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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
66 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Schlechter Titel, atemberaubender Inhalt,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: "Ich musste sie kaputtmachen." Anatomie eines Jahrhundert-Mörders (Gebundene Ausgabe)
Ich bin über die offizielle Homepage des Autors über diese Neuerscheinung gestolpert. Der etwas simpel und vielleicht auch abstoßend anmutende Titel hat mich zunächst zweifeln lassen, aber weil ich von Stephan Harbort zuvor schon ein prima Buch gelesen hatte, bin ich doch schwach geworden. Inhaltlich geht es um eine mysteriöse Mordserie, die sich in den 50er, 60er und 70er Jahren im Ruhrgebiet ereignet hat. Mich hat total überrascht und teilweise auch entsetzt, wie schnell man als unschuldiger Bürger zum Verdächtigen werden kann. Das Buch könnte auch als Lehrbeispiel für den (Un)wert von Indizien durchgehen. Die teilweise verstörenden Ereignisse werden präzise beschrieben, und dem Autor gelingt es überwiegend, nicht zu polarisieren, sondern überlässt es dem Leser, welche Position er beziehen möchte. Das war sehr angenehm. Das Buch liest sich wie ein Thriller, es ist eines dieser Bücher, die man mit einem etwas mulmigen Gefühl anfängt, aber dann doch nicht mehr davon loskommt. Die handelnden Personen werden einfühlsam und behutsam beschrieben, nur in einem Fall hätte der Autor etwas mehr schreiben sollen. Ich habe mich nämlich gefragt, was aus einem der Verdächtigen, den es besonders schlimm getroffen hatte, geworden ist. Also, das Buch ist nicht perfekt, aber nicht weit davon entfernt. Das Lesen lohnt sich allemal.
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49 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Starke Nerven gefragt!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: "Ich musste sie kaputtmachen." Anatomie eines Jahrhundert-Mörders (Gebundene Ausgabe)
Könnte man hier Fotos veröffentlichen, würden meine Augenringe von der Qualität dieses Buches zeugen. Zwei lange Abende habe ich jetzt damit verbracht - und am ersten Abend fiel es schwer, das Buch wegzulegen. Allerdings braucht man äußerst solide Nerven, um die Geschichte des Serienmörders Joachim Kroll, der von Mitte der 50er bis Mitte der 70er Jahre mindestens 12 Menschen teilweise auf brutalste Weise ermordete, auszuhalten.Dabei glaubt man kaum, dass der Autor tatsächlich Kriminologe ist, denn von daher würde man eher eine trockene Abhandlung erwarten. Harbort schreibt aber mit unglaublicher Dramaturgie. Kapitel oder Absätze enden dort, wo es gerade am spannendsten ist, dann wechselt das Hauptaugenmerk. Es liegt mal auf dem jeweiligen Opfer, mal auf der Arbeit der Polizei, meistens aber auf den Handlungen, Gedanken und Empfindungen des Täters. Insgesamt eine ungeheuer spannende Lektüre. Trotz der vergebenen 5 Sterne muss ich eine Einschränkung machen. Sie betrifft zwei scheinbare Marginalien, die mich aber an dem Buch sehr massiv stören: Erstens ist nicht nur auf dem Buchumschlag, sondern auch auf dem Buchrücken eine Portraitaufnahme des (echten!) Täters abgebildet. Auch wenn das Buch im Regal steht, schaut einen diese Bestie also an. Das ist unerträglich, wenn man daran denkt, dass diese Augen für mindestens 12 Menschen das letzte waren, was sie vor einem grauenhaften, qualvollen Tod zu sehen bekamen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nichts ist härter als die Realität,
Von Zerberus (Reutlingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: "Ich musste sie kaputtmachen." Anatomie eines Jahrhundert-Mörders (Gebundene Ausgabe)
Ich pendle beim Lesen von Büchern zwischen Krimis und "wahren Kriminalfällen" hin und her. "Ich musste sie kaputt machen" kann es in puncto Spannung mit "Hochspannungsthrillern" durchaus aufnehmen, auch wenn die branchenübliche Action fehlt. Dafür wird man anders gefesselt, indem der Leser die Entwicklung eines Menschen zum x-fachen Killer hautnah miterleben kann, von der Kindheit bis zur ersten Tat und den sich anschließenden Morden. Der Blick wird aber auch in die Familie des Täters und sein soziales Umfeld gerichtet. Interessant waren auch die Internas aus den kriminalpolizeilichen Ermittlungen, die Polente hat sich bei dieser Mordserie ja nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Dem Autor ist es gelungen, diese Geschichte so zu schreiben, dass man nicht Partei ergreifen muss bzw. soll, sondern zu einer eigenen Meinung kommen kann. Ganz sicher ragt dieses Buch aus dem Genre "True Crime" deutlich heraus. Kein "Meisterwerk'", aber ein tolles Buch.
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