Kurzbeschreibung
Daß Menschen Aggressionen verspüren und auch aggressiv handeln, ist normal. Doch was ist, wenn sich aggressiv-destruktive Tendenzen unangemessen verstärken, zu dem werden, was Freud als "Psychose des Hasses und der Vernichtung" bezeichnete?Beispiele unserer Tage sind der Völkermord im ehemaligen Jugoslawien, aber auch die heftig aufflackernde rechtsradikale Gewalt im vereinigten Deutschland. Gerade dem zweiten Beispiel gilt Horst Eberhard Richters Aufmerksamkeit, und er fragt besorgt, wie diesen zerstörerischen Kräften Einhalt geboten werden kann. Er setzt seine Hoffnungen schließlich auf die nachfolgende Generation, ihr könnte es gelingen, die aus der Veränderung der deutschen Gesellschaft resultierende Orientierungslosigkeit, Verunsicherung und Angst zu überwinden.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Autorenportrait
Horst-Eberhard Richter, Professor Dr. med. et phil., geboren 1923. Psychoanalytiker, Psychiater und Sozialphilosoph, ehemaliger Geschäftsführender Direktor des Psychosomatischen Universitätszentrums in Gießen und heute Direktor des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt am Main. Theodor-Heuss-Preis 1980.
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