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Um nichts in der Welt. Eine Liebe von Cioran [Gebundene Ausgabe]

Friedgard Thoma
2.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

2001
Wenige Wochen später fuhr die junge Frau nach Paris, und es entstand eine Liebe und Freundschaft, die bis zu Ciorans Tod andauerte und in die später auch seine Lebensgefährtin eingebunden war. Mit ihr und Cioran verbrachte die Autorin 1981 zwei Wochen in Soglio, gemeinsam mit Freunden, darunter Hermann Burger. Später traf man sich zumeist in Paris, zuletzt besuchte sie Cioran in dem Heim, in dem er seinem Tod entgegendämmerte. Friedgard Thoma schildert ihr Verhältnis zu Cioran unter Einschluß des stets auf deutsch geschriebenen Briefwechsels der beiden. Es entspinnt sich die alte und immer wieder neue Geschichte vom alten Mann und dem schönen Mädchen: Sie liebt den Geist des alten Philosophen und er die Vitalität und Schönheit der jungen Frau. Nur wird die Geschichte hier ausnahmsweise vom "schönen Mädchen" erzählt, was ihr eine neue Dimension abgewinnt. Man bekommt ein Stück von jener "Lebensmechanik" zu fassen, die solche Beziehungen lenkt, und erfährt manch Überraschendes aus dem Leben eines Philosophen, der nicht unbedingt für seine Lebensfreude bekannt ist.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 139 Seiten
  • Verlag: Weidle Verlag (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3931135608
  • ISBN-13: 978-3931135607
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.201.693 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

2.2 von 5 Sternen
2.2 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Prediger der Verzweiflung als verliebter Greis 23. Dezember 2011
Es ist ent-täuschend, wenn Heilige sich als durchschnittlich und gewöhnlich entpuppen. Deshalb ist dieses Buch für Cioran-Freunde zugleich ärgerlich und befreiend (falls die Freiheit gewollt wird). Volker Weidermann schrieb in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zum Erscheinen dieses Buches: "Lebensablehnung, Einsamkeit, Trauer. Cioran ist so sehr in seine Traurigkeit versunken, dass es manchmal wie von selbst aus ihm zu trauern scheint: ,Ich lebe in einer automatischen Traurigkeit, ich bin ein elegischer Roboter.'
Und dann plötzlich das: Im Februar 1981 bekam er Post aus Deutschland. Es war nicht eines der üblichen Schreiben sympathisierender Selbstmordapologeten, die er in so großer, großer Zahl erhielt, sondern der Brief einer Verehrerin, Friedgard aus Köln, die ihm mitteilte, sein Werke wirke auf sie erhebend und regenerierend. Cioran ist begeistert, und es entwickelt sich eine Art Liebesgeschichte in Briefen, die Friedgard Thoma jetzt, sechs Jahre nach Ciorans Tod, als Buch herausgegeben hat.
Es ist: ein Liebesbuch, und es zeigt den Meister der Lebensverachtung in einer etwas peinlichen Lage: Cioran hatte sich in seine junge Verehrerin verliebt, sie trafen sich, sie machte ihm Hoffnungen, er war beglückt und schrieb: 'Meine Skepsis, die bis jetzt so behilflich war, scheint mich verlassen zu haben.' Aller Verzweiflungsschutz war fort, sogar der Zynismus hat ihn verlassen, und er klagt freudig: Seitdem ich Sie kenne, glaube ich an den Fortschritt - wegen des Telefons", mit dem er täglich mit ihr spricht. Doch sie lehnt eine enge körperliche Verbindung mit ihm ab, und die Briefe, die er fortan schreibt, sind etwas peinliche, demütigende, unsouveräne Zeugnisse eines sonst so souverän Verzweifelten; man kann die Nachlassverwalter von Ciorans Werk durchaus verstehen, die das Erscheinen dieses Buches um jeden Preis verhindern wolleten und es auch jetzt noch, nachdem es auf den Markt gekommen ist, verhindern wollen.
Aber jetzt ist es da, und noch radikaler als in den Cahiers sehen wir den Unglücksmeister in einer Pose, in der er sich nur ungern sehen lassen wollte. Mitunter fast als glücklicher Mensch, zumindest als ein ironiebereiter, großer Druchhalter: 'Es lohnt sich zu leben', schreibt er in gebrochenem Deutsch an die geliebte Friedgard wäre es nur für die überraschenden Enttäuschungen, die man begegnet.'"
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Als ich erfahren habe, daß Cioran mindestens das letzte Drittel seines Lebens in einer eheähnlichen Beziehung gelebt hatte, konnte ich es anfangs einfach nicht glauben. Liest man seine Bücher, dann kann man sich das auch nur schwer vorstellen. Nachdem ich allerdings auch erfahren musste, dass er während seines Studienaufenthalts in Berlin Ende der 30er Hitler und sein Regime angepriesen hatte, war ich auf jede Überraschung gefaßt. Dieses Buch ist vor diesem Hintergrund trotzdem eine Entdeckung und zeigt, dass auch ein Cioran, der immer viel Wert auf seinen Widerwillen gegen und Unabhängigkeit von dieser Welt gelegt hat, sich dem Motiv "alter Greis liebt junges Mädel, er will mit ihr ins Bett, sie bevorzugt einen väterlichen Freund", nicht entziehen konnte. Offensichtlich beleuchtet das Buch Aspekte, die einem so aus seinem Werk nicht bekannt sind. Zum Beispiel berichtet die Autorin gegen Ende des Buches, wie Cioran, geistig schon angeschlagen, unbedingt sein Grab auf dem Friedhof Montparnasse finden möchte. Thoma erzählt: Aber die schmalen Wege zwischen den scharfkantigen Platten, Kreuzen und Tafeln machen mich jetzt nervös, denn immerzu stolpert Cioran, der trotzdem ein rasantes Tempo vorlegt, so daß ich ihn nicht fassen kann. "Fallen Sie bloß nicht zwischen die Grabplatten, warten Sie doch mal, so wichtig ist das doch alles nicht, Sie finden Ihr Grab noch früh genug." Das eignet sich auch als eine gute Replik auf Cioran Werk insgesamt: "Wozu die endlose Jeremiade? So wichtig ist das doch alles nicht, Sie finden Ihr Grab noch früh genug!" Im Falle Ciorans sind - für mich jedenfalls - solche biographischen Details viel aufschlußreicher als all seine Bücher zusammen. Daher kann ich dieses Buch nur empfehlen.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ärgerlich 1. März 2004
Von Ein Kunde
Die Lekture ist unangenehm. Die Autorin ist ein Groupie - ohne ein Bewußtsein über ihre eigene Jämmerlichkeit zu besitzen. Die Briefe von Cioran sind selbstverständlich sehr interessant, aber man ekelt sich vor sich selbst, Komplize der Brecherin der Intimsphäre eines Menschen zu werden.
Die Autorin hält sich vermutlich für eine Intellektuelle, kann jedoch nicht schreiben und hat nichts weiter als Kälte und Kitsch im Kopf.
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