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Die Musche - Tochter des Scharfrichters.
 
 

Die Musche - Tochter des Scharfrichters. (Taschenbuch)

von Ursula Meier-Nobs (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 335 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe; Auflage: 4 (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404143620
  • ISBN-13: 978-3404143627
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 314.222 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Tochter des Scharfrichters

B. En. Eine rothaarige Sechzehnjährige, auf dem Ärmel den Stoffgalgen aufgenäht, schleicht sich nachts zur Richtstätte unten im Berner Marzili, um dem Verurteilten die Hand abzuschneiden, denn Finger und Hand eines Gerichteten stecken voller Zauberkräfte. Josiane heisst die junge Frau, welche die zentrale Figur in diesem Historienroman aus dem 17./18. Jahrhundert ist, eine Gestalt zwischen dem Glauben an Magie und rationaler Selbstbestimmung. «Musche» wird sie, die Henkerstochter, genannt. Der Generationenroman von Ursula Meier-Nobs führt das soziale Gefüge des Ancien Régime mit seiner rigorosen ständischen Ordnung vor. Ihr gilt die Familie des Scharfrichters als geächtet. Aber aus dem Dienst an der Gerechtigkeit bezieht diese dennoch ihre Berechtigung. Im Klima dieser schwierigen Spannung entwickeln die Familienangehörigen, allesamt Parias, ihre je eigenen Reaktionsweisen. Die Ausgegrenzten versuchen sich abzugrenzen. Doch ihre Auflehnung zieht verheerende Folgen nach sich. Flucht, Verfolgung, Folter und Tod zeichnen ihre Wege, die jenen aus Katharina Zimmermanns Täuferroman «Die Furgge» verwandt sind. Trotz einigen spektakulären Ereignissen, trotz der blutrünstigen Kulisse mit ihrer Aura des Unheimlichen gelingt es der Autorin, ihre Geschichte vor reisserischen Effekten zu bewahren und dem Innenleben ihrer Figuren Raum zu gönnen. Die bis anhin wenig bekannten Lebensumstände der Scharfrichterfamilien werden dabei detailreich erhellt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Bern und Freiburg im Breisgau an der Schwelle zum 18. Jahrhundert. Noch wird im Namen der Gerechtigkeit und Ordnung verbrannt, gevierteilt, gehängt, gefoltert. Das Amt des Henkers vererbt sich vom Vater auf den Sohn. Aus der Sicht der Musche, der Scharfrichterstochter Josiane, wird die Zwiespältigkeit dieses Standes aufgezeigt, der vor allem von der Ächtung und Ausgrenzung durch die Gesellschaft gekennzeichnet ist. Josiane gewährt dem Leser Einblick in die Verhältnisse und Regeln eines Henkerhauses, läßt ihn teilhaben am Entscheid ihres Bruders, der diese ”Arbeit” ablehnt. Sie erzählt von der Begegnung mit dem buckligen Mathieu, ihrer Trauer um den Geliebten, den Täufer-Anhänger Martin, und vom Leid einer aufgezwungenen Ehe. Die Sorge um ihre Tochter Barbara läßt sie schließlich ihren Stand verleugnen, ungeachtet der sich daraus ergebenden Gefahren und Schwierigkeiten.

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94 von 96 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Spannung und Mitleid, 21. Mai 2002
Unter dem nicht unbedingt vielversprechenden Titel "Die Musche- Tochter des Scharfrichters" verbirgt sich ein historischer Roman, den ich nicht wieder aus der Hand legen konnte. Erzählt wird die Geschichte der von der Gesellschaft geächteten Hernkerstochter Josiane, zunächst aus ihrer Sicht, später aus wechselnden Perspektiven (der ihres Ehemannes Jost, ihres Beschützers Mathieu und ihrer Tochter Barbara). Josiane darf nicht außerhalb ihres Standes heiraten - und kein ehrbarer Bürger der Stadt Bern würde auch nur wagen, die Henkerstochter zu berühren - doch mit dem Chordiener Martin verbindet sie eine starke Liebe, aus der auch Tochter Barbara entsteht. Man leidet mit der Romanheldin Josiane, die in der auferzwungenen Ehe mit ihrem gewalttätigen Vetter Jost entsetzliche Qualen erleiden muss, und hofft und bangt bis zum Ende, dass sich ihre Liebe zu Martin doch noch erfüllen kann und sie zueinander finden.
Der Roman ist in einer leicht und flüssig zu lesenden Sprache geschrieben, die einem die Sitten und Gebräuche des zu Ende gehenden 17. Jahrhunderts sehr lebhaft vor Augen führt. Ich war des Öfteren sehr froh, als Frau nicht in dieser Zeit gelebt haben zu müssen. Umso mehr fesselte mich das Schicksal der Romanheldin.
Das einzige Manko dieses Buches sind einige unglaubwürdige Zufälle und Begegnungen, die andererseits aber die Spannung bis ins Unerträgliche erhöhen. Ein tolles Buch!
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28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Heißer Tip für Freunde historischer Romane, 4. März 2005
Es ist dies mein erstes Buch von Ursula Meier-Nobs (ich hab's noch nicht ganz durch), kann es aber schon jetzt allen Freunden historischer Romane wärmstens empfehlen.

