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Der neue Antisemitismus. Hinter den Kulissen der Normalität.
 
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Der neue Antisemitismus. Hinter den Kulissen der Normalität. [Taschenbuch]

Philipp Gessler
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Taschenbuch EUR 7,90  
Taschenbuch, 2004 --  
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 158 Seiten
  • Verlag: Herder, Freiburg; Auflage: 1 (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3451054930
  • ISBN-13: 978-3451054938
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (45 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 869.468 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Literatur über Lust und Leid des Schülerdaseins hat eine lange Tradition, von Hermann Hesses Unterm Rad bis Crazy von Benjamin Lebert. Markus Orths wirft nach seinem viel beachteten Romandebüt Corpus zur Abwechslung mal einen Blick hinter die Lehrerzimmer-Türen.

Studienassessor Kranich tritt seine erste Stelle in der schwäbischen Provinz an und gerät in eine Bildungsanstalt, die Kafka und Orwell ersonnen haben könnten. Weil der Junglehrer beim Chef, Direktor Höllinger, sogleich einige Minuspunkte verbucht ("Alkoholexzesse, falscher Wohnort, Vornotenignoranz"), versucht er als dessen GSB ("Geheimer Sicherheitsbeamter") Boden gutzumachen und unbotmäßige oder bloß schlampige Kollegen, die ihren Schlüsselbund liegen lassen, ans Messer zu liefern. Gleichzeitig sympathisiert er mit der KG, den rebellischen Elementen unter den Kollegen, trifft sich mit ihnen im Hinterzimmer einer Stuttgarter Gaststätte und bekommt auf der Lehrer-Toilette gut gemeinte Warnungen zugeflüstert. Das Ganze ist -- natürlich! -- als Parodie gedacht: James Bond meets Schulbürokratie. Auf diesem Grat balanciert der ehemalige Lehrer Orths in einigen Szenen recht gekonnt ("nieder mit dem Maulwurf!"), insgesamt jedoch stürzt er böse ab.

Statt auf die realsatirische Wirkung der Schulszenerie zu setzen, dreht er fieberhaft an der Absurditätsschraube: Da geilen sich dauerfrustrierte Studienrätinnen an ihrem prallen Wissensschatz auf ("Weiter, Kranich, machen Sie weiter, hören Sie nicht auf."), wird besagter Maulwurf nach erfolglosen Verhören bei zugezogenen Vorhängen kurzerhand per Los ermittelt oder stürmen als Frösche verkleidete Schergen der "Klett-Diktatur" eine Fachkonferenz. Richtig getimte Slapstick- und Screwball-Einlagen bleiben die Ausnahme, es dominiert die umständliche indirekte Rede, die das Bürokratendeutsch mehr imitiert als persifliert. Nicht einmal die Schüler tragen zur Belebung bei, denn sie schaffen es auch hier wieder einmal nicht bis ins Lehrerzimmer.

Der Roman trägt Züge einer Abrechnung aus persönlicher Betroffenheit -- und insofern wird er sein Publikum unter Ex- und Noch-Lehrern wohl finden. Wer nicht zu den Insidern gehört, wird bei der Lektüre weder wirklich schlauer noch besonders gut unterhalten. Schade! --Patrick Fischer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Ihr solltet auf jeden Fall sportliche Leser sein, denn sonst gerät man beim Lesen leicht aus der Puste – so schnell ist das Buch geschrieben. Kling komisch, ist aber so, auf jeder Buchseite passiert nämlich was, und die Erzähllawine gerät ins Rollen. Wer schon immer hinter die Kulissen seiner Schulzeit gucken wollte, bekommt mit dem Roman ›Lehrerzimmer‹ einen tiefen schwarzen Einblick.«
mdr 12.11.2007

»Ab damit auf den Lehrplan.«
Titanic August 2007

»Was subtil und wenig fassbar in mancher Schule, in manchem Betrieb abgeht, übersetzt Orths in lebendige, fantasievolle Szenarien, die grotesk erscheinen und doch so unmittelbar einleuchten, als hätte man sie schon erlebt.«
Neue Luzerner Zeitung August 2007

»So komisch beschrieben, dass man daran verzweifeln könnte ... Eine absurde Groteske, ein satirischer Amoklauf. Orths' Satire wird in vielen Lehrerzimmern auf zustimmendes Kopfnicken und verschwörerisches Lächeln stoßen.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Eine grandiose Satire mit Orwellschen Einschlägen.«
Buchmarkt

»Eine fulminante Satire – ein an Wortwitz und Slapstick überreicher Roman.«
Süddeutsche Zeitung

»Komisch, spannend und präzise. [...] Jede Schulbehörde sollte umgehend eine ultimative Verordnung erlassen, die allen Lehrkörpern die Lektüre von ›Lehrerzimmer‹ als unverzichtbaren Curriculumbestandteil auferlegt.«
Badische Zeitung

»Dieses Buch ist ziemlich lustig. Das muss gesagt werden, denn es versteht sich nicht von selbst. [...] Jeder kann mitlachen in diesem absurden Theater.«
Der Tagesspiegel -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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76 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Gekonnter Schlüsselroman, 10. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Lehrerzimmer: Roman (Taschenbuch)
Wer schon immer einmal einen Blick hinter die verschlossene Lehrerzimmertür werfen wollte, dem sei dieses Buch empfohlen. Markus Orths versteht es, mit lebendigem Sprachstil und großem Wortwitz eine Realsatire zu liefern, die von Anfang bis Ende fesselt.

