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Lolita
 
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Lolita

DVD ~ James Mason
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Produktinformation

  • Darsteller: James Mason, Shelley Winters, Sue Lyon, Peter Sellers
  • Regisseur(e): Stanley Kubrick
  • Komponist: Nelson Riddle
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Mono), Englisch (Mono)
  • Untertitel: Englisch, Deutsch, Spanisch, Niederländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Griechisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch, Isländisch, Kroatisch, Französisch, Italienisch, Finnisch, Hebräisch, Polnisch, Portugiesisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.66:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 23. August 2001
  • Produktionsjahr: 1962
  • Spieldauer: 147 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00005ML1I
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 14.259 in DVD & Blu-ray (Die Bestseller DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als Regisseur Stanley Kubrick seine Adaption des kontroversen Romans von Vladimir Nabokov über die sexuelle Besessenheit eines hoffnungslos erbärmlichen Professors mittleren Alters von seiner zwölfjährigen Stieftochter veröffentlichte, hieß es in den Voranzeigen: "Wie ist es ihnen nur gelungen, aus Lolita einen Film zu drehen?" Die Antwort lautet: Es ist "ihnen" gar nicht gelungen. Wie bereits bei seinen Adaptionen von Barry Lyndon, Uhrwerk Orange und ganz besonders bei Shining, nahm Kubrick das Quellenmaterial und machte -- schlicht ausgedrückt -- einfach einen weiteren Stanley-Kubrick-Film daraus. Und das, obwohl Nabokov selbst das Drehbuch schrieb.

Der kühle Regisseur strich Humbert Humberts (James Mason) überwältigende Leidenschaft und Verlangen und verwandelte die Geschichte (wie bei vielen seiner Filme) stattdessen in die eines Mannes, der vom gesellschaftlichen Sittenkodex sowie von seinen eigenen Zwangsvorstellungen gefangen gehalten und schließlich zerstört wird. Kubrick stellt das allerdings nicht als Tragödie dar, sondern als schwärzeste Komödie und als schlängelnden, episodischen Road-Movie. Die anfänglichen Szenen mit Humbert, Lolita und deren lauten, grellen Mutter kommen wie eine wunderbare Farce daher. Nachdem Humbert Lolita schließlich hat, macht sich das Pärchen auf den Weg, und Kubrick bringt Peter Sellers mit ins Spiel.

In der Rolle des pädophilen Schriftstellers Clare Quilty -- Humberts spielerisches Pendant und seine größte Gefahr -- tritt Sellers in verschiedenen Masken auf, mit der Absicht, Lolita ihrem Entführer zu entreißen. An dieser Stelle kommt Kubrick der Romanvorlage wohl am nächsten. Er überträgt Nabokovs Idee der Spiele und Rätsel zwischen Schriftsteller und Leser, Quilty und Humbert, Lolita und Humbert usw. auf solche zwischen Regisseur und Zuschauer. Die Straße führt schließlich ins Nirgendwo, und Humberts Realität wird als Wahnvorstellung entlarvt.

Lolita ist vielleicht kein Kubrick-Meisterstück; auch nicht der provokative Film, den viele erwartet hatten -- aber er ist nach wie vor auf spielerische Weise faszinierend und eine der stärksten, komischsten Charakterstudien des Regisseurs. --Dave McCoy



Produktbeschreibungen

Als der Engländer Humbert Humbert nach Ramsdale im US-Staat New Hampshire zieht, verliebt er sich unsterblich. Um der Frau seines Herzens nahe zu sein, schmiedet er einen Plan Er heiratet Charlotte Haze - denn in Wahrheit begehrt er deren...

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wie man als Mann in den besten Jahren einen Machtkampf gegen einen Teenager führt - und verliert, 21. November 2007
Von Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Was für ein Skandal. Da schreibt ein Herr namens Nabokov doch ein Buch über die Liebe und Leidenschaft eines erwachsenen Mannes zu einem viel zu jungen Mädchen. Und dann kommt Stanley Kubrick, der berühmte Regisseur, und verfilmt das auch noch. Und ja, es geht natürlich auch um die Frage, wer mit wem wann schläft, denn die Leidenschaft, um die es hier geht, ist natürlich alles andere als platonisch.

