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Die nackten Tatsachen des Klaus Ender. Ein Leben zwischen Ost und West. Autobiographie
 
 
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Die nackten Tatsachen des Klaus Ender. Ein Leben zwischen Ost und West. Autobiographie [Gebundene Ausgabe]

Klaus Ender
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 214 Seiten
  • Verlag: Wevos; Auflage: 1., Aufl. (2. Dezember 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937547037
  • ISBN-13: 978-3937547039
  • Größe und/oder Gewicht: 23 x 17 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 394.419 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Klaus Ender
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Produktbeschreibungen

dpa, 04.12.2004

Von Martina Rathke, dpa

Rügen (dpa) - Der FFK-Strand war sein Hauptaktionsfeld. Ob in den Dünen der Ostseeküste, im Kornfeld oder in der Intimität einer Wohnung - die jungen, nackten Frauen, strahlten stets eine selbstverständliche Natürlichkeit und Unbefangenheit aus. Mit seinen Aktfotografien brachte der Fotograf Klaus Ender etwas Freizügigkeit in den grauen, geordneten DDR-Alltag. Wenn Enders Bilder im «Magazin» oder auf der Funzel-Seite des «Eulenspiegel» erschienen, waren die begehrten Hefte bereits am Erscheinungstag vergriffen. Nun hat der 65-Jährige seine Autobiografie unter dem Titel «Die nackten Tatsachen des Klaus Ender» vorgelegt.

Auf 216 Seiten beschreibt Ender ein atemloses Leben. Er lernt den Beruf des Bäckers, als Autodiktat eignet er sich die ersten Kenntnisse der Fotografie an, er gerät ins Visier der Stasi, wird später vom Opfer zum IM der Stasi, siedelt nach Österreich über, kehrt in den Osten zurück. Seit acht Jahren lebt Ender auf Rügen, dort, wo seine Karriere vor 30 Jahren begann. (...)

«Das Schreiben war eine Befreiung, die zugleich auch weh tat», sagt Ender. «Ich wollte alles offen legen, ohne Beschönigungen.» (...) 060134 Dez 04

SPIEGEL online, 03.12.2004 (mit vielen Fotos)

AKT-FOTOGRAF KLAUS ENDER

"Die Frau und ihr köstliches Dreieck"

Von Annette Langer

Seine Heldinnen waren athletische Pionierfrauen, blonde Brünhilden oder in Fischernetze verstrickte Nixen. Jetzt hat der einst zum erfolgreichsten DDR-Fotografen gekürte Klaus Ender seine Autobiografie veröffentlicht - einschließlich intimer Ausblicke auf die "naturbelassene Schönheit" der sozialistischen Frau (...).

1966 bekam der Fotograf die Genehmigung, als selbständiger Bildreporter zu arbeiten - ein Privileg für den DDR-Bürger, das er teuer bezahlen musste: Ender arbeitete 15 Jahre lang als IM für die Staatssicherheit. In seiner Biografie legt der Autor diesen Tatbestand ebenso kompromisslos offen wie andere sehr persönliche Details (...) Im Jahr 1981 reiste Ender über Österreich in die Bundesrepublik aus. (...) Über seine Vergangenheit hinter dem eisernen Vorhang sagt er heute: "Auch wenn es ein Widerspruch in sich ist - ich war freier in der DDR. Im Westen wird noch heute jeder FKK-Strand abgeschottet und auf irgendeine Art verwaltet. Wir legten damals mit unseren Sachen einfach alles ab - das wäre im Westen so nicht möglich gewesen."


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Künstlerschicksal in der DDR, 23. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Die nackten Tatsachen des Klaus Ender. Ein Leben zwischen Ost und West. Autobiographie (Gebundene Ausgabe)
Der ehrliche und ungeschönte Lebensbericht des freischaffenden Künstlerfotografen Klaus Ender schildert spannend und authentisch die schwierigen Lebensumstände in der DDR.

