Franz Hohlers einziger Roman aus dem Jahr 1989 handelt von verschiedenen Menschen, deren Geschichten sich zumeist parallel entwickeln, die aber auch miteinander verknüpft sind. Das Buch handelt von ganz normalen Menschen wie du und ich. Zürich-Nord als Schauplatz kann überall sein. Alle Personen haben sich relativ bequem in ihrem Leben eingerichtet, müssen aber langsam erkennen, dass ihre kleine heile Welt Risse bekommen hat. Sei das im Beruf, in der Liebe oder Beziehung, auf dem Weg zum eigenen Ich. Der neue Berg, dem surrealen Element des Romans, ist eine Metapher, die ausdrückt, dass die Probleme langsam nach oben kommen, erkennbar werden und das fest gefügte Bild zerstören. Ein Neuanfang muss gemacht werden. Franz Hohler ist mit "Der neue Berg" ein sehr menschliches Buch gelungen, das bezüglich der Schilderung von menschlichen Schicksalen in der Tradition von Silvio Blatters Freiämter Trilogie (Zunehmendes Heimweh, Kein schöner Land, Das sanfte Gesetz) steht.