Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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64 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
James Bond wider Willen, 24. März 2008
Sein gutes Herz wird einem britischen Ex-Soldaten zum Verhängnis, als er für ein Attentat auf einen amerikanischen Unternehmer angeheuert werden soll. Bei seinem Versuch, das angehende Opfer und seine Tochter zu warnen und schützen, verstrickt er sich immer tiefer in ein Netz aus Lügen und Intrigen, gespannt von Geheimdiensten und zwielichtigen Gestalten.
Hugh Laurie nimmt mit seiner verrückten Geschichte mit viel britischem Humor und Wortwitz den üblichen Agenten-Thriller auf die Schippe. Im Verlauf tritt der komödiantische Aspekt etwas in den Hintergrund und die Handlung wird mehr von Action getragen, dennoch weiß das Buch bis zum Ende zu überzeugen, da durch das Geflecht der Akteure für Spannung und einige interessante Wendungen gesorgt ist.
Weshalb jedoch Lauries Roman unter dem Namen "Bockmist" neu aufgelegt wurde, bleibt wohl ebenso ein Rätsel wie die Frage, wer die Umschlaggestaltung abgesegnet hat. Hier gilt wirklich, dass die inneren Werte zählen.
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145 von 160 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Total lustig und super spannend. Hier war wirklich ein Genie am Werk!, 28. März 2008
Wie so oft, fiel mir auch dieses Buch rein zufällig in die Hände. Dr. House und Hugh Laurie sagten mir bislang nichts. Dass der Schriftsteller aber eigentlich Schauspieler ist, merkt man anhand vieler super lustiger Situations-Darstellungen im Stile von Regie-Anweisungen. Ist wirklich urkomisch und ich bewundere auch den Übersetzer für die wirklich genialen ans Deutsche Sprachgut angepassten Formulierungen.
Ich saß also in der Bahn, schlug das Buch auf, staunte über den ersten Satz "Stellen Sie sich vor, Sie müssen jemandem den Arm brechen." (soviel zu verraten, dürfte erlaubt sein), staunte noch mehr über die unerwartete Situations-Wendung und brach bereits auf Seite 3 in lautes Lachen aus. Ist mir doch egal, dass mich alle Mitreisenden für meschugge hielten - ich hatte meinen Spaß.
Bein wochenendlichen Lesen gemeinsam mit meinem Mann wurde der richtig neidisch auf mein Buch, denn so viel Spaß hatte er mit seinem nicht (ich verrate den Titel nicht!). Naja, und dann kam immer mehr Spannung ins Geschehen und ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen.
Ich habe schnell nachgeschaut, ob es von Laurie noch weitere Bücher gibt, aber leider nein, dies ist sein Erstlingswerk.
Wer sich also mal wieder ein phantastisches Leseabenteuer gönnen möchte: Mit diesem Buch ist es garantiert!
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79 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Annehmbar, 17. Juni 2008
Das Buch war bei seiner Erstveröffentlichung - 1997 - unter dem Titel "Der Waffenhändler" ein Flop. Damals kannten nur Eingeweihte Hugh Laurie, den britischen Schauspieler und Stephen-Fry-Spezi. Heute ist das anders. Laurie ist populärer als Stephen Fry, was an der wohlbekannten amerikanischen TV-Krankenhausserie liegt, in der er einen misanthropen, sarkastischen, aber brillanten Arzt spielt. Deshalb hat sich Heyne entschlossen, den Flop neu aufzulegen, mit einem grausigen Cover (es passiert mir selten, dass ich in der S-Bahn das Titelbild eines Buches beim Lesen verschämt mit den Händen verdecke) und mit einem noch grausigeren neuen Titel: Bockmist. Der schreit natürlich nach Nomen-est-Omen-Schlauheiten. Aber so schlecht ist das Buch, das dem Kalkül entsprechend in dieser Wiederauflage zum Bestseller geworden ist, dann doch nicht.
Thomas Lang wird ein Killerauftrag zugetragen, den er ablehnt, aber weil Thomas Lang auf seine Art nett (und extrem cool) ist, informiert er das vermeintliche Mordopfer über die Pläne. Oder er versucht es wenigstens. Daraus entwickelt sich eine Kette von Ereignissen, in die das britische Verteidigungsministerium, die CIA, ein Waffenhändlerring, ein seltsames Vater-Tochter-Pärchen, ein obskurer, aber ebenfalls cooler Typ namens David Solomon, die Terroristengruppe "Schwert der Gerechtigkeit" und viele andere verwickelt sind. Die Handlung dieses zuweilen etwas chaotischen Romans ist allerdings Nebensache, nicht zuletzt, weil sie häufig keinen Sinn macht.
Der etwas konfuse "Thriller", der keiner ist, lebt, wenn man so will, von der ironischen Selbst- und Weltbetrachtung seines Protagonisten. Ich-Erzähler Thomas Lang ist ein grandioser Schwätzer, der pausenlos mehr oder weniger originelle, manchmal amüsante, meistens ziemlich lässige und zuweilen etwas nervige Kommentare absondert, vor allem als innere Monologe. Das liest sich flott und ganz spaßig, über weite Strecken jedenfalls, aber es rettet das Ungetüm von Story leider nicht. Die nämlich leider ziemlich holprig angelegt ist oft schwer nachvollziehbar daherkommt. Das Buch wirkt unstrukturiert, die Zeichnung der Hauptfigur, über die sämtliche Hintergrundinformationen fehlen, ist ein redliches Durcheinander. Und diese Aspekte schleifen den Witz zur Plattitüde. Im Ergebnis hat man ein unspannendes, manchmal lustiges, gelegentlich sogar mit brillanten Einfällen durchsetztes Machwerk, das nicht so recht funktionieren will. Immerhin - sprachlich bemerkenswert. Dramaturgisch leider nicht. Also insgesamt annehmbar. Kein Buch, das große Nachhaltigkeit erzeugen würde, und durchaus verstehbar, dass es bei seiner Erstveröffentlichung so gut wie keine Beachtung fand.
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