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am 13. Juni 2014
Von einer jungen Autorin eine Geschichte zu lesen, die größtenteils mit älteren Protagonisten bestückt ist, ist eine große Überraschung. Nicht jedoch die einzige im Debütroman von Jenny Bünnig. Die Grundidee, eine gemeinsame Reise zu unternehmen und dabei selbst gestellte Aufgaben zu erledigen, beziehungsweise lang ertragene, schicksalhafte Belastungen aufzulösen, ist an sich schon großartig. Die Autorin bietet jedoch mehr: Sie ist schlicht und reif im Schreibstil, kreativ im Gesamtaufbau, ihr Werk ist gefühlvoll und nachdenklich in der Grundstimmung und es fehlt auch nicht an der nötigen Menge an Humor.

Erzählt wird aus der Sicht der einzig jungen Heldin, Ria, deren Abenteuer mit der Rentnerinnen-Clique sie gleichzeitig aus dem verwirrten Zustand der ohnmächtigen Trauer retten.
Rias Charakter ist sehr dynamisch. Ihre Eigenschaften und ihre Gefühle entwickeln sich im Laufe der Geschichte erstaunlich. Mit ihrer Art polarisiert sie extrem und sorgt durchgehend für Spannung. Anfangs ihre alles überschattende Traurigkeit, dann ihr Unverständnis, daraus wird später Hilfsbereitschaft und Mitgefühl, bis sie sich – inspiriert von der Weisheit, Erfahrung und Heiterkeit der Mitreisenden – öffnet und einen möglichen Zukunftsweg findet.

Die alten Damen sind faszinierende und überzeugende Persönlichkeiten. Eine genaue Beschreibung der Charaktere findet man in diesem Buch nicht, es fällt jedoch leicht, die „Figuren ohne Gesicht und Statur“ anhand ihrer Handlung zu typisieren. („Die Menschen sind mehr, als du auf den ersten Blick sehen kannst.“) Es geht hier um viel mehr, als das Oberflächliche und einiges wird der Fantasie überlassen.

Lang gehütete Geheimnisse, witzige Wortgefechte und Freundschaft fürs Leben verbindet die Reisenden, die nach der Fahrt durch halb Europa unter stürmischen Debatten ihr Ziel erreichen. Besonders köstlich – und immer treffend – sind Hildies Zitate aus der Weltliteratur, die mit denen wie eine Revolverheldin herumschießt.

Dieses Buch ist ein Road Trip vom Feinsten, nicht nur weil die Damengruppe einen Vogel hat: Es handelt sich doch nur um einen sprechenden Mynah... Der Roman ist für alle eine gute Wahl, die eine intelligente, nachdenkliche Lektüre bevorzugen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Juni 2014
„Wenn man selbst im Dunkeln sitzt, kann man die Welt oft klarer sehen.“ (Margot, Seite 37)

*** ZUM INHALT: ***
Dieser Debütroman von Jenny Bünnig ist ein wunderbarer Roadtrip mit einer ganz besonderen Reisegruppe. Die Teilnehmer haben allesamt ihre Vergangenheit im Gepäck und einen sehr persönlichen Grund für diese Reise. Die Etappen sind die Schweiz, Italien, Frankreich und Portugal. Die abenteuerlustigen Damen dieser kleinen Reisegesellschaft sind seit einem halben Jahrhundert Freundinnen und eigentlich längst im Rentenalter, das macht den ganz besonderen Charme dieser Geschichte aus. In diesem Alter lässt man sich eben nicht mehr so leicht verbiegen, böse Zungen sagen Altersstarrsinn dazu, und regelmäßige Toilettenpausen sollten auf so einer Tour unbedingt eingeplant werden. Allerdings bietet dieses Alter auch einen ganz klaren Vorteil: Jede Menge Lebenserfahrung!

Zu der Reisegruppe gehört die resolute ehemalige Rennfahrerin Frau Lensker, die als Reiseleiterin die Zügel und die Planung der Tour fest in ihrer Hand hat. Außerdem dabei sind noch die lesebegeisterte Bibliothekarin Hildie, die schwerkranke Philosophin Margot und die frühere Künstlerin Charlotte, die Großmutter von Ria. Ria ist die Hauptprotagonistin und Erzählerin in dieser Geschichte. Am Tag der Abreise schließt sie sich ganz kurzentschlossen der kleinen Reisegruppe an. Für Ria ist diese Reise eine Flucht, sie will einfach nur weg, alles hinter sich lassen. Nach dem Tod ihres Vaters scheint die intelligente junge Frau durch Trauer und Schmerz von einem Panzer umgeben zu sein. Wut und Zorn trägt sie wie ein Schutzschild vor sich her. Margot ist die erste, der es gelingt, diesen Panzer etwas zu durchdringen. Doch nach und nach holen die Erlebnisse auf dieser Reise, das Schicksal der mitreisenden Damen und ein Notizbuch Ria aus ihrer Isolation.

„Dann senkte ich meine Augen auf das Notizbuch, strich über den Umschlag und schlug es auf. Die Seiten waren noch ganz weiß. Unmöglich, dass ich sie auch nur mit einem einzigen meiner finsteren Gedanken beschreiben konnte, ihnen ein einziges meiner dunklen Gefühle offenbaren würde. Ich hatte ihnen nichts zu sagen. Trotzdem beobachtete ich überrascht, wie sich der Stift zu bewegen begann, die ersten Worte auftauchten, noch unsicher und zittrig. Bereits am Ende des ersten Blattes wurden sie jedoch weniger schüchtern, klarer, entschlossener, sie stürzten sich auf das Papier. ...“ (Ria, Seite 64)

*** MEIN FAZIT: ***
Dieses Buch war für mich eine mitreißende Leseerfahrung, die mich begeistert hat. Eine gefühlvolle Geschichte mit liebenswerten Protagonisten und viel Herz. Das Cover und die Inhaltsbeschreibung lassen zunächst leichte Unterhaltung vermuten, doch der vielversprechende Buchtitel deutet bereits an, dass die Lektüre auch Stoff zum Nachdenken bereit hält. Die kurzweilige Handlung in dieser berührenden Erzählung wurde angereichert mit viel Poesie und Situationskomik, und macht beim Lesen durch den sehr schönen Schreibstil einfach nur Freude. Die vielen ausgesuchten Zitate im Buch, die Hildie gerne gefragt oder auch ungefragt zum Besten gibt, haben mir dabei besonders viel Vergnügen bereitet.

Ein Roman über das Leben, das Alter, unerfüllte Träume, und Freundschaft durch dick und dünn. So steht es im