möglich. Barry bleibt den Zuschauern fremd. Seine Situation wird von einer unsichtbaren Erzählerstimme kommentiert. Er ist kein Held der in die Geschichtsbücher eingehen wird. Er ist weder gut noch böse. Er strebt nach Luxus und gesellschaftlicher Anerkennung und verschwindet doch in der Bedeutungslosigkeit. Verstärkt wird dies durch die eindringlichen Zeilen des Epilogs, in denen auf die Vergänglichkeit jedes Seins hingewiesen wird: Alle Figuren dieses Films lebten und stritten im 18. Jahrhundert. Ob gut oder böse, arm oder reich - heute sind sie alle gleich.

Auch Stanley Kubricks Leben ist mittlerweile eine Geschichte.

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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Film wie ein Gemälde, 23. Juni 2006
Von Romana "romykl" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
"Barry Lyndon" ist der einzige Film von Stanley Kubrick, der unverständlicher Weise an den Kinokassen floppte. Dabei verkörpert er auf nahezu klassische Weise Kubricks bevorzugte Themen.
Wie fast alle Filme von ihm, ist auch diese Produktion stark zweigeteilt.

Die erste Hälfte stellt eine der schönsten Bilderfolgen der gesamten Kinogeschichte dar, für die sich Kubrick extra eigene Kameralinsen bei der NASA besorgte, um als erster Aufnahmen ohne Kunstlicht nur bei Kerzenschein filmen zu können.
Behandelt wird der umwegreiche Aufstieg eines naiven, aber zunächst ehrlichen Landjunkers zum verheißungsvollen Leben als englischer Edelmann. Immer skrupelloser beginnt er diesen Traum zu verfolgen.
Während diese Karriere filmisch gezeigt wird, berichtet die ironisch gesetzte Erzählstimme im Gegenzug vom vorprogrammierten Verfall Lyndon`s.

Die zweite Hälfte schildert das Scheitern des Traums von Ruhm, Ehre und Reichtum. Die Rücksichtslosigkeit und Machtgier, die anfangs seinen Aufstieg ermöglichten, sind letztlich die Eigenschaften, die ihn in den Untergang treiben.
Aus dem glamourösen Held wird eine tragische Figur.
Neben den faszinierenden Bildern sollte auch die Musik nicht unerwähnt bleiben. Der gut gewählte Soundtrack unterstützt gelungen die malerische Schönheit dieses Meisterwerks.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der beste Film dieses Genre's, 22. November 2002
Von Ein Kunde
Obwohl ich mich zu denen zähle, die sich von Kubrick-Filmen grundsätzlich angesprochen fühlten, konnte ich mich über eine längere Zeit hin nicht dazu entschließen diese DVD zu kaufen. Denn, zum einen interessiert mich die Epoche nicht sonderlich, in welcher die Handlung sich abspielt, und zum anderen bin ich kein Fan von Kostümfilmen. Die haben mich meist ziemlich enttäuscht.
Der Vollständigkeit halber kaufte ich mir die DVD dann aber doch irgendwann und ich war - nicht anders zu nennen - äußerst positiv überrascht, um nicht zu sagen: begeistert. Daß mich ein Film dieses Genres mal beeindrucken könnte, hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich hab den Film (unbedingt mit Originalton)
seither mehrmals gesehen und könnte ihn mir noch öfter ansehen.

Handlung im Groben:
Ryan O'Neal (besser bekannt durch den Film "Love Story") als Redmond Barry, spielt einen aus armen Verhältnissen stammenden, einfachen irischen Burschen, der es über merkwürdige Umwege schafft, sich in den englischen Adel des 18. Jh. einzuheiraten. Der Verlauf der Handlung ist, wie immer bei Kubrick, unvorhersehbar. Die Spannung wird schließlich auch durch das Aufeinanderprallen von Adel und Bauernstand erzeugt. Aber wiedereinmal ist es Kubrick gelungen zu verhindern, daß man sich als Betrachter einfach mit einer offensichtlich guten Figur, die gegen eine böse kämft, identifiziert, um damit das alberne Hollywood-Klischee "Gut kämpft gegen Böse" weiter zu bedienen.

Die Klasse des Films wurde v.a. erzeugt durch die hervorragende Umsetzung des Stoffs in einen Film; durch das hervorragende Zusammenspiel von Bild, Handlung, Text, Musik und deren Untergruppen (Darstellung, Choreographie, Schnitt, etc.).
Z.B. großartige Kameraeinstellungen. Schöne Barock/Rokoko/Frühromantik-Musik. Subtil-spannende Handlung durch Verzicht auf unnötige, eher störende "action". Tolles Drehbuch, etc.

Ein Film für Anspruchsvollere, Beschauliche und Unabgestumpfte.

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Ein Meilenstein in der Geschichte der Literaturverfilmung mit Bildern wie Gemälde, durch die ein realitätsnahes Abbild des 18. Lesen Sie weiter...
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Kubrick erzählt hier eine Geschichte aus dem 18. Jhd. und ich wünsche mir, daß ab sofort alle Filme, die in der Vergangenheit spielen, mit dieser Genauigkeit inszeniert werden... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Juni 2007 von Walter Monk

4.0 von 5 Sternen Aufstieg und Fall eines Lebemannes.
Der junge Redmond Barry ist Ire. Eine erste Liebe zu einer ebenfalls armen Kusine führt ihn geradewegs zu seinem ersten Pistolenduell mit einem reichen Verehrer. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Dezember 2006 von Lothar Hitzges

4.0 von 5 Sternen Wo ist das Bonusmaterial
Grandioses Epos von Stanley Kubrick. Bilder, Kostüme, Make-Up, Musik alles passt. Dazu noch eine episch breite, packende Story.
Ein echtes Meisterwerk. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. November 2006 von Kai

5.0 von 5 Sternen Meisterwerk
Wie den anderen Rezensenten fällt mir kein besseres Wort als Meisterwerk ein um diesen Film des großen Stanley Kubrick zu beschreiben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Januar 2006 von HA

5.0 von 5 Sternen Visuelles Meisterwerk
Dieser Film wird vom visuellen Eindruck dominiert. Man muß natürlich in der richtigen Stimmung für so etwas sein, um den Film genießen zu können, man darf nicht viel Dialog,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Dezember 2005 von Zeno of Citium

5.0 von 5 Sternen Gemälde werden lebendig
Dieser Film, den Kubrick erstaunlicherweise nach "2001-Odyssee im Weltraum" gedreht hat, hat meine Bewunderung im Sturm erobert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Juni 2005 von V. Spillner

5.0 von 5 Sternen hervorragend
Ich habe mir die Kubrick-Collection gekauft und natürlich als erstes Space Odyssey und Clockwork Orange gesehen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Mai 2005 von Benedict Schnyder

5.0 von 5 Sternen 4 OSCARS!!!
"Mitte des 18. Jahrhunderts: Der junge Barry (Ryan O'Neal) hat in der englischen & preußischen Armee seinen Kriegsdienst geleistet. Lesen Sie weiter...
Am 2. Mai 2005 veröffentlicht

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