Was die Öffentlichkeit bei Film und Buch allerdings ignoriert hat, ist die geniale Zeichnung der beteiligten Charaktere. Denn damit kommen wir gleich zur Stärke des Films: Kubrick, der Kontrollfreak, hat für Zufälle oder Missverständnisse mal wieder wenig Raum gelassen. Vor allem nicht bei seiner Lolita. Sie ist ein verzogenes, einfach gestricktes Kind, dessen schreckliche Launen sich im Verlauf des Films verstärken. Sicher, man weiß nie so recht, ob sie das mit dem Sex genießen kann. Was sie aber sicher genießt, ist das Gefühl der Macht, das sie durch ihre erotische Ausstrahlung auf Menschen hat. Das kostet sie aus, und sie könnte nicht mehr Kind sein, als in diesen Szenen. Das ist aus meiner Sicht einfach hervorragend dargestellt. Egal, welche Kritik die junge Sue Lyon für die Rolle erdulden musste, ich finde sie hier großartig.

Das schöne ist, dass der Mann, der ihr zunehmend verfällt und dabei seine Würde verliert, intelligent genug ist, diesen Prozess auch noch zu verstehen. Im Gegensatz zu ihr überblickt er die Beziehung der beiden und deren Entwicklung. Aber er kann nicht anders. Leidenschaften sind eben absolut. Und wer so gar nicht lebt, ist auch irgendwie tot. Als es am Ende zur Katastrophe kommt, stellt sich natürlich die Frage, was Humbert hätte denn anderes machen können. Denn er und Lolita bewegen sich im Film durch eine Welt voller Erotik und Sex, die den Beteiligten eigentlich permanent Reize liefert, die man kaum ignorieren kann. Da ist die lüsterne Hausfrau, die Mutter von Lolita, die wunderbar aufdringlich dargestellt ist und dem kleinen Balg praktisch alle Freiheiten lässt. Da ist Quilby, der in seinem eigenen Leben eigentlich nur das Thema des sexuellen Experiments gelten lässt. Und da ist generell eine Gesellschaft, in der die verschiedenen Paarungsrituale kaum verklärt zu den wichtigsten Dingen des Lebens gehören. Welche Wahl hatte Humbert also? Das Kloster oder der Untergang. Er trifft seine Wahl jedenfalls sehenden Auges. Wie dieser Mann mit der Situation umgeht, ist spannender als der Ausgang vieler Krimis.

Trotz dieser tragischen Geschichte hat der Film durchaus auch komische Elemente. Da sind natürlich die brillanten Szenen mit Peter Sellers als Quilby. Da ist der absurde Kampf von Humbert mit den Umständen in einem Hotelzimmer. Und nicht zuletzt gibt es die scheiternden Versuche der Mutter Lolitas, einen Vamp zu geben, der sie einfach nicht ist. Eine großartige Leistung der Darstellerin Shelley Winters. Tragödie und Komödie schließen sich nicht aus im Medium Film.

