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Der nackte Feind. Anti-Islam in der romanischen Kunst. Ein Foto-Text-Band
 
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Der nackte Feind. Anti-Islam in der romanischen Kunst. Ein Foto-Text-Band [Gebundene Ausgabe]

Claudio Lange
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 88 Seiten
  • Verlag: Parthas; Auflage: 1., Aufl. (Januar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3936324131
  • ISBN-13: 978-3936324136
  • Größe und/oder Gewicht: 30,4 x 20,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 640.197 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kurzbeschreibung

Claudio Langes Fotoserie von Skulpturen an romanischen Kathedralen zeigt Figuren, deren Drastik schwer zu überbieten ist: Männer und Frauen mit entblößten Geschlechtsteilen, Masturbierende in Gebetshaltung, Prostituierte, Weinfassträger, Löwen in obszöner Haltung. Entgegen den bisherigen Interpretationen versteht der Künstler und Religionswissenschaftler diese Skulpturen aus dem 11. und 12. Jahrhundert als anti-islamische Bildpropaganda. In seiner innovativen Arbeit gelingt es Claudio Lange, eine Ikonographie des Feindes nachzuweisen, der zu Zeiten der Kreuzzüge eben nicht ein gesichts- und namenloser Feind war, sondern in diesen Bildern eindeutig erkennbar ist: der Islam. Eine Auswahl der Fotografien wurde erstmals im Museum für Islamische Kunst in Berlin gezeigt. Der vorliegende Band dokumentiert diese Ausstellung.

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Format:Gebundene Ausgabe
Der in Berlin lebende chilenische Künstler und Religionswissenschaftler Claudio Lange hat über mehrere Jahre Skulpturen an romanischen Kathedralen vorwiegend in Südfrankreich und Spanien fotografiert. Die dabei entstandene Fotoserie zeigt Figuren, deren Drastik schwer zu überbieten ist: Männer und Frauen mit entblößten Geschlechtsteilen, Masturbierende in Gebetshaltung, Prostituierte, Weinfassträger, sowie Löwen in obszöner Haltung.

Entgegen den bisherigen kunsthistorischen Interpretationen versteht Claudio Lange diese Skulpturen aus dem 11. und 12. Jahrhundert als anti-islamische Bildpropaganda. In seiner innovativen Arbeit gelingt es Claudio Lange, eine Ikonographie des Feindes nachzuweisen, der zu Zeiten der Kreuzzüge eben kein gesichts- und namenloser Feind war, sondern in diesen Bildern eindeutig erkennbar ist: der Islam. Nicht irgendeine apotropäische Wirkung erhoffte man sich von den steinernen Werken, vielmehr stellt sich die Bildpolemik hier in den Dienst der militärischen und politischen Unterwerfung des Islam. Der Feind, der hier verstümmelt und verlacht, entblößt und pervertiert von den Bildhauern an die Kapitelle und Kragsteine der europäischen Kirchen gehängt wird, ist der Muslim. Die Bildpropaganda diente der Motivation für die Rückeroberung islamischer Gebiete Europas und zur Unterdrückung und Vertreibung ihrer islamischen Bewohner.

Eine Auswahl der Fotografien wurde erstmals im Museum für Islamische Kunst in Berlin gezeigt. Der vorliegende Band dokumentiert diese Ausstellung, ergänzt durch ein Vorwort von Almut Sh. Bruckstein und einen Essay von Gil Anidjar, führender vergleichender Literaturwissenschaftler der Columbia University. Außerdem liefert Claudio Lange eine Neuinterpretation des Rolandsliedes. So wird eine ikonographische Typologie des Feindes im 11. und 12. Jahrhundert erkennbar, die für die politische und kulturelle Identität des christlichen Europas bis heute von zentraler Bedeutung ist. (Texte aus der Beschreibung des Verlags)

Pressezitat:

"Man muss dieses Buch lesen. Erstens, weil man dann begreift, in welcher zutiefst christlichen Tradition Stalin stand, als er die sozialistische Kunst als eine Glaubenspropaganda installierte und zweitens, weil es das einzige Buch zum Thema ist." Arno Widmann in der Berliner Zeitung vom 1.3.2004.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Im Zentrum dieses Katalogs zu einer 2003/2004 im Museum für Islamische Kunst in Berlin stattgefundenen Ausstellung unter dem Titel "Islam in Kathedralen-Bilder des Anti-Christen in der romanischen Skulptur", stehen Fotografien des Künstlers Claudio Lange, die ein Material präsentieren, das von der Kunstgeschichte bisher stiefmütterlich oder gar nicht behandelt wurde. Es handelt sich um "Objekte", die laut Gil Anidjar, aus dessen zeitleich mit der Austellung erschienenem und inhaltlich eng mit deren Thema zusammenhängendem Buch "The Jew,the Arab: A History of the Enemy" ein Auszug als Essay im Katalog abgedruckt wurde, in ihrem Verschwinden aus dem überlieferten Kanon romanischer Kunst eine ganz eigene Geschichte erzählen.

Unter anderem die Geschichte einer Verdrängung. Was diese Verdrängung beinhaltet, warum, wie und auf welchen Wegen sie vonstatten ging, ist eine der aufregenden Fragen, denen man bei der Durchsicht des Katalogs und bei der Lektüre des Essays von Anidjar nachzugehen angeregt wird. Der Leser versenkt sich voller Neugier in die klug kommentierten Abbildungen der Reliefs und Skulpturen mittelalterlicher Bildhauerkunst.

Man wird auf eine Ebene der Auseinandersetzung geführt, die sich den Wurzeln europäischer Kultur, Mentalität und Identitätsbildung widmet und sich in ihrem Niveau wohltuend von vielem abhebt, was in den letzten Jahren als Auseinandersetzung mit der islamischen Kultur lanciert und verkauft wird. Eine erfreuliche Anregung zum Nach-und Selbstdenken.
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