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"Davon haben wir nichts gewusst!" Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933-1945 [Gebundene Ausgabe]

Peter Longerich
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

7. April 2006
Was wussten die Deutschen über die Ermordung der Juden?

Was wussten die Deutschen vom Holocaust? Wie wurde die nationalsozialistische »Judenpolitik« in der Propaganda des Regimes dargestellt? Wie haben die Menschen auf Informationen und Gerüchte über den systematischen Mord an den Juden Europas reagiert? Diese Fragen gehören zu den zentralen, bisher ungelösten Problemen der Holocaust-Forschung. Auf der Grundlage neuer, bisher nicht ausgewerteter Quellen gibt Peter Longerich überzeugende Antworten.

Peter Longerich gelingt es, aus der Sicht des Historikers Antworten auf die Frage nach dem Wissen der Deutschen über die »Endlösung« und ihre Einstellung zur Judenverfolgung zu geben. Er hat die antisemitische Propaganda des Regimes analysiert, sich mit alliierten Rundfunkprogrammen und Flugblättern befasst, alle noch vorhandenen geheimen NS-Stimmungsberichte zur »Judenfrage« untersucht und zusätzlich Informationen aus Tagebüchern, Gerichtsakten, Aufzeichnungen ausländischer Besucher und anderen Quellen zusammengetragen.
Longerich weist nach, dass die Judenverfolgung im Deutschen Reich nicht nur in aller Öffentlichkeit stattfand, sondern dass das NS-Regime ab Ende 1941 immer wieder gezielte Hinweise auf die »Vernichtung« der Juden gab. Die konkreten Einzelheiten des Massenmordes unterlagen zwar strikter Geheimhaltung, doch diese wurde immer wieder durchbrochen. Durch seine Propagandapolitik versuchte das Regime der Bevölkerung zu signalisieren, dass sie zu Mitwissern und Komplizen eines Verbrechens ungeheuerlichen Ausmaßes geworden und ihr Schicksal auf Gedeih und Verderb mit der Existenz des Regimes verbunden war.

Ein Thema, das nach wie vor die Gemüter erregt und bisher nie schlüssig behandelt wurde.


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Siedler Verlag; Auflage: 2 (7. April 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3886808432
  • ISBN-13: 978-3886808434
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 438.466 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Davon haben wir nichts gewusst -- So lautete nach dem Ende der Naziherrschaft in Deutschland die Standardantwort auf die Frage, wie man die millionenfache Vernichtung von Juden hatte zulassen können. Die historische Forschung hatte daran, dass die übergroße Mehrheit der Deutschen tatsächlich nicht gewusst haben sollte, wie das Regime mit den ja nicht etwa im Verborgenen, sondern unter großem propagandistischen Tamtam Deportierten verfuhr, zwar immer wieder wohl begründete Zweifel geäußert. Eine derart faktenreiche und auf nur annähernd so breitem Quellenstudium basierende Arbeit, wie die nun von Peter Longerich vorgelegte, stand aber bis jetzt aus.

Der Autor belegt mit seiner ebenso fundierten wie sorgfältigen Analyse, dass die Zahl derer, die sehr wohl um die Judenvernichtung wussten, um ein Vielfaches höher gewesen sein muss, als bisher angenommen. Auch wenn die Mehrheit trotz allem tatsächlich wohl nicht so genau wusste oder wissen wollte, was mit den Juden tatsächlich geschah: Je länger der Krieg dauerte, desto geringer wurde das Interesse der Naziführung zu verhindern, dass die in Umlauf befindlichen Gerüchte zur allgemeinen Gewissheit würden: "Seit Mitte 1942 propagierte das Regime zunehmend – ein ungefähres Wissen um die "Endlösung" voraussetzend – und ganz offen, dass im Falle einer Niederlage in diesem Krieg die Juden den Deutschen das Gleiche zufügen würden, was diese ihnen angetan hatten."

