Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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95 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Brillanter Wissenschafts-Religions-Thriller, 12. Mai 2003
Der deutsche Titel "Das Nazareth Gen" könnte kaum treffender sein und hält auch, was er verspricht! Er lässt sofort erkennen, dass es sich inhaltlich um eine Synthese von Gentechnik und christlicher Religion handelt....Dr. Tom Carter ist als Gentechniker und Chirurg bei der von ihm mitbegründeten Firma Genius Biotechnical Diagnostic beschäftigt. Er und seine Kollegin, die Computerspezialistin Dr. Jasmin Washington, haben gemeinsam den Nobelpreis für ihre Forschungen auf dem Gebiet der Humangenetik verliehen bekommen. Ihre wichtigste Erfindung ist das "GENESCOPE", kurz "DAN" genannt, eine Kombination aus einer Art Mikroskop und einem Computer mit leistungsfähigen (Terahertzbereich) Prozessoren organischer Bauweise. "DAN" ermöglicht die Aufschlüsselung des Genoms mit Ort und Bestimmung der Gene. Darüber hinaus erhält man durch die Genanalyse Aussagen über Profil (Phänotyp),Ausnahmen (Überdurchschnittliche Vorzüge), Mängel Krankheitsanfälligkeiten) und Bedrohung (Lebensbedrohliche Defekte) des Probanten. Ergebnisse der Analysen werden in "IGOR" (Individual Genome Ordered Repository), einer Datenbank, die zwar hehren Zielen dient, aber dennoch illegal ist, gespeichert. Ein dreidimensionales Computerbild eines Probanten kann mit Hilfe der Gen-Genie-Software und eines Holopads erzeugt werden... Nachdem eine von Carter für seine Tochter Holly durchgeführte Genanalyse die Gewissheit erbrachte, dass sie in kürze an einem aggressiven Gehirntumor erkranken und sterben wird, sucht er verzweifelt nach Heilungsmöglichkeiten..... Mit seinen Genforschungen war Carter bereits ins Fadenkreuz einer 2000 Jahre alten messianischen Bruderschaft, die während der Kreuzzüge mit den Templern nach Europa gelangte, geraten. Der innere Zirkel, zudem auch die androgyne "Nemesis" und der nicht weniger rätselhafte "Gomorrah" gehören, verfolgt zwei Ziele.... Das "Nazareth Gen" ist "Spannung pur" von der ersten bis zur letzten Seite. Es ist äußerst schwer, das in Aufbau und Gliederung bestechende Buch wieder aus der Hand zu legen. Der anspruchvoll, aber verständlich geschriebene Thriller, der dieses Prädikat uneingeschränkt verdient, weist nur einen kleinen historischen Fehler auf, indem die mittelalterliche Kreuzritterburg "Krak des Chevaliers" in Syrien als Templerstützpunkt bezeichnet wird, obwohl sie eine Festung der konkurrierenden Johanniter gewesen war. Das brillante Erstlingswerk (1997) Cordy's, der mittlerweile zum "Meister des Wissenschafts-Religions-Thrillers" avanciert ist, ist mit 5 Amazonsternen zu bewerten und vor allem denjenigen Lesern zu empfehlen, die Illuminati von Dan Brown gelesen haben und (verzweifelt) auf der Suche nach weiterer, ebenso faszinierender Lektüre sind.
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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
"Heilende Hände" in den falschen Händen!, 5. Juli 2006
Seit zweitausend Jahren warten die Mitglieder einer Bruderschaft auf dieses Zeichen, nun verfärbt sich die Flamme eines ewig brennenden Lichts in einer mystischen Höhle plötzlich und kündigt die Wiederkehr des Messias an.
Ein Genforscher verliert nach der Verleihung des Nobelpreises seine Frau durch die Tat eines vermeindlich Wahnsinnigen. Bei Untersuchungen stellt sich heraus, dass seine Frau an einem Gehirntumor gelitten hat und auch seine Tochter diese Krankheit in Ihren Genen hält. Es beginnt für den genialen Forscher ein Wettlauf gegen die Zeit. Auf der Suche nach einer Heilungsmethode für seine Tochter stößt das Team um den Genforscher auf das Erbmaterial von Jesus Christus. Er heilte Kranke durch Handauflegen.
Genau hinter diesem Gen-Code ist auch die Bruderschaft her, die in den Gen-Datenbanken dieser Welt den Nachfolger Jesus zu finden hofft.
Hervorragend ausgearbeitet hat Michal Cordy in seinem spannenden Hightech-Thriller die Charaktere, die zwar jeweils typische Züge erhalten, aber doch realistisch wirken.
Im laufe der Handlung stellt Cordy mehrfach auch im Leser aufkeimende Fragen wie: Was wäre, wenn jemand die Möglichkeit bekäme der Menschheit alle Krankheiten heilen zu können?
Er appeliert an den verantwortungsvollen nicht kommerziellen Umgang mit der Gentechnik.
Die Botschaft ist klar: Keine "Heilenden Hände" in die falschen Hände! Die Frage bleibt allerdings eher offen,, was denn die richtigen Hände wären. In einer Art Hightech-Bruderschaft wäre mir diese Macht auch bei den besten Vorsätzen vermutlich nicht sicher genug!
Einige Aspekte des Glaubens werden angerissen. Natürlich findet auch Cordy keine allumfassende Antwort auf Fragen wie: Warum lässt Gott Leid zu? Aber nette Denkanstöße!
Unglaublich detailliert und subtil wird die Vergangenheit der Figur des Predigers durch einige Traumsequenzen dem Leser nahe gebracht. Danach sollte man kurz noch eine Comedy einschalten, bevor man die Augen zu macht!
Cordy erzählt ingesamt eine recht einfache aber spannende, teilweise sehr detailreiche Geschichte mit neuen Aspekten und interessanten Betrachtungen.
Es war mutig von Cordy, seinen Beruf aufzugeben und mit dem Schreiben zu beginnen, aber es war gut, denn dieser Roman ist etwas besonderes!
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Spannender Grenzgang zwischen Wissenschaft, Glaube und Fiktion, 6. Juni 2006
Die Geschichten rund um den Mann aus Nazareth scheinen wohl nie auszugehen. Im Unterschied zu anderen Romanen dieses Genres, die sich mit dem wohl berühmtesten Menschen der Geschichte befassen, rüttelt Michael Cordy nicht an den Grundlagen der Religion, sondern versucht in einer smarten Art und Weise Wissenschaft und Glaube in eine Art kausales Verhältnis zu verpacken. Eine gewisse Verwandtschaft zu Dan Browns "verschwörungstheoretischen Romanen" lässt sich jedoch nicht abstreiten. Der Bösewicht(in diesem Roman ist's zur Abwechslung mal 'ne Frau)zeigt ähnliche Verhaltensmuster wie die beiden aus "Illuminati" und "da Vinci Code". Ausgestoßene der Gesellschaft, deren einzige Stütze der Glaube ist, der ihre Greueltaten rechtferigt. Zum Nachdenken angeregt hat mich die Idee: was hätte mit Jesus' Eigenschaften (gehen wir mal davon aus, dass er wirklich außergewöhnliche Kräfte besessen hat)passieren können, hätte er sie im Sinne des "Bösen" verwendet- wie würde die heutige katholische Religion wohl aussehen? Auch gut herausgearbeitet war, dass Fähigkeiten, die in die natürliche (göttliche) Bestimmung eingreifen können, einer strengen Kontrolle unterzogen werden müssen- die auf keinen Fall mit Geld manipulierbar sein darf. Rückblickend auf die Gesamtheit des Buches- äußerst gelungen!
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