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83 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Psychopathen Bonus, 19. September 2007
Bei Thrillern bin ich für gewöhnlich äußerst skeptisch, vor allem, da immer wieder dieselben Geschichten in einem anderen Rahmen erzählt werden und man nur schwer auf innovative Neuigkeiten stößt. Doch Paul Cleaves großartiges Werk hat mich begeistert!
Joe ist ein Mann ohne Freunde, ohne Beziehungen und scheinbar auch ohne jegliche Hobbys. Spaß findet er nur hin und wieder dabei, Frauen umzubringen und seiner Umwelt, insbesondere seinen Arbeitskollegen, den ahnungslosen, geistig Minderbemittelten vorzuspielen. Dies trifft sich auch ganz gut, denn da er bei der Polizei putzt, entgeht ihm nichts über die Ermittlungen und darüber, wie sehr die Öffentlichkeit bei der Suche nach ihm im Dunkeln tappt. Für Aufregung in seinem Leben sorgt die Tatsache, dass auf einmal eine Leiche auftaucht, die zwar seine Handschrift trägt, mit der er jedoch nichts zu tun hat. Anscheinend hat er einen Nachahmer gefunden, der ihm seine Morde in die Schuhe schieben will. Nebenbei hat er noch mit seinem durch eine Hassliebe geprägtem Verhältnis zu seiner Mutter zu kämpfen, außerdem rückt ihm eine Kollegin nicht mehr vom Leib, die in ihm einen Ersatz für ihren verstorbenen Bruder sieht.
Tolles Buch! Mal was ganz anderes. Ich fands aber jetzt nicht so gruslig oder zum Fürchten sondern eher zum Schmunzeln. War auf jeden Fall sein Geld wert und ich habs schnell ausgelesen!
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29 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sowas hat man noch nicht gelesen..., 25. April 2007
"Der siebte Tod" von Paul Cleave ist kein gewöhnlicher Psycho-Thriller. Man sollte schon starke Nerven mitbringen, wenn man sich an dieses Buch heranmacht. Aus der Sicht eines Serienkillers beschreibt Cleave eine Story, die zuweilen unheimliche Spannung entwickelt, bis einem als Leser der Atem stockt. Mich hat das Buch stellenweise an die alten, düsteren Schocker aus Edgar Wallace-Zeiten erinnert, weil die Stimmung so düster, makaber und tödlich ist. In dem Duell mit einem anderen Serienkiller kommt die Geschichte dann vollends auf die Schiene eines Horrorthrillers, ähnlich den neueren Werken von Richard Laymon und Stephen King. Aber nicht das man mich falsch versteht, Paul Cleave hat schon seinen eigenen, fesselnden Schreibstil, der sich eigentlich kaum vergleichen lässt. Sowas kann man nicht erklären und hat man vorher auch noch nicht gelesen. Einfach kaufen!
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gelungenes Debüt, 30. August 2007
Die Idee, einen Thriller aus der Sicht des Killers zu schreiben, ist immer noch relativ ungewöhnlich, wenn auch nicht ganz neu. Auch ermittelnde Bösewichte laufen dem Leser ab und zu schon mal über den Weg. Doch selten ist ein Held so definitiv böse wie Joe. Er ist nicht nur schuldig, er mordet auch noch gerne und beinahe schon ohne Motiv.
So zieht sich von der ersten Seite an schwärzester Humor durch die Geschichte, lässt den Leser schmunzeln und gleichzeitig den Kopf schütteln.
Die Geschichte wird von Joe selbst vorgetragen, was dem Humor meistens sehr hilfreich ist, denn Joe ist sarkastisch bis zynisch und zumindest in seinen Gedanken gnadenlos ehrlich zu seiner Umwelt.
Gleichzeitig bedingt diese Erzählweise, dass der Leser über einige Ungereimtheiten in Joes Leben stolpert. Als Beispiel sei hier Joes Mutter genannt, die Joe am liebsten umbringen würde (und auch einige Versuche unternimmt), während er auf der anderen Seite panische Angst hat, sie zu verlieren. Erst im Laufe der Handlung wird dem Leser klar, dass Joe wirklich nicht so normal ist, wie er behauptet - und das hat nicht nur mit seinem Hobby zu tun.
Ein zweiter, weitaus kürzerer Handlungsstrang widmet sich Sally, einer Kollegin von Joe. Sally ist eine gläubige Christin und herzensgute Frau, die in jedem und allem immer nur das Gute sieht - besonders in Joe, der sie an ihren geistig behinderten Bruder erinnert.
So ist es eine besondere Ironie des Autors, wenn Joe und Sally den jeweils anderen für geistig zurückgeblieben halten und sich auch so verhalten, was wiederum die Einschätzung über den jeweils anderen nur bestärkt.
Etwas verklemmt wirkt dagegen das Verhältnis des Autors zur Sexualität. Es wirkt schon komisch, wenn es in einem Roman explizit um Sexualverbrechen geht, diese aber konsequent ausgeklammert werden. Auch wird nie genau erklärt, was den Opfern angetan wurde oder warum das eine oder andere Verbrechen besonders brutal ist. Hier wird der Leser komplett im Dunkeln gelassen, was nicht nötig wäre. Auch wird nirgends angedeutet, ob dieses Ausklammern von Sex mit Joes Sichtweise der Welt zu tun hat oder nicht. Ohne voyeuristisch in Details zu gehen, hätte hier der Autor etwas erklärend eingreifen können.
Auch die Episode mit Melissa ist nicht so ganz gelungen und nimmt dem Buch viel von seiner Dynamik.
Letztendlich verpasst der Autor die Gelegenheit, ein Buch mit einem wirklich bösartigen Helden zu Ende zu schreiben. Spätestens im letzten Drittel ändert sich der Ton der Geschichte und nimmt ihr somit leider auch viel von ihrer anfänglichen Dynamik.
Das Ende wirkt zwar immer noch spannend und ist gut erzählt, fesselt aber nicht so sehr wie die erste Hälfte des Buches.
Wer einen guten Thriller in den Fußspuren eines Serienkillers erleben will, sollte hier zugreifen. "Der siebte Tod" unterhält mit einem originellen "Helden" und schwärzestem Humor, ohne dabei zu brutal zu sein. Zwar kann der Autor die Qualität der Geschichte nicht ganz bis zum Schluss durchhalten, trotzdem bekommt man eine spannende und logische Geschichte mit einem "guten" Ende. Für einen Debütroman ist dieses Buch mehr als gelungen.
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