Der Autor erlebt als kleiner Junge gemeinsam mit seiner Mutter die entbehrungsreiche Nachkriegszeit und erarbeitet sich danach von Jugend an trotz zahlreicher Anfangsschwierigkeiten konsequent einen Namen als Landschafts- und Aktfotograf. Die schöne Insel Rügen, ein Naturparadies, wird bald seine Heimat und bietet ihm dafür zahlreiche Möglichkeiten.

Früh wird die Stasi auf den Republikflüchtling aufmerksam, der den unzumutbaren Arbeits- und Lebensbedingungen als Bäcker - seinem erlernten Beruf - entfliehen wollte.
In die DDR zurückgekehrt, wurde er durch Erpressung und Intrigen Inoffizieller Mitarbeiter (IM) der Stasi. Eine Absage hätte für ihn ein Strafverfahren und das Ende seiner künstlerischen Tätigkeit bedeutet. Sie ist sein Lebenselixier, als kreativer und naturverbundener Mensch entwickelt er in den kommenden Jahren die Akt- und Landschaftsfotografie zu einem eigenständigen Kunstgebiet der DDR.
„Akt & Landschaft", die von ihm 1975 ins Leben gerufene Fotoausstellung wird ein großer Erfolg und etabliert sich später als bedeutende DDR-Traditionsschau. Daneben fotografiert Ender für das Karl-Marx-Werk Babelsberg und veröffentlicht regelmäßig im „Eulenspiegel" und in „Das Magazin" sowie ausländischen Publikationen.

Dass der Weg bis dahin weit und voller Steine war, wird dem Leser anschaulich und spannend vermittelt. Der ehemalige DDR-Bürger fühlt sich an eigene Erlebnisse erinnert, westdeutsche Leser können sich endlich wieder einmal (!) ein differenziertes Bild der Lebensumstände in Ostdeutschland zu Zeiten der Mauer machen. So bietet das Buch wichtige Aufklärung für eine ehrliche Auseinandersetzung mit der DDR-Vergangenheit.

Das bekannte Vorurteil, dass IM's ausschließlich Täter im System der Bespitzelung durch die Staatssicherheit waren, wird durch die Schilderung Enders weiter zurechtgerückt: IM's waren sehr wohl ebenso Opfer und haben oft versucht, mit den ihnen eigenen Mitteln Schlimmes zu verhindern. Beispiel dafür ist die Warnung eines Bulgarien-Urlaubers durch den Autor, der durch DDR-feindliche Äußerungen der Stasi ein Dorn im Auge war. Ohne Enders Eingreifen hätten ihm Denunziationen gedroht, deren Ausmaß oft nicht abzusehen war.

Verständlich ist vor diesem Hintergrund die Enttäuschung des Künstlers über die mangelnde Anerkennung seiner fotografischen Leistungen nach seiner Ausreise aus der DDR sowie die ausbleibende Rehabilitation nach der Wende, u.a. durch Falschaussagen ehemaliger Spitzel. Hier liegt eine Tragik neuer deutscher Geschichte, die noch zu wenig künstlerisch bearbeitet, interessanten Stoff für weitere literarische und filmische Aufarbeitung bieten könnte.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen "Die nackten Tatsachen des Klaus Ender", 15. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Die nackten Tatsachen des Klaus Ender. Ein Leben zwischen Ost und West. Autobiographie (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist packend und spannend ohne ein Thriller zu sein, es läßt den Leser teilhaben an einem Leben voller Entbehrungen, Erfahrungen, Erfolge und dem Bestreben, sich selbst immer treu zu bleiben, kein Ghostwriter polierte die Sätze bis zur Marktreife, der Autor schrieb es in einfacher ehrlicher Sprache selbst, so wie er sein Leben generell selbst in die Hand nahm.

Dadurch besitzt das Buch eine unnachahmliche Authentizität, die es zusammen mit der Offenheit und Ehrlichkeit des Autors zu einem Werk macht, welches nicht für einen gewinnbringenden Markt produziert wurde, sondern für Leser, die in der Lage und Willens sind, sich in einen anderen Menschen hineinzuversetzen um sein Denken, Fühlen und Handeln zu verstehen.

