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Das neue Piemont. Im Land von Barolo, Trüffel und Slow Food - Porträt einer Genußregion [Gebundene Ausgabe]

Herbert Hacker , Joachim Riedl , Michael Leischner
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

2006
Wein, Trüffel, Käse, Salame und Risotti verleihen dem Piemont ein unvergleichliches kulinarisches Aroma. Nicht zufällig nahm von hier aus die Slow- Food-Bewegung - eine inzwischen weltweite Initiative zum Schutz kulinarischer Schätze - ihren Ausgang. Nunmehr wurde sogar nahe der Slow-Food-Metropole Bra die welterste "Universität der gastronomischen Wissenschaften" gegründet. Dort bilden international namhafte Forscher und Experten kulinarisch interessierte Studenten in einem vierjährigen Lehrgang zu Akademikern der gastronomischen Theorie und Praxis aus. Mit dieser kulinarischen Kaderschmiede wurde im Piemont eine neue Entwicklung eingeleitet: Überall ist eine neue Generation angetreten, um die ererbte Lebenskultur in eine spannende Zukunft zu führen. Das Porträt der neuen "cuccina" des Piemont wird abgerundet mit Adressen der wichtigsten Weingüter, der besten Restaurants und Hotels sowie mit Hinweisen auf besondere Produzenten und Spezialitäten.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 236 Seiten
  • Verlag: Carinthia; Auflage: 1 (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3853785905
  • ISBN-13: 978-3853785904
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 21 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 757.626 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neues, altes Piemont 24. März 2006
Rein theoretisch lebe ich auch im Piemont, ganz im Norden. Erkennbar ist das aber nur daran, dass die meisten Fußballfans hier ihre Liebe zur "Vecchia Signora" Juve erklären. Wenn das Gespräch sich um gut Essen und Trinken dreht ist klar, dass mit "Piemont" das südliche Piemont gemeint ist, das Dreieck um Alba, Asti und Acqui Terme und ohne Diskussion wird vorausgesetzt, dass man in jenem Piemont die beste Küche Italiens findet. Ich kann das - als objektiver Zugereister - nur bestätigen: Restaurants, in denen man noch 5 Stunden zu Abend essen kann, weil das Personal mit den einzelnen Gängen auf einem Wägelchen nochmal an den Tisch kommt für den "Nachschlag", in denen selbst der offene Tischwein von exzellenter Qualität ist, in denen zum Caffè corretto 2 Flaschen Grappa zum selber korrigieren auf dem Tisch gelassen werden, sind hier immer noch gar nicht so selten zu finden.

Insofern dreht sich das Buch von Herbert Hacker und Joachim Riedl um das alte, wiederentdeckte Piemont. Slow Food war hier eine Selbstverständlichkeit, lange bevor Carlin Petrini, dottore buongusto,1986 in Bra seinen Verein zur Verteidigung der kulinarischen Kultur begründete. Ähnlich wie Triest und sein friulanisches Umland ist das Piemont, sprachlich wie kulinarisch, eine eher "unitalienische" Region, wechselnde kulturelle und sprachliche Einflüsse prägten den "Pufferstaat" zwischen den Großmächten Frankreich, Spanien und den deutschen und Wiener Kaisern. Besonders Einflüsse des nahen Frankreich finden sich mannigfaltig in der piemonteser Küche, Schnecken und Froschschenkel inklusive, die bisweilen im Expertenstreit gipfeln ob die piemonteser Küche französischen oder italienischen Ursprungs sei. Ich finde, allein diese Diskussion spricht nur für die Qualität der Küche.

Selbstverständlich finden Barolo und Trüffel, die internationalen Insignien des Landstrichs, eine gebührende Erwähnung. Auch Romano Levi, der Hoheprister des Grappa, muss natürlich zwingend mit einem Kapitel vertreten sein. Darüber hinaus beschäftigt sich das vorliegende Genußbuch aber durchaus intensiv mit der Weinbautradition der Region, ein ganzer Abschnitt dreht sich beispielsweise um Nebbiolo, die ehemalige Haustraube des Piemont, längst abgelöst durch Dolcetto, Barbera und Moscato. Neben einem historischen Rahmen erfährt der Leser auch eine Vielzahl von Informationen zur Weinauswahl heute, nicht zuletzt durch die vorgestellten und besuchten Weinbauernhöfe.

Der mittelformatige Band stellt ausführlich die Besonderheit piemontesischer Kochkunst und Weintradition heraus, anhand weniger ausgewählter Beispiele, dafür aber ausgesprochen interessant mit geschichtlichen Verweisen, aktuellen Erneuerungen und deren Auswirkungen auf die Qualität der angebotenen Produkte. Leischners hervorragender Fotografie wird viel Platz eingeräumt und steht der Qualität der Texte in nichts nach. Ein Rezeptteil, Adressen und eine Überblickskarte der Region runden das vorliegende Buch ab. Fast Food und seine mächtigen Hintermänner kennen keinen größeren Feind als die Langsamkeit und ich keine Revolution, die mir so viel Spaß gemacht hätte. Ein Buch nicht nur für ausgemachte Gourmets sondern für jeden der weiß, dass man Kartoffeln nicht zwingend frittieren muss.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schluss mit verstaubten Ansichten über die Langhe 1. Februar 2009
Von Peter Krackowizer TOP 500 REZENSENT
Herbert Hacker und Joachim Riedl streifen durch das Land, Le Langhe, genannt. Es ist der südliche Teil der westliches Region Italiens. Dort, wo die Hochkultur des Essens und des Weines zu Hause ist. Herrliche Bilder von Michael Leischner machen Lust auf Piemont für Genießer. Keine spektakulären Bauwerke erwarten den Reisenden. Wohl aber auf (fast) allen Hügeln kleine und größere Dörfer. Allesamt mit langer Geschichte und Tradition.

Das Buch bringt einen interessant geschriebenen geschichtlichen Überblick, bevor es auf die "Fundamente" der Region zu sprechen kommt: über Weinberge, den Nebbiolo, die Patriarchen Angelo Gaja und Giacomo Bologna, über Gaumenfreunden und den Trüffel. Es werden traditionelle und moderne, ja, sehr moderne Restaurants vorgestellt. Was die Slow Food Organistion bedeutet, Rezepte aus der Region, ein kleiner, aber gut gestalteter Adressenteil (Hotels, Restaurants, Delikatessengeschäfte) und eine Übersichtskarte runden dieses angenehm zu lesende Buch ab.

Das Buch präsentiert diesen Teil des Piemonts als interessantes Reiseziel, das auch aber nicht nur gutes Essen und Wein zu bieten hat.
Das neue Piemont
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