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Sie nahmen mir die Mutter und gaben mir ein Gewehr. Mein Leben als Kindersoldatin
 
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Sie nahmen mir die Mutter und gaben mir ein Gewehr. Mein Leben als Kindersoldatin [Restexemplar] [Gebundene Ausgabe]

China Keitetsi , Sigrid Engeler
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Ullstein Buchverlage / Ullstein Taschenbuchverlag (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3550075561
  • ISBN-13: 978-3550075568
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 156.244 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Noch heute kommt es vor, dass sie ihre Maschinenpistole vermisst, die zu einem Teil von ihr geworden war: Über Jahre hinweg gewährte die Uzi Schutz. Vermutlich wird es viele Jahre dauern, bis Misstrauen und Härte aus den Augen der jungen Frau auf den Fotos weichen werden. Heute lebt China Keitetsi im sicheren Dänemark. Doch oft wandern ihre Gedanken zurück in ihre Heimat Uganda, wo sie als 10-Jährige verschleppt und von Soldaten der "National Resistance Army" zur Kindersoldatin und gefährlichen Kampfmaschine herangezüchtet wurde.

Als Tutsi aufgewachsen auf der Farm ihres verhassten Vaters, eines begüterten Großgrundbesitzers und Machtmenschen, "von seinem Naturell her eher Raubtier, als Mensch", durchlebte China eine Kindheit unter Schlägen und schwerster Arbeit, die sie rückblickend am liebsten ungeschehen machen würde. Parallel zu diesen freudlosen Kindertagen verlief Ugandas schwärzeste Zeit. 1982 geriet Obote, korrupter Präsident und Alleinherrscher, durch die Nationale Widerstandsarmee seines Widersachers Museveni unter Druck. Überzeugt, dass die NRA von den Tutsi Unterstützung erhielt, ordnete Obote deren Vertreibung nach Ruanda an, wo sie der sichere Tod erwartete.

Eine Welle des Hasses brach los, jahrelange Unterjochung rächte sich nun. Angestellte töteten das Vieh des Vaters, Enteignete forderten ihr Land zurück. Von nun waren der grausame Gutsherr und seine Familie die Gejagten. Auf ihrer Flucht geriet China in ein NRA-Rekrutierungscamp. Fortan diente sie dem Rebellenführer Museveni, der als "Vater aller Kindersoldaten" zu zweifelhaftem Ruhm gelangt war. Kämpfend wurde die kleine Soldatin zur hautnahen Zeugin von zehn Jahren blutigster afrikanischer Geschichte -- Bilder einer Kindheit, die sich unauslöschlich in sie eingebrannt haben.

Geschätzte 300.000 Kinder sind weltweit in Kampfhandlungen involviert. In China Keitetsi, die nach ihrer dramatischen Flucht durch halb Afrika mithilfe der UN in Dänemark eine neue Heimat fand, haben sie zum ersten Mal eine Stimme erhalten. –-Ravi Unger

Kurzbeschreibung

Im Alter von acht Jahren wurde China Keitetsi von Soldaten in der Nähe ihres Heimatdorfes in Uganda verschleppt. Im Rekrutierungslager musste sie marschieren und lernte den Umgang mit der Waffe. Da sie zu klein war, selbst ein Gewehr zu tragen, wurde sie zunächst als Lockvogel eingesetzt, später kämpfte sie als Frontsoldat und Leibwächter für hohe Militärs. Mit neunzehn Jahren konnte sie endlich fliehen. Doch die Flucht bedeutete nicht die ersehnte Freiheit, sondern wurde für die junge Frau zu einem Kampf ums nackte Überleben.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kaum zu glauben, dass ein Mensch nach solchen Qualen noch die Kraft besitzt ein neues Leben zu beginnen. Es ist wirklich erschütternd, was Menschen anderen Menschen antun können. Und der Rest der Welt schaut zu !!!!
Kinder, die Menschen töten und ihnen noch dabei in die Augen sehen müssen. Mädchen, die nicht nur zum Kämpfen gezwungen werden, sondern auch noch missbraucht werden. Dieses Buch legt man nicht so leicht zur Seite.
Es ist ähnlich einschneidend und erschütternd wie Waris Diries "Wüstenblume". Unglaubliches wird aufgedeckt, von dem wir noch nie gehört haben, dass aber in Afrika alltäglich ist. Der Mut dieser Frau ist zu bewundern. Und vielleicht denken wir demnächst zweimal nach, wenn wir mit unserem Schicksal hadern !
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dieses Buch ist trotz seiner leicht verständlichen Sprache von der ersten bis zur letzten Seite eine einzige Anklageschrift. Angeklagt wird die eigene Familie der China Keitetsi, ein absolut maroder afrikanischer Staat - namens UGANDA -, das dortige Militär, usw..... bis hin zur "zivilisierten" Welt, die sich dieser Zustände durchaus bewusst ist, jedoch offenbar außer Stande zu sein scheint, etwas dagegen zu unternehmen. Neben einer unglaublich schockierenden Kindheit und Jugend als Kindersoldatin (was für sich alleine gesehen schon furchtbar genug ist) berichtet die Autorin von zahllosen menschenverachtenden Einzeltaten ihr gegenüber - von Schlägen, Inhaftierungen und unzähligen Vergewaltigungen, die sie scheinbar ganz banal lediglich am Rande zu erwähnen scheint.
Man ist als Leser nur noch schockiert.

