Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Herinnen ihrer Zeit, 29. Dezember 2005
Gleich vorweg. Marion Zimmer Bradleys Meisterwerk ist ein Klassiker. Die Nebel von Avalon erzählt die Geschichte der Arthus-Sage, doch feiner alle bisherigen Werke davor. Die Hauptprotagonisten sind Andere, nicht die Ritter der Tafelrunde oder Merlin der Zauberer sondern Frauen, mächtige Frauen. Frauen wie Viviane, die Hohepriesterin von Avalon, ihre Schwester Igraine und ihre Nichte Morgaine, die Schwester König Arthurs und letzte Erbin Avalons. Zimmer-Bradley spinnt die Arthus-Sage von neuem, und beginnen tut sie damit lange vor Arthurs Geburt. Ein römischer Kaiser sitzt noch auf dem Thron von Britannien, doch sein Tod ist nahe und seine Gefolgsleute wissen das. Doch der Caesar hat keinen Sohn, dementsprechend unruhig geht es am Hof zu und obendrein herrscht Krieg, die Sachsen sind wieder eingefallen und überziehen Britannien mit Blut und Gewalt. Doch kurz vor seinem Tod entscheidet sich der Kaiser für seinen Günstling, den Pendragon. Er soll neuer Großkönig von Britannien werden. In Avalon, der einsamen Insel, herrscht in dieser Zeit Viviane, die große Mutter, die Stellvertreterin der Großen Göttin auf Erden. Die Führerin des wahren Glaubens. Von den Hügeln von Avalon aus durchdringt sie die Machtgefüge Britanniens. Geschickt arangiert sie die Liebe zwischen ihrer Schwester Igraine und dem Nachfolger des Ceasars Uther Pendragon. Deren Sohn, der Erbe Avalons und Britanniens soll der neue zukünftige Großkönig und Befreier werden. So will es Avalon. Kurz darauf wird er geboren, Arthus, Uther und Britannien haben den ersehnten Nachfolger. Während Arthus bei Pflegeeltern aufwächst kämpft Uther weiter unentwegt gegen die Sachsen. Morgaine, wird inzwischen zur Priesterin ausgebildet und dem alten Weg geweiht und zu Beltane dem Hirschkönig als die jungfräuliche Göttin dargebracht. Aus dieser Nacht entsteht ein Kind, der Sohn Arthus, denn er war der Hirschkönig, und sein Sohn ist Mordred. Betrübt und zornig über die Arglist ihrer Tante Viviane verlässt Morgaine Avalon und begibt sich zurück in weltliches Leben. Die Dinge nehmen ihren Lauf. Der alte Weg steht vor dem Untergang, doch Viviane setzt alles daran dies zu verhindern. Die Nebel von Avalon besticht nicht durch seine Schlachten oder heroischen Protagonisten, sondern vielmehr durch die detaillierten Zeichnungen der Charaktere und ihrer Fehler, ihrer Menschlichkeit und ihrer dadurch gegeben Dramatik. Der Roman ist ein ruhiges Buch, ein schönes Buch und obendrein ein sehr trauriges. Doch es ist so herrlich anders als alle bisherigen Arthus-Romane und soviel schöner, soviel lebendiger. Ohne Zweifel eines der besten Fantasy-Werke unserer Zeit. Ein Must für alle Bibliophile und für Fantasyfans sowieso.
|
|
|
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Überschätzt, dennoch gut, 7. Oktober 2003
Von einigen Leuten wurde mir das vorliegende Buch als "besonders lesenswert" und "die beste Schilderung der Artussage" beschrieben. Ehe ich jedoch damit begann diese Version der Sage zu lesen, hatte ich mir die Trilogie von Bernard Cornwell (Der Winterkönig, Der Schattenfürst, Arturs letzter Schwur) vorgenommen. Dies war ein schwerer Fehler. Denn nach Cornwells genialer Schilderung der Sage, wirkte "Die Nebel von Avalon" schwächelnd, farblos und leer.Hätte ich es umgekehrt gelesen, hätte mir die Schilderung der Marion Zimmer-Bradley sicherlich ausgezeichnet gefallen. Nach Cornwells Darstellung jedoch, bleibt dieses Buch bloß noch ein Abklatsch seiner selbst. Die Bemühungen der Phantasyautorin die ganze Geschichte aus der weiblichen Sicht darzustellen, ist sicherlich sehr gut gelungen und setzte seinerzeit jedenfalls Maßstäbe. Ein wichtiger Hinweis, wenn Sie nun überlegen die eine oder andere Version des Buches zu lesen. "Die Nebel von Avalon" ist sanftmütiger, freundlicher und weniger brutal als Cornwell. Dieser ist aufgrund seiner realitätsnähe für jene die sich lieber eine schöne, angenehme Zeit vorstellen wollen, sicherlich die schlechtere Wahl. Cornwells Figuren zeigen aber wesentlich mehr Tiefgang und Entwicklung im Laufe der Geschichte. Abschließend also bleibt jedenfalls "Die Nebel von Avalon" eine Empfehlung. Wenn Sie jedoch beide Darstellungen lesen wollen, dann halten Sie sich an die Reihenfolge: erst "Die Nebel von Avalon" und dann Cornwells Trilogie. Wenn Sie sich jedoch dafür entscheiden nur eines zu lesen, dann entscheiden Sie je nach Ihrem Bedarf entweder für die sanfte, schöngeistige Darstellung (Zimmer-Bradley) oder die realistische, schriftstellerisch grandiose Variante (Cornwell).
|
|
|
32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gute Geschichte, schlechtes Buch...., 28. September 2005
Als ich nach den "Nebeln von Avalon" suchte, fand ich dieses Angebot aus der so genannten "Bild Bestseller Bibliothek". Diese kannte ich bereits und hatte mich bisweilen immer geweigert ein Buch aus dieser Reihe zu kaufen. Da ich aber noch Student bin und sparen musste, ließ ich mich dazu hinreißen ( wegen des Preises ) mir diesen Band zu bestellen... Ich habe noch nie ein Buch gelesen, in dem so viele Fehler steckten. Da taucht ständig "haften" anstatt "hatten" auf, das es sich gelohnt hätte diesen Fehler mit zu zählen. Punkte und Komma an den unsinnigsten Stellen und Namen werden mal so, mal so geschrieben... Ich bin wirklich kein Erbsenzähler, aber bei dieser Häufung macht es keinen Spaß ein Buch zu lesen. Allen, die dieses Buch sich zu legen wollen, kann ich nur raten, legt ein paar Euro drauf und kauft euch eine Ausgabe von einem anderen Verlag! "Die Nebel von Avalon" ist eine geniale Fantasy-Geschichte, die einen beim lesen nicht mehr los lässt. Genau das Richtige für lange Herbstabende! Also "Bild dir deine Meinung" und kauf dir das Buch, aber nicht aus der "Bild Bestseller Bibliothek".
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|