Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
eindrucksvolle Studie..., 24. August 2006
...über einen Mann, der sowohl privat als auch beruflich gescheitert ist, perfekt und glaubhaft verkörpert von Michael Douglas, der hier einmal mehr beweist, warum er zur ersten Garde Hollywoods gehört.
Als Angestellter eines Rüstungskonerns bekommt er in der Nach-Reagan-Ära (und dem Verfall des Warschauer Paktes) die harte Wirklichkeit zu spüren, was für ihn bedeutet, seine Fähigkeiten werden nicht mehr gebraucht, er ist überflüssig und, was seine getrennt von ihm lebende Familie nicht weiss, seit einem Monat arbeitslos.
Frust, der sich über Monate angestaut haben muss, führt dazu, das D-Fens bei einer eigentlich eher harmlosen Situation durchzudrehen beginnt und damit eine Kette von Ereignissen lostritt, die unweigerlich in sein eigenes Fiasko münden.
Ich weiss nicht, wieso dieser Film von einigen Kommentatoren als Actionkömödie missverstanden wird, an der Verzweiflung eines Menschen und seiner Unfähigkeit, seine Situation und seine Umwelt auf normale Weise zu erfassen ist sicher nichts Komisches und die (scheinbar) humorigen Sprüche (z.B. auf dem Golfplatz) offenbaren letztlich das seelische Leid eines zutiefst verunsicherten Menschen.
Eher ein (unausweichliches) Drama mit grandioser Starbesetzung, bis in die Nebenrollen hinein.
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43 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Kann mir jemand sagen, was an dem Bild nicht stimmt?", 6. Januar 2006
Er will einfach nur nach Hause und seine kleine Tochter sehen, die heute Geburtstag hat: William Foster, ein einfacher unscheinbarer Mann, von seiner Frau getrennt lebend, seit einem Monat arbeitslos und ehemaliger Mitarbeiter eines Rüstungskonzerns, der Waffen zur Verteidigung seines Landes herstellt. "D-Fens" lautet treffenderweise die Aufschrift des Nummernschildes an seinem Auto. Darin sitzt er gerade, es ist Stau, seit Ewigkeiten bewegt sich nichts, er ist genervt vom ständigen Hupen der anderen, zudem schwirrt ständig ein Fliege um ihn herum, und er schwitzt in der brennenden Sonne dieses extrem heißen Tages in Los Angeles. Irgendwann hat er genug, steigt einfach aus, lässt den Wagen dort stehen, wo er gerade steht, und verschwindet langsam aber zielstrebig hinter der nächsten Böschung. Er ruft seine Frau an, bei der ihre gemeinsame Tochter lebt, sagt aber nichts, als sie den Hörer abnimmt. Er hat nicht mehr genug Kleingeld für ein weiteres Telefonat und will in einem Laden einen 1-Dollar-Schein wechseln lassen. Er muss dazu etwas kaufen, wird ihm gesagt. Also macht er das, so wie er sein Leben lang immer das gemacht hat, was ihm gesagt wurde, indem er eine Dose Cola aus dem Kühlfach nimmt. Als die dann aber 85 Cents kosten soll, und er so nicht die benötigten 50 Cents wieder herausbekommen würde, und sich der Verkäufer auch nicht nachgiebig zeigt, fängt William "D-Fens" Foster damit an, nicht mehr alles einfach so hinzunehmen, sondern "verteidigt" sich, und seine ganze aufgestaute Wut und der angesammelte Frust beginnen sich in einem spektakulären Amoklauf zu entladen, bei dem es für ihn nichts zu verlieren gibt...
"Falling Down" wurde bei seinem Erscheinen vielfach als Aufruf zur Selbstjustiz missverstanden. Was Regisseur Joel Schumacher ("Flatliners", "Die Jury", "Nicht auflegen!"), der für seine brisanten und heiklen Stoffe bekannt ist, hiermit aber eindrucksvoll zeigt, ist, dass Gewalt irgendwann immer auch Gegengewalt erzeugt, dass Provokation, Demütigung und Unterdrückung nicht immer ohne Konsequenzen hingenommen werden, sondern dass es bei jedem irgendwann den Punkt gibt, an dem er sich dagegen auflehnt und nicht mehr einfach nur das macht, was andere von ihm erwarten oder wollen.
Schumacher versteht es, seine Botschaft durch eine realistische, kompromisslose und atmosphärisch extrem dichte Inszenierung eindringlich zu vermitteln, und Michael Douglas liefert mit seiner Darstellung von "D-Fens" eine der besten und intensivsten Leistungen seiner Karriere. Allein sein Haarschnitt, die geniale Brille, der Gang (in der einen Hand den Aktenkoffer, in der anderen die Sporttasche), die erstklassigen Dialoge und die Szenen, in denen er den "Opfern" auf seine Art erklärt, wie er die Situation hier so sieht, machen den Film schon sehenswert.