Das Gefühl, so Longerich, dass die "Judenfrage" unmittelbar eine Frage des eigenen Überlebens sei, "war offenbar weit verbreitet". 1943 ging die NS-Propaganda diesbezüglich endgültig in die Offensive und bekannte sich ganz und gar unmissverständlich zu ihrer Vernichtungspolitik. Im Werben für den "Totalen Krieg" wurde dessen Notwendigkeit für jeden deutlich hörbar damit begründet, "der jüdische Erzfeind" müsse ausgerottet werden, bevor dieser seiner Absicht in die Tat umsetzen könne, seinerseits das deutsche Volk zu vernichten. "Die 'dem Volk' abverlangten zusätzlichen Kriegsanstrengungen versuchte das Regime in ein Plebiszit für die radikalste denkbare 'Lösung der Judenfrage' umzumünzen." Zugleich ließ man keinen Zweifel daran, dass das Volk insgesamt im Falle einer Niederlage von den Siegern wegen seiner Komplizenschaft zur Rechenschaft gezogen würde.

Als die unvermeidbare Niederlage näher rückte, vollzog das NS-Regime noch einmal einen Schwenk und belegte die "Endlösung" parteiintern mit einem Erörterungsverbot. Doch da hatte die Bevölkerung in ihrer übergroßen Mehrheit ohnehin bereits ihre "Flucht in die Unwissenheit" angetreten und sich so gegen die bevorstehende Generalanklage gewappnet. –- Andreas Vierecke

Pressestimmen

"Longerich ist es mit seiner quellengesättigten Untersuchung gelungen, wesentliche neue Erkenntnisse zu gewinnen, die breites Aufsehen hervorrufen werden innerhalb wie außerhalb der historischen Zunft." (Frankfurter Allgemeinen Zeitung)

"Longerichs Studie beeindruckt durch derartige Analysen und die große Materialfülle, aber auch durch die differenzierte Herangehensweise und abgewogene Urteile." (blick nach rechts)

»Longerichs voluminöses Werk lässt sich flüssig lesen und bietet einen guten Ausgangspunkt zur Beschäftigung mit dem Thema.« (Mindener Tageblatt)

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37 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gute Bearbeitung des Themas 3. Mai 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Mit seinem Buch "Davon haben wir nichts gewusst!" (Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933-1945) nimmt sich Peter Longerich eines nach wie vor umstrittenen wie bereits vielfach diskutierten Themas an. Seine Vorgehensweise, die ich für sehr lobenswert und übersichtlich halte, besteht darin, nicht nur bereits bekannte Quellen aufzugreifen, sondern diese auch mit neuen beziehungsweise bisher nicht beachteten Quellen zu kombinieren sowie auch von anderen Autoren verfasste Analysen zum Thema in Augenschein zu nehmen und auszuwerten, um ein möglichst differenziertes Ergebnis abzuliefern. Er pauschalisiert dabei weder in die eine noch in die andere Richtung, behauptet also weder, niemand habe etwas gewusst, noch, alle hätten etwas gewusst beziehungsweise ein detailliertes Wissen besessen.

Auch Gewichtigkeit, Glaubwürdigkeit sowie subjektive Einschlägigkeit der Quellen werden systematisch untersucht, erklärt und in die Gesamtauswertung einbezogen.

Im Vordergrund von Longerichs Untersuchungen stehen dabei vor allem die zeitgenössische deutsche Presse, sowohl der Partei als auch der nicht (direkt) der Partei unterstellten (zumindest bis zur Gleichschaltung der Presse), Berichte über die "Stimmung" in der Bevölkerung verschiedener Instanzen und die Tagebücher Goebbels. Des Weiteren werden, soweit vorhanden respektive von ergiebigem Wert, erhaltene Radiosendungen und private Schriften wie Briefe, Tagebucheinträge u.dgl. einbegriffen.