Der Film erscheint mir der heutigen Zeit fast näher als dem Jahre 1962, in dem er in die Kinos kam. So sollte man sich durch die schwarz-weißen Bilder besser nicht täuschen lassen. Wer bereit ist, neben dem Skandal auch die gut erzählte Geschichte der Protagonisten zu sehen, kann hier viel über Menschen, deren Träume und Abgründe erfahren.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen S/W-Klassiker mit Flair, 21. März 2007
Von Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REVIEWER)    (REAL NAME)   
"Wie konnten sie nur 'Lolita' verfilmen?" - fragte 1962 die Ankündigung für den Film. Die Verfilmung von Nabokovs Skandal-Buch durch Stanley Kubrick war ein ebenso großer Skandal. Es waren die Zeiten, zu denen die Lolita-Darstellerin Sue Lyon aus jugendschutzrechtlichen Gründen noch nicht zur Premiere ihres eigenen Filmes durfte. Aus heutiger Sicht ist der Film - die Affaire eines älteren College-Professors (James Mason) mit der jugendlichen Tochter Dolores seiner Vermieterin (Shelley Winters) - vergleichsweise zahm, jedenfalls was die erotischen Szenen betrifft. Das Spiel mit den jugendlichen Reizen und das langsame Verfallen des Professors stellt Kubrick bis zu seinem fatalen Ende gut - zuweilen etwas übertrieben - dar. Wie bei "Dr.Strangelove" spielt auch hier Peter Sellers mehrere Rollen. Nostalgisch und durchaus noch sehenswert.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen hochkarätige Verfilmung des literarischen Meisterwerks, 8. September 2001
Wenn man Nabokovs Lolita liest, kann man dieses Buch entweder lieben oder hassen. Dass es einen nicht nachhaltig beeindruckt ist unmöglich. Gleiches gilt für Stanley Kubricks Verfilmung dieser literarischen Sensation. Mason und Stone spielen ihre Rollen mit einer so beeindruckenden Intensität, dass die literarische Dichte des Buches im Film spürbar wird. Das Thema hat würdige Interpreten gefunden!
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1.0 von 5 Sternen Grausam!
Nun, das war mein erster und wohl auch letzter Kubrick. Obwohl ich der Thematik anfangs sehr skeptisch gegenüber stand, kann ich nicht leugnen, dass mich der Roman trotzdem in... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von N. Mueller veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Tragikomödie - ohne Schlüpfrigkeit
Die kontroversen Rezensionen auf dieser Seite zeigen, dass Kubricks "Lolita" auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch immer polarisiert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. August 2006 von Wolfgang Stroebl

2.0 von 5 Sternen Kubrick hat versagt
Von wegen der "bessere Lolita-Film", Kubrick hat die Vorlage entweder missverstanden oder - wohl eher - auf eine Art und Weise interpretiert, die zur Banalisierung dieses... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Juni 2006 von Riyad Salhi

5.0 von 5 Sternen The Mistery of love is greater than the mistery of death
sagte Oscar Wilde einst. Und kein Regisseur vesteht es wohl besser die Abgründe der menschlichen Seele besser auf die Leinwand zu bringen als Stanley Kubrick. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. April 2005 von DaLuf

4.0 von 5 Sternen eine roman polanski-woody allen-michel friedman-thematik ...
vielleicht wären roman polanski oder woody allen aufgrund ihrer (gerichtlich nachgewiesenen) täterschaft geeigneter, ja authentischer bei der verfilmung des nabakov-stoffes... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. August 2003 von FrizzText

4.0 von 5 Sternen wo sind die Extras?
Ich mag Lolita. Die Darsteller sind allesamt hervorragend, die Dialoge wunderbar und das heikle Thema hat nichts von seiner Aktualität verloren. Lesen Sie weiter...
Am 6. Mai 2003 veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Heutzutage kein Meisterwerk mehr!
"Lolita" ist sicherlich ein sehr interessanter Film für die ältere Generation, die die Sitten und Bräuche von früher noch schätzt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Januar 2003 von instinct2k1

5.0 von 5 Sternen Love leads to rage if ages are crossed
In this film, Stanley Kubrick tackles an important and controversial problem : the love of a middle-aged man for a teenage girl who is rather a titillating character. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Dezember 2002 von Jacques COULARDEAU

5.0 von 5 Sternen zwischen den bildern
dieser film ist ein absolut typischer, aber auch sehr unterschätzter kubrick. es ist film der andeutungen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Dezember 2002 von Marc Weber

2.0 von 5 Sternen Das Buch ist mal wieder wesentlich besser!
Der Film stammt aus dem Jahre 1961, und vielleicht konnte man ihn damals als gewagt bis sensationell ansehen. Lesen Sie weiter...
Am 16. September 2001 veröffentlicht

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