Mein erstes Buch, welches ich von Michael Kiesen gelesen habe - und dieses vorneweg: Sicher nicht das Letzte.
Ein sehr ergreifende Geschichte um eine scheinbar intakte Familie im Raum Stuttgart. Und dieser Roman beschreibt keinen Einzelfall und schon gar nicht spezifisch für das Schwabenland - im Gegenteil: Er thematisiert eindringlich das 'Auseinanderleben' von Kindern und Eltern, Sexualdelikte, erwachende Sexualität und die ausschweifende Umsetzung derselben.
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Der Roman ist geschrieben in einer ruhigen, ja fast betulichen Sprache. Erzählt wird der Roman von zwei *Ich-Erzählern*: René (dem Freund von Jan) und 'dem Rechtsanwalt' (ein ehemaliger Studienkollege und Freund seines Vaters). Diese verschiedenen Erzählperspektiven sind ausgesprochen interessant und spannend.
Einige Leser werden vielleicht an den ausgiebig beschriebenen sexuellen Erlebnissen der beiden Jugendlichen Anstoß nehmen - ich hingegen fand sie wichtig und hilfreich zum Verständnis des Geschehens.
Fazit: Eindringliche Empfehlung, diesen deutschsprachigen Kriminalautor zu entdecken.
Beste Grüße - Reinhard Busse