Alles in allem ein lesenswertes Buch, das ich nicht nur Historikern und allgemein Geschichtsinterssierten empfehlen kann!
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42 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragende Publikation 21. November 2006
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Nachdem nun auch die Zeitschrift "Damals" das vorliegende Buch auf Platz 2 ihrer wichtigsten historischen Neuerscheinungen für das Jahr 2006 im Bereich "Einzelstudie" gesetzt hat und ich in zahlreiche positive Rezensionen zu dem vorliegenden Werk gelesen hatte, wurde ich neugierig und habe mir das Buch besorgt. Um es kurz und knapp zu sagen: Mit Volker Ullrich von der "Zeit" ist festzustellen, dass Longerichs Studie das beste Buch zum Thema ist. Auf allerneuestem Forschungsstand - unter anderem den aktualisierten Goebbels-Tagebüchern, der Auswertung von Beständen des Moskauer Sonderarchivs und zahreicher Zeitungen und Zeitschriften entwirft der Autor eine faszinierend zu lesende Darstellung der "Öffentlichkeitsarbeit" des "Dritten Reiches" zum Thema Judenverfolgung und -vernichtung. Der Autor, Experte auf diesem Gebiet, Direktor des Research Centre for the Holocaust und Twentieth-Century History am Royal Holloway College der Universität London, bilanziert anhand früherer Veröffentlichungen zum Thema - von Marliese Steinert bis zu Schriften von Kershaw und Kulka/Jäckl - den Forschungsstand zum Thema. Bereits hier stellt er fest, dass es zum Thema "weit auseinader klaffende Befunde und relativ große Forschungslücken" (S. 19) gäbe. Dies liegt an unterschiedlichen methodischen Vorgehensweisen. Zum einen hat sich das zur Verfügung stehende empirische Material mit der Zeit erweitert. Außerdem muss ganz klar festgestellt werden, dass die Meinungsäußerung in einer totalitären Diktatur eben nicht mit demoskopischen Befunden einer freiheitlichen Demokratie verwechselt werden darf. Es muss unterschieden werden zwischen dem, was die Leute dachten und was sie sagten. Lesen Sie weiter... ›
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17 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ohne Verantwortung 1. März 2008
Format:Broschiert
In der U-Bahn bedrängen dunkel aussehende Gestalten eine Person. Die Bahn ist voll. Keiner greift ein. Später werden sie befragt. "Habe ich nicht gesehen" ist eine der Standardformulierungen. Sehen heißt, Verantwortung übernehmen.
In einem Regime, dass frühzeitig ,gleich zu Beginn seiner Herrschaft, ausstrahlte, du kannst hier verschwinden, wir nehmen dich mit,du kommst nicht wieder, fühlte sich eine grosse Mehrheit sicher unbehaglich, für die sichtbaren Greueltaten verantwortlich zu sein. Später befragt, davon haben wir nichts gewusst.

Die Studie von Longerich belegt, was wir längst wissen. Nicht wenige haben " gewusst", viele haben geahnt, ebenso viele waren Zeugen, standen dabei, gafften, waren einverstanden.
Aber als Verlierer der Geschichte hätte man sich schämen müssen. Die Mitscherlichs haben uns in den sechziger Jahren bereits erklärt, warum es zu keiner Scham kommen konnte- die Unfähigkeit zu trauern.

Das Dilemma eines solchen Buches ist, dass für diejenigen, die es angeht, eine Lektüre nicht in Betracht kommt,soweit soweit sie überhaupt noch leben und für diejenigen, die es interessiert, die Erkenntnisse nicht umwerfend neu sind. Bereits vor Jahrzehnten erschienen die "Meldungen aus dem Reich" ,Berichte des SD über die Stimmung in der Bevölkerung, als Dokumentensammlung bei dtv. Ziemlich ungeschminkt wurde über Wissen und Stimmung im Reich berichtet.Der Interessierte ist nicht überrascht. Und die Haltung zu Fehlverhalten ist nicht einzigartig, sondern typisch. Die erste Reaktion ist typischerweise, habe ich nicht gesehen, habe ich nicht gehört, habe ich nicht gewusst.

Die Un-Kultur des Wegschauens, des Keine-Veranwortung-Übernehmens ist allgemein verbreitet.
Aufzudecken gibt es da nur noch wenig, entscheidend ist, wie sich die Erkenntnisse verbreiten.
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