Eigenartig! So ein Buch habe ich noch nie gelesen. Gespickt mit Bibelzitaten die nicht nur Erwähnung finden, sondern auch von den handelnden Personen ausgesprochen werden. Sie lassen diese Geschichte um die holländischen Siedler, die Buren, die in der Kapkolonie zu Hause waren, unwirklich erscheinen. Es ist hinlänglich bekannt, dass die Buren ein sehr strenggläubiges protestantisches Volk waren, die all ihr Tun und Handeln im Einklang mit Gott brachten.
Die Beweggründe des Autors seinen Haupt-Protagonisten viele Bibelverse in den Mund zu legen soll m.E.dieses strenggläubige, puretanische tägliche Handeln der Siedler verdeutlichen. Aber er zeigt auch wohin diese sture einseitige Denkweise bei dem Vater Pieter van der Kemp führt, bis zum Bruch und Zerfall der Familie.
Aus dieser Sicht gesehen, sind die einzelnen Charaktere sehr wohl fein gezeichnet. Aber auch ich bin der Meinung: "weniger wäre mehr"!