Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
ärgerlich, 9. März 2003
Unglaublich, dieses Machwerk! Ich bin ja ein Fan gut recherchierter Mittelalter-Romane, aber dieses Buch ist einfach ein Ärgernis. Zum einen die Sprache: Nicht nur, dass sie klischeeüberladen und dümmlich daher kommt, sie scheint teilweise dem Wortschatz pubertierender Jugendlicher unserer Zeit zu entstammen und passt überhaupt nicht ins 13te Jahrhundert (kann man sich vorstellen, dass damals jemand den ausgestreckten Mittelfinger als Schmähung hochgehalten und das auch noch als "Stinkefinger" bezeichnet hat?) Dann ist der Text teilweise historisch einfach falsch: Die Dogmen der Unfehlbarkeit des Papstes und der unbefleckten Empfängnis Mariä, beispielsweise, sind erst einige Jahrhunderte später entstanden - kann man da noch auf die Glaubwürdigkeit der anderen "historischen Angaben" im Text sowie im Glossar vertrauen? Nebenbei stimmen die geografischen Angaben im Text teilweise nicht mit den (wenig erhellenden) Karten auf den Umschlaginnenseiten überein. Offenbar weiß Herr Berling nicht, wie sich Norden, Osten, Süden und Westen zueinander verhalten. Der Gipfel allerdings ist die pornografische Seite dieses Buches! In zunehmendem Maße ergeht sich Herr Berling in voyeuristischen bis sadistischen Szenenbeschreibungen, die sich auf dem Niveau nachmitternächtlicher TV-billig-Erotikprogramme bewegen. Nun, für Manchen mag das ja ein Bonuspunkt für "Die Ketzerin" sein ... Auffallend ist, dass im letzten Drittel des Buches sich die Orthografie- und Interpunktionsfehler immer mehr häufen; offensichtlich hatten die Lektoren irgendwann keine Lust mehr, diesen literarischen Schund zu lesen - ich kann's ihnen nicht verdenken. Das offen gehaltene Ende dieses Buches ließ mich mit Schrecken befürchten, dass Herr Berling an eine Fortsetzung seiner Geschichte denkt. Die Rezensionen auf dieser Seite lassen mich erkennen, dass dieser Befürchtung bereits vorgegriffen wurde (da "Die Ketzerin" die Vorgeschichte zu anderen Berling?Romanen ist). Ich weiß, um welche Bücher ich daher einen Bogen machen muss. Und mein Exemplar der "Ketzerin" sollte ich eigentlich an Herrn Berling schicken, denn in meinem Bücherregal will ich es bestimmt nicht haben. Verschenken kann ich es auch nicht - wem könnte ich solch ein Machwerk zumuten? Horst Faigle
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Himmel himmel..., 11. August 2003
Wie bringt ein eigentlich fesselnder und guter Autor ein solches Buch zustande?! Die Nachfolge-Geschichte der "Gralskinder" von Berling ist ein kleines Wunderwerk, spannend, detailliert (wenn man auch hier oftmals aufgrund der vielen, nicht unbedingt einfachen Namen fast verzweifelt) und zu empfehlen,aber "Die Ketzerin" ist eine große Entäuschung! Die Hauptfigur Laurence wird dem Leser schon in den ersten Kapiteln durch ihre teilweise überhebliche, eigennützige und gewissenlose Art unsympatisch und wirkt sehr überzogen (Natürlich stellt sich so ein junges Mädchen vor eine Versammlung von erbitterten Gegnern und Gegenspielern und sagt ihnen ganz frech die Meinung..naja warum auch nicht!). Sie besitzt für eine 15 bis 17jährige natürlich, wie kann es anders sein, schon die grenzenlose Schönheit, die sogar abgehärtete Krieger, edle Prinzen und engelsgleiche Frauen dahinschmelzen lässt.Diese würde ich ihr sogar mit Freuden gönnen, wenn sie nicht eine übertriebene Rolle einnehmen würde! Sie begegnet ständig Menschen, die sie plötzlich unsterblich liebt ohne mit ihnen auch nur gesprochen zu haben..und alle verfallen ihr gnadenlos!Hui da wird man neidisch..;-) ...egal ob lesbische Entjungferung, Strohspielchen oder brutale Jungfrauenrituale...in diesem Buch ist alles dabei! Natürlich kann man auch in diesem Buch Berlings Talent die Sprache zu einer Kunst zu machen erkennen..er ist eigentlich ein wunderbarer Geschichtenerzähler, aber wie auch in anderen Büchern begeht er den Fehler die Leser mit seiner Geschichts-und Personenkenntnis zu überladen und zu überfordern! Es macht keinen Spaß immer wieder nachschauen zu müssen, wer jetzt z.b. Pierre des Vaux-de-Cernay oder Alazais d'Estrombèze eigentlich ist! Ups, jetzt hab ich viel zu viel geschrieben..! Schnell noch das Fazit:Lesen Sie also lieber Die Kinder des Gral und die Folgeromane...!
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Schwache Dramaturgie, 31. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Glücklicherweise habe ich auf die Taschenbuchausgabe gewartet - 46 DM hätten dann angesichts des enttäuschenden Inhalts doch sehr geschmerzt.Immerhin fühle ich mich jetzt - wie jedesmal bei Berling - bestens informiert, diesmal über die historischen Hintergründe der Albigenserkriege, nur verschwindet hinter der geballten und oft langatmigen Dokumentation leider vor allem die Hauptdarstellerin, auf die ich nach der ersten Begegnung in "Kinder des Gral" besonders neugierig war. Was für eine Biografie, was für ein Stoff! Zwar wird zu Beginn des Romans die Liebe des Autors zu seiner Figur sichtbar, aber wie bei den Königskindern scheinen die "Wasser" dann doch zu tief zu sein als dass die Psychologie, die Ziele, die Motivation, die inneren Konflikte der Laurence de Belgrave nachvollziehbar entwickelt und in einen dramaturgisch gelungenen Aufbau umgesetzt würden. Schade!!!
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