Es werden geschichtliche Geschehnisse beschrieben, von denen man so oder ähnlich schon öfter gehört hat, aber selten so persönlich und berührend. Klaus Ender öffnet sich dem Leser in einer Art und Weise, wie sie in der heutigen Zeit kaum noch üblich ist, er gibt so viel von sich preis, daß man sich ihm nahe fühlt.
Nicht allein die Kraft, die er aufgebracht hat, um sein Leben zu dem zu machen, was es heute ist, gibt Mut und Zuversicht, sondern auch die Tatsache, daß der Autor sich nicht scheut, Gefühle zu zeigen und die eigene Verletzlichkeit und Fehlbarkeit offen und ehrlich darzustellen, hinterläßt beim Leser ein starkes, gutes Gefühl.
Rückblickend auf das, was er in seinem Leben bisher geschafft hat, darf Klaus Ender auch vollkommen berechtigt stolz sein auf seine Verdienste um die Entwicklung der Aktfotografie in der DDR.
Mit der Offenbarung seiner erpressten IM-Tätigkeit für das MfS berührt Klaus Ender ein auch heute noch sehr schwieriges Thema, weil zu viele Vorurteile und Vorverurteilungen in den Köpfen der Menschen existieren.Dieses Buch kann helfen, diese abzubauen, es zeigt auf, dass nicht jeder IM ein Verbrecher und ein Werkzeug des Staates war - genauso wenig, wie jemand, der nicht für die DDR war, gleich ein Widerstandskämpfer war.

Wieviele IMs hatten - wie er keine andere Wahl, als der Zusammenarbeit mit dem MfS zuzustimmen und dennoch versuchten, ihren Werten treu zu bleiben. Die Reduzierung des Lebenswerkes von Klaus Ender auf seine IM-Tätigkeit, die zeitlich gesehen nur einen geringen Teil ausmachte, ist ebenso verwerflich, wie unsinnig.

Das Buch ist nicht nur eine Biografie mit Fakten und Tatsachen, sondern eine Reise in die Gefühlswelt eines ehrlichen, offenen und nach Harmonie strebenden Menschen, eine Reise, von der man voller Eindrücke und neuer Erfahrungen und vor allem gestärkt zurückkehrt.

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Akt, Schönheit, Stasi, Täter und Opfer, 26. November 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die nackten Tatsachen des Klaus Ender. Ein Leben zwischen Ost und West. Autobiographie (Gebundene Ausgabe)
In der DDR gab es nur in zwei ausgewählten Zeitschriften (Eule, Magazin) ganz sparsam monatlich ein Nacktfoto einer weiblichen Schönheit zu sehen; deshalb waren diese Zeitschriften auch so begehrt und immer vergriffen bzw. nur unterm Landentisch zu haben. Nun erfuhr ich, wer diese Fotos (besser Aktfotos) in der DDR produziert hat - Klaus Ender.
Ender beschreibt in seiner Autobiographie sein Leben, angefangen von einer schweren Kindheit bis zum Höhepunkt als freischaffender und hoch gelobter Akt-Fotograf der DDR, der sogar von der SED vereinnahmt wurde. Die Biographie ist offen und direkt erzählt, wirkte daher auch direkt spannend und lebensnah auf mich; es war schwer das Lesen zu beenden, wenn man noch nicht den Schluss erreicht hatte.
Seine Arbeit als Akt-Fotograf war natürlich auch für die Stasi interessant. Er beschreibt in seinem Buch, wie er zur Mitarbeit gezwungen wurde, nicht freiwillig mitmachte. Ein Umstand, der heute vor allem in Westdeutschland noch nicht klar differenziert wird. Viele IM's wurden wirtschaflich oder persönlich gezwungen mitzumachen, eine Tatsache, die man in der Ender-Biographie erstmals von Anfang bis Ende nachvollziehen kann. Hätte ich anders gehandelt?
Eine Autobiographie die berührt, kann ich nur zum Lesen empfehlen.
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