Das neue Buch Hiob ist meiner Meinung nach Heinleins schönstes Werk. Was wäre, wenn der Teufel um keinen Deut schlechter wäre als Gott, sondern nur eine schlechtere PR-Abteilung hätte? Und wenn es nicht nur den christlichen Gott gäbe, sondern noch mehr? Mit diesem Problem sieht sich der Pfarrer Alexander Hergensheimer konfrontiert, als er auf einmal durch eine Vielzahl von Parallel-Erden geschleudert wird. Sein Glaube wird auf eine ziemlich harte Probe gestellt, während er und seine neue Frau eine Odyssee durchstehen, die am Tag des jüngsten Gerichts (Juni 1994) noch lange nicht endet. Und das Beste: Lazarus Long taucht nirgends auf, so daß sich die Geschichte ungestört entwickeln kann. Wer wissen will, ob Heinlein seinen guten Ruf wirklich verdient hat, findet hier die Antwort: ein klares Ja. Das Buch ist absolut lesenswert. Allerdings sollte man nicht also sensibel in Glaubensfragen sein, da Heinlein auch mit dem Christentum hart ins Gefecht geht - immer fest an der Bibel, aber nicht unbedingt so, wie es einem Prediger gefallen würde. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)