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Der Tag des Opritschniks
 
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Der Tag des Opritschniks (Gebundene Ausgabe)

von Vladimir Sorokin (Autor), Andreas Tretner (Übersetzer)
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 220 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch (14. Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462039237
  • ISBN-13: 978-3462039238
  • Originaltitel: Den' opritschnika
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 197.998 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Wer hätte das vor wenigen Jahren gedacht: Vladimir Sorokin wird politisch! Massiv greift er in seinem neuen Roman "Der Tag des Opritschniks" die politische Entwicklung Russlands unter Vladimir Putin an und prophezeit seinem Heimatland für das Jahr 2027 ein Regime wie unter Iwan dem Schrecklichen im 16. Jahrundert. "Nie habe ich ein Werk so sehr als Poesie erfahren", sagt Vladimir Sorokin in einem Interview und erklärt damit, was der deutschen Übersetzung fehlt: Zwar lässt Sorokin im Auftrag des Geheimdienstes morden, brandschatzen und immer wieder vergewaltigen. Real, im Drogentraum - egal. Das wirklich Anstößige aber kann nur erfahren, wer Sorokin im russischen Original live lesen hört: Im Singsang des Skas', einer Form von russischem Rap des 16. Jahrhunderts, klingt ein durch Drogen hervorgerufener Traum von der Eroberung Amerikas eben nicht nur besonders perfide; sondern Sorokins fundamentale Kritik wird allein durch diese Textform deutlich. Da mag sich Übersetzer Andreas Tretner noch so anstrengen: Diese Fallhöhe zwischen Form und Inhalt kriegt er einfach nicht hin. Dafür gibt's mit schlechtem Gewissen einen Punktabzug. Was bleibt, ist die Hoffnung auf ein Hörbuch in Russisch und Deutsch. (jw)


Kurzbeschreibung

»Russlands Gegenwart ist nur noch mit den Mitteln der Satire zu beschreiben.« Vladimir Sorokin.

Russland im Jahr 2027. Das Land hat sich vom Westen abgeschottet, lebt allein vom Gas- und Ölexport, pflegt Handelskontakte nur noch mit China und wird vom »Gossudar«, einem absoluten Alleinherrscher regiert. Dieser übt seine Macht mit Hilfe der Opritschniki, der »Auserwählten«, aus: einer allmächtigen Leibgarde, die vor keiner Bestialität zurückschreckt. Die Zeit der großen Wirren ist vorbei, die Restauration beendet. Nun hat die Monarchie wieder die Macht ergriffen. Das Land ist von der Großen Russischen Mauer umgeben und - bei allem technologischen Fortschritt - in die dunkle Zeit Iwans des Schrecklichen zurückgefallen. Die Opritschniki, die »Diener des Gossudar«, sind in roten Limousinen unterwegs, mit Hundeköpfen an den Stoßstangen und Besen am Kofferraum - Symbole dafür, dass jeglicher Widerstand ausgemerzt und von der russischen Erde gefegt wird. Zu dieser brutalen und korrupten Elite gehört auch Andrej. Seinen Arbeitstag beginnt er mit der Hinrichtung eines in Ungnade gefallenen Oligarchen, wohnt der Auspeitschung von Intellektuellen bei, ist der liebestollen Gemahlin des Gossudar zu Diensten und beschließt den Tag mit einer dekadenten Orgie.


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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen keine leichte Kost..., 25. Januar 2008
Von M. Botts - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ein Tag auf 220 Seiten.

Sorokin schreibt aus der ich-Perspektive, teils in einem stream-of-conciousness Stil, aus dem Leben eines Opritschniks, einer Art Gestapo Mann in einem zukünfitgen Russland. Die Sprache ist brutal aber auch poetisch, und das nicht nur in den gelegentlichen Gedichten, die meiner Meinung nach brilliant übersetzt sind - es fällt überhaupt nicht auf, dass hier eine Übersetzung vorliegt. Teilweise gerät der Roman ins Geschmacklose, was aber der Beschreibung des Terrorregimes in einem Russland des Jahres 2027 dienlich ist. Zusätzlich zu diesem ereignisreichen Tag erfährt man nebenbei auch viel über die Welt in der der Opritschnik lebt, dass das in Russland spielt wird ebenfalls gut übermittelt. Ich habe diese Buch schnell gelesen, weil es spannend geschrieben war und sich flüssig las, und das bei einer hohen Sprachqualität.