Eine der besten und genialsten Szenen ist zum Beispiel, als William um 11.33 Uhr in ein Fast-Food-Restaurant geht, gerne das Frühstücksmenü hätte, der Filialleiter ihm dann aber mehrfach verdeutlicht, dass es dieses nur bis 11.30 Uhr gibt und er doch das Mittagsmenü nehmen könne. Als "D-Fens" dann seine Waffe aus der Tasche holt, versehentlich einige Schüsse an die Decke abgibt, und noch mal nachfragt, ob es denn jetzt ginge, willigt der Leiter sofort ein, "D-Fens" entscheidet sich dann aber doch, das Mittagsmenü zu nehmen. Als er dann den matschigen und ziemlich schäbigen Burger in der Verpackung ansieht und ihn demonstrativ nach oben hält und mit der Abbildung über dem Tresen vergleicht, fragt er: "Kann mir jemand sagen, was an dem Bild nicht stimmt?"
"Falling Down" ist einer der eindrucksvollsten, spannendsten und packendsten Filme, die ich kenne, er fesselt bei jedem Anschauen aufs Neue (man freut sich dann jedes Mal schon auf die klasse Situationen, die gleich kommen werden) und vor allem regt er zum Nachdenken an. Muss man unbedingt mal gesehen haben!
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Mann mit weißem Hemd und Krawatte, der eigentlich nichts Böses will ..., 5. Mai 2007
Der seit einem Monat arbeitslose William Foster (Michael Douglas) steht mal wieder im Stau von L.A. Es ist heiß, andere Autofahrer hupen. Foster steigt aus und geht zu Fuß weiter. Obwohl er weiß, dass er sie nicht besuchen sollte hat er die Idee seine kleine Tochter zu sehen, die heute Geburtstag hat. DafÃr muss er quer durch die Stadt. Eine Tour mit vielen Hindernissen, eigentlich Alltag, aber irgendwo muss auch mal Schluss sein, diese "Alltags"-Hindernisse zu akzeptieren. Foster, der wohl schon immer etwas eigen war, will sich an diesem Tag nicht konform verhalten. Vielleicht muss der Gesellschaft einfach mal ein Spiegel vorgehalten werden ...
Parallel dazu hat Polizist Prendergast (Robert Duvall) heute seinen letzten Tag. Sein Chef zeigt ein weiteres Mal sein wahres Gesicht. Seine Frau drÃngelt, er solle an diesem Tag pÃnktlich zuhause sein. Der Abschied von seiner Kollegin fÃllt auf beiden Seiten schwer. Prendergast hört von seltsamen Vorkommnissen in der Stadt. Irgendein 'Freak' muss unterwegs sein, mit weißem Hemd und Krawatte. Vielleicht sollte er doch noch ein letztes Mal mit seiner Kollegin ausrÃcken ...
"Falling Down" ist ein fabelhafter Psychothriller, der immer wieder auf's Neue fasziniert, sowie eine Ãußerst gelungene Studie. William Foster spielt einen Menschen, der sich von Menschen wie du und ich nicht stark unterscheidet. Vielleicht leidet er unter einer Persönlichkeitsstörung, aber er, der weiße Mann mit weißem Hemd und Krawatte, kann sich gut der Gesellschaft unterordnen. Bis zum heutigen Tage, wo er einfach keine Lust mehr dazu hat. Er verlor seinen Job und es wird ihm klar, dass er nicht mal heute, an ihrem Geburtstag, seine Tochter sehen darf. Er scheint zu denken: Alles muss man sich ja auch nicht gefallen lassen, auch nicht von den Menschen, die auf der Straße unterwegs sind. Foster macht nichts, was von Grund auf Böse wÃre, er fÃhlt sich zu dem, was er auf seiner Route nach Hause tut, quasi gezwungen. Und dennoch steht er fast wie ein AmoklÃufer da. Ehrlich gesagt, könnte fast jeder von uns in eine Rolle wie seine hineinschlittern, vielleicht können wir sein Denken und Handeln deshalb so gut nachvollziehen? Vielleicht ist er deshalb so sympathisch, vielleicht ist das Ende deshalb so Ãberraschend und traurig. Wir lachen Ãber ihn, wir fÃhlen mit ihm, wir fÃrchten um ihn, obwohl man Angst vor ihm haben könnte.
Großes Lob an Joel Schumacher, einer der wenigen Regisseure, die ich inzwischen mit Namen kenne (z. B. auch "Der Klient", "Nicht auflegen!" und "Flatliners"). Weiteres Lob auch an die Schauspieler, allen voran an Michael Douglas, dem die Rolle zwischen Psycho und Normalo - oder doch Psycho? - wunderbar gelungen ist. Von mir gibt es auf jeden Fall volle Punktzahl - "Falling Down" eignet sich hervorragend, fÃr wenig Geld ihre Filme-Sammlung aufzuwerten und garantiert schauen Sie ihn mehr als einmal! Viel Spaß beim Lachen, Schmunzeln, Nachdenken!
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