Hier möchte ich noch kurz einige Dinge aus der Produktbeschreibung der Amazon Redaktion richtig stellen:

1) "Statt auf die realsatirische Wirkung der Schulszenerie zu setzen, dreht er fieberhaft an der Absurditätsschraube: Da [...]stürmen als Frösche verkleidete Schergen der 'Klett-Diktatur' eine Fachkonferenz".

---> In Lehrerkreisen werden Vertreter des Klettverlages, in Anlehnung an ihr Werk 'Green(!)-Line', gern als 'Frösche' bezeichnet. Der Rezensent hat dieses Wortspiel offenbar nicht verstanden und nimmt an, die Vertreter hätten sich als Frösche verkleidet.

2. "Richtig getimte Slapstick- und Screwball-Einlagen bleiben die Ausnahme, es dominiert die umständliche indirekte Rede."

---> An manchen Stellen persifliert Orths ein 'Dienstherrendeutsch' ("er, Höllerich, möge ihm, Kleible, bitte einmal darlegen, wie er, Kleible, es anzustellen habe..."). Dies bremst den Lesefluss keinesfalls, sondern, im Gegenteil, trägt es zum Lesevergnügen bei. Mit "richtig getimte[n] Slapstick- und Screwball-Einlagen" hat dies im Übrigen nichts zu tun. Meines Wissens lag es auch nicht in der Absicht des Autors, eine Screwball Komödie zu schreiben.

3. "Der Roman trägt Züge einer Abrechnung aus persönlicher Betroffenheit -- und insofern wird er sein Publikum unter Ex- und Noch-Lehrern wohl finden. Wer nicht zu den Insidern gehört, wird bei der Lektüre weder wirklich schlauer noch besonders gut unterhalten. Schade!"

---> Eine persönliche Abrechnung irgendeiner Art kann ich in dem Buch nicht finden. Mir sind sowohl (ältere) Schüler als auch Eltern bekannt, die sich bei der Lektüre köstlich amüsiert haben . Im weiteren Sinne fallen diese beiden Gruppen auch zu den "Insidern". Folglich sind demnach alle Menschen "Insider", es sei denn, sie hätten niemals in ihrem Leben eine Schule besucht.
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Realität ist die beste Satire, 19. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Lehrerzimmer: Roman (Taschenbuch)
Für die Bewertung dieses Buches spielt die Berufsgruppe des Lesers eine wahrscheinlich größere Rolle als gewöhnlich. Ich als Lehrerin halte diese Satire für so böse und gleichzeitig so treffend wie weniges, was ich über den Schulbetrieb gelesen habe. Wer nicht gallig lacht bei der Lektüre, hat vom Schulbetrieb keine Ahnung - oder ist schon viel zu lange drin. Ich liebe dieses Buch.
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33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen das habe ich hautnah miterlebt..., 19. Januar 2005
Von 
Christian Schell "Schellito" (Stuttgart, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lehrerzimmer: Roman (Taschenbuch)
als ehemaliger schüler an dem göppinger gymnasium, welches dreh- und angelpunkt der geschichte ist hatte ich direkten einblick in das verhalten der lehrer und den kompletten schulalltag. herr orths berichtet gekonnt überspitzt wie es sich hätte zutragen können und liegt oftmals nicht allzu weit weg von der realität. nicht nur für schüler des whg (so heißt die schule nämlich richtig) eine absolute pflichtlektüre!

herr orths hat damals unsere parallelklasse in englisch unterichtet und ich hatte oftmals auch persönlich mit ihm zu tun. es hat mir riesig spaß gemacht zu rätseln, welcher meiner lehrer sich hinter den pseudonymen verbirgt, deren charaktereigenschaften treffend beschrieben wurden.

einfach klasse. das hätte ich dem jungen mann garnicht zugetraut, der so verschlafen wirkte aber immer einen guten spruch auf lager hatte. das meiste, was er schreibt stimmt auch wiklich, wobei es natürlich überspitzt dargestellt ist. aber wirklich klasse.

p.s.: herr höllinger der rektor hat den namen von meinem ehemaligen nebensitzer, der damals als smv-ler der schulleitung das leben schwer gemacht hat. auch das war ein genialer geniestreich von herrn orths. für insider natürlich doppelt lustig!

also los und kaufen! habe mir gerade auch die beiden anderen bücher von ihm bestellt. bin gespannt!

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