Eine Dystopie die leider nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Auch deshalb lesenswert.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Gekonnte bissige Satire mit Polit-touch, 30. Januar 2008
Kraftvoll und poetisch schreiben kann dieser Sorokin. Mit überschäumendem phantastischem Realismus bis hin zu surrealistischen Szenen verlängert er die heute in Russland erkennenden Tendenzen in die Zukunft und schildert eine vom Westen durch eine Mauer abgeschottete Präsidialdiktatur in der eine gefürchtete Truppe von Schlägern und Mördern alles im Schach hält, was dem geliebten Diktator nicht gefällt, vor allem Oligarchen, die der Autor als Adlige darstellt, deren Schlösser vom Mob im Staatsdienst geschliffen werden.
Kein Wunder, dass der Autor vom Putin-Regime nicht unbedingt geliebt, ja der Pornografie bezichtigt wird. Kein Wunder auch, dass ihn im Westen viele lieben, denen ein erstarktes Russland, das sich der Hegemonie der USA immer deutlicher widersetzt, nicht in den Kram passt.
Viele Kleinigkeiten, die chinesischen Händler auf den Märkten, die Käuflichkeit und Bestechlichkeit der Speichellecker bis hin zum "Goldrubel", der neben die Fiatwährung getreten ist, dürften besonders dem Kenner des neuen Russland gefallen. Für alle anderen ist dieser Roman ein faszinierendes Stück Literatur, die den zeitgenössischen deutschen Autoren ein Armutszeugnis ausstellt. Mit Sorokins Arbeiten verglichen wird überdeutlich, wie einfallslos und langweilig ihre meist in der Vergangenheit angesiedelten Familiendramen sind, in denen die soziale Realität gewöhnlich ausgeblendet bleibt. Ja, Literatur kann große Kunst sein. Wir müssen sie aus dem Ausland beziehen und übersetzen lassen, was hier gleichfalls sehr gut gelungen ist.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ziemlich krass, aber faszinierend..., 18. Juli 2009
Von S. Forster (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Der Tag des Opritschniks (Audio CD)
Achtzehn Jahre in der Zukunft...
Russland wird vom "Gossudar" beherrscht, dem alleinigen Machtinhaber. Seine Leibgarde, die Opritschnina, hilft ihm treu ergeben, seine Wünsche zu erfüllen und durchzusetzen. Dafür ist ihnen so gut wie jedes Mittel recht, sei es noch so grausam oder brutal. Vladimir Sorokin lässt uns einen der gnadenlosen Männer begleiten. Einen ganzen Tag verbringt man mit Andrej Danilowitsch, einem hochrangigen Opritschnik, begleitet ihn zu einer Hausräumung, in die Sauna, auf einen Trip oder gar bis in die Gemächer der allseits gehassten Gossudarin. Andrej selbst schildert als Ich-Erzähler seine Erlebnisse, nimmt uns mit in seine wild verschlungenen Gedanken, um im nächsten Moment wieder die totale Selbstbeherrschung zu demonstrieren. Gemeinsam mit seinen Kameraden feiert er wilde Drogenpartys und geht seinen geheimsten Gelüsten nach. Der Glaube an die Macht seines Gossudaren begleitet ihn jedoch überall hin...

Hart, direkt und mitten ins Hirn trifft einen diese Geschichte Sorokins. Interessiert lauscht man den ersten Tracks, ist leicht irritiert, aber auch seltsam fasziniert. Man lässt sich auf den vorgegebenen Weg ein und reißt manches Mal ungläubig die Augen auf, um schließlich kopfschüttelnd die nächste Cd einzulegen und weiterhin gebannt zu lauschen. Sorokin beschreibt ein Russland, dass erstaunlich glaubwürdig und real erscheint, eher rückständig wirkt, als Zukunftsvision zu sein. Vielleicht liegt es u.a. daran, dass die Opritschnina bereits im Jahre 1565 unter der Herrschaft des Zaren Iwan des Schrecklichen ihr Unwesen trieb. Sorokin ist es gelungen, diese uralte Ausstrahlung einzufangen und zu nutzen. Die frei gelebte Brutalität der Opritschniks wirkt durch ihre offene Art damit umzugehen, weniger bedrohlich als es im wahren Leben der Fall wäre. Andrej Danilowitsch ist ein auf seine Weise interessanter Mann, der einen zwar beunruhigt, aber gleichzeitig mit seinem etwas herben Charme betört. Die Auswirkungen der Droge Macht wird hier sehr eindruckvoll dargestellt.

Das Ganze wird aber erst zu einem wahren Hörerlebnis durch den Vortrag Stefan Kaminskis. Dieser Mann ist ein wahres Genie, wenn es darum geht, die unterschiedlichsten Personen zu spielen, oder in seinem Fall, zu leben. Als menschlicher "Stimmenmorpher" verwandelt er sich auf diesen 6 Cds über sechs Stunden in die unterschiedlichsten Personen. Egal ob Mann oder Frau, jung oder alt, egal welche Stimmlage gerade erforderlich ist, Kaminski kann alles und zeigt das auch. Man merkt als Zuhörer deutlich, wie begeistert Kaminski selbst von Sorokin und seinen Werken ist und kann dies im Booklet auch in seinen eigenen Worten lesen. Seine Wertschätzung hätte Kaminski durch seine großartige Darbietung nicht deutlicher klar machen können.

Ein teilweise recht schwer verdauliches Hörerlebnis, das noch lange nach dem Lauschen im Kopf rotiert und gleichzeitig so herrlich ungewöhnlich ist, dass man es immer wieder hören will, auch, wenn es einem anfangs vielleicht ein paar Bauchschmerzen bereitet.
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1.0 von 5 Sternen Abstoßend und gewaltverherrlichendes Buch
Mit Vladimir Sorokins: Der Tag des OpritschniksIch habe mich jetzt an einen Autor - erneut - gewagt, der entweder sehr gemocht oder absolut verrissen wird: das Buch des russischen... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Bernhard Nowak veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Fuer Spezialisten
Das Buch ist schnell gelesen, und von daher auch nicht langweilig - aber die Bedeutung des Buches erschliesst sich mir als "Nicht-Russen" nicht. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Julius veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Literarisch bedauerlicherweise nicht mehr als eine uninspirierte Fingerübung
Ich hatte mich auf den neuen Roman von Vladimir Sorokin gefreut, bin allerdings nach der Lektüre enttäuscht. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Jana Rebenstorff veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Brutal, heftig, krass....gut.
Wie meine Vorredner schreiben - das Buch ist keine leichte Kost, ist brutal, aber es ist auch echt gut geschrieben. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von lock17 veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Ich habe Angst....
...um die russische Literatur,wenn dieses Machwerk von Kritikern als "die" russische Literatur hingestellt wird. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Helmut J. May veröffentlicht

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