Was muss ein Mensch im Alter von 25 Jahren mitgemacht haben, wenn er in der Lage ist, eine solche Biografie zu schreiben......

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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Gewehr als Mutterersatz? 22. Oktober 2002
China Keitetsis Buch ist ein erschütternder Bericht darüber, wie ein junger Mensch durch die fehlende Liebe durch ihre Familie sowie die Verkettung unglücklicher Umstände immer tiefer in einen Sumpf von Gewalt und innerer Zerrissenheit gerät. Und wie sie die schrecklichen Erlebnisse, die sie in ihrer Heimat erfahren musste, bis heute nicht losgelassen haben. Sie erspart dem Leser die einzelnen Details des Krieges, in dem sie als eine Kampfmaschine ohne eigenen Willen in voller Loyalität für ein brutales Regime mißbraucht wurde. Es wird durch ihre stellenweise Distanz jedoch klar, welch tiefe Wunden der Krieg bei ihr hinterlassen hat. Es bleiben allerdings einige Fragen offen. Die Frage nach ihren Kindern. Was geschah mit ihnen seit ihrer Flucht aus Uganda? War es China möglich, trotz ihrer Misshandlungen durch den Vater in ihrer eigenen Kindheit eine normale Mutter-Kind-Beziehung aufzubauen? Wie konnte sie sich damals in ihrer Zeit beim Militär um ihren Sohn kümmern? Es wäre auch interessant zu wissen, wie ihr Alltag heute in Dänemark aussieht. Konnte es ihr gelingen, das Trauma ihrer Kindheit, das sich heute tausendfach an anderen Orten wiederholt, hinter sich zu lassen? Auch die unausgesprochenen Dinge dieser Lebensgeschichte lassen ahnen, welchen Kampf China bis heute ausficht, damit sie diesen bewundernswerten Lebensmut nicht verliert.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Das zweite ist gefühlvoller...
Ich habe das zweite Buch von China Keitetsi zuerst gelesen und kann empfehlen, einfach nur das zweite zu lesen (weiss leider gerade nicht, wie es heisst). Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. November 2009 von Juicy Juice
Grausame Realität vor Augen führend
Buch kennengelernt und gekauft bei amazon.de im Abverkauf. Erfreuliche Qualität hier beschrieben von einer lesefreudigen Studentin mit äußerst schmaler... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Januar 2007 von Auntie reads and cycles
Wenn Kinder töten müssen
China Keitetsis Lebensbericht ist mehr als eine Erzählung aus Ihrem Leben. Er ist ein Hilferuf einer Frau, die - ihrem ohnehin trost- und lieblosen Bisschen Kindheit entrissen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Juli 2006 von Karin Werner
china ist ein wunderbarer mensch
dieses buch ist einfach unglaublich...! ich habe china gestern abend persönlich kennen gelernt. sie hat von ihrem leben erzählt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Oktober 2003 von K. Klottka
Sehr gutes Buch
Das Buch ist ganz hervorragend geschrieben. Selten fiel mir es so schwer, das Lesen zwischendurch zu unterbrechen. Sehr empfehlenswert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. September 2003 von Bitbierchen
Ich hatte das Glück China persönlich zu treffen
Das Buch besticht durch seine einfache Sprache. Die Gedanken wurden einfach niedergeschrieben. Kein proffesnioneller Autor hat hier an den Formulierungen mitgefeilt und deshalb ist... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. September 2003 von Thomas Wanzenböck
Enttäuschend
Die Schilderungen in diesem Buch sind etwas oberflächlich. Auf bestimmte, wichtige Details geht die Autorin vile zu wenig ein. Lesen Sie weiter...
Am 19. August 2003 veröffentlicht
Schockierend
Wenn nur die Hälfte von dem wahr ist, was Frau Keitetsi schreibt, ist es zu viel für eine Person und ein Leben. Die Sprache ist einfach, aber auch drastisch. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Juli 2003 von Dr. Christoph Kagerbauer
Der Krieg ist nicht vorbei
China Keitetsi ist noch immer im Krieg, jetzt mit ihren eigenen Erinnerungen... Ist ihre traurige Kindheit wirklich schuld, daß sie zur Kindersoldatin wurde? Lesen Sie weiter...
Am 1. Juli 2003 veröffentlicht
Meldet sich die Wahrheit, verliert die Lüge ihre Macht
China Keitetsi entblösst Musevenis Diktatur und macht das NRM-System zum Lachnummer der Welt der Demokratie. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. April 2003 von Alex Abukha
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