Das Buch zeichnet ein lebendiges Bild des Lebens im Bern des ausgehenden 17. Jahrhunderts (und nicht der Renaissance, wie ein Korezensent anmerkte!). Die Handlung ist aus der sehr interessanten Perspektive einer Henkersfamilie beschrieben, wobei die Autorin zu Recht auf die alltäglichen Probleme einer Familie hinweist, deren Oberhaupt einem "unreinen" Beruf nachgeht. Ausgrenzung, Anfeindungen der "normalen" Bürger und Gesellschaft, die psychologische Verarbeitung von "berufsmäßiger" Folter und Hinrichtung nehmen einen angemessen großen Platz in der Geschichte ein. Wir lernen auch, daß die Henker interessanterweise nicht nur als Folterknechte, sondern auch als Ärtzte (natürlich heimlich) in Anspruch genommen wurden.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Musche, die Tochter des Henkers von Bern. Josiane, so ihr Name, kümmert sich um den kleinen Landstreicherjungen Mathieu, dessen Angehörige von ihrem Vater wegen Diebstahls bestraft und zeitweise eingesperrt werden. Sie erlebt, wie ihr Bruder David das Elternhaus verläßt, weil er nicht die Nachfolge seines Vaters antreten will. Sie verliebt sich in Martin, dessen Herkunft ein Geheimnis zu umgeben scheint. Und sie wird zur Ehe mit ihrem Vetter Jost gezwungen, damit das Amt des Henkers von Bern in der Familie bleiben kann. (weiter bin ich noch nicht)

Ursula Meier-Nobs beherrscht die deutsche Sprache souverän und hat einen sehr schönen Ausdruck. (Das tut gut, sind doch leider nicht alle aktuellen historischen Romane von sprachlich gleicher Qualität.) Sie ist damit für mich klar in den Top 10 der Autoren historischer Romane zusammen mit Petra Oelker, Barbara von Bellingen, Mani Beckmann oder Ulrike Schweikert. Auch wenn ich mit ihrem Buch noch nicht fertig bin, gebe ich ihm die Bestnote mit einer Empfehlung an alle Freunde historischer Romane und Biographien. Ich freue mich auf das Ende der Geschichte und auf das nächste Buch, das ich von der Autorin lesen werde.

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein spannender, gelungener Roman, 8. Juni 2004
Von Ein Kunde
Am Beispiel der Musche gibt das Buch einen guten Einblick in die Lebensverhaeltnisse des 18. Jahrhunderts. Es ist gut gelungen, die Zwiespaeltigkeit ihres Standes aufzuzeigen. Das Buch ist spannend geschrieben, laesst sich leicht und fluessig lesen und bringt durch den Wechsel der erzaehlenden Personen verschiedene Sichtweisen zum Ausdruck.Wer gerne historische Romane liest, sollte sich das Buch kaufen.
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5.0 von 5 Sternen Genial geschrieben, Frau lässt grüßen!
Ein schönes Buch! Ein Buch, welches imstande ist, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Ein Buch, dass manchmal weh tut aber sogleich wieder zärtlich tröstet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Februar 2006 von Michael Wirth

4.0 von 5 Sternen Faszinierendes Historienepos!
Ursula Meier-Nobs beschreibt in ihrem Roman das Schicksal der Familie des Berner Scharfrichters, wobei sich der Handlungsschwerpunkt auf Josiane, der Musche, bezieht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. November 2004 von steni18

5.0 von 5 Sternen Tolles Buch
Ich finde den Wechsel zwischen den erzählenden Figuren total gut, überhaupt nicht verwirrend! Ich habe das Buch verschlungen, und es ist für Fans von historischen Romanen ein... Lesen Sie weiter...
Am 12. November 2003 veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Spannend....
...aber leider etwas oberflächlich und die Sichtweise des Erzählers wechselte zu oft. Aus dem Stoff des Buches hätte sicher eine längere und fesslerende Geschichte gesponnen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Oktober 2003 von dusi

3.0 von 5 Sternen Etwas oberflächlich
Das Buch fängt gut an, aber die Personen bleiben für meinen Geschmack zu blas. Ich konnte nicht richtig mitfiebern mit Josiane, sondern fühlte mich immer nur als Beobachter... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Februar 2003 von Constanze Krohn

3.0 von 5 Sternen etwas verwirrend. besser einer Perspektive treu
Ich mag spannende historische Romane, in die man so richtig "versinken kann". Dieser hat den Ansatz dazu ganz sicherlich. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Dezember 2002 von A. Springer

5.0 von 5 Sternen Ein groÿartiges Buch
Ich lese gerne Historische Romane und bin ständig auf der Suche nach einem guten Buch. Als ich "Die Musche-Tochter des Scharfrichters" anfing zu lesen, wollte ich es nicht mehr... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. November 2002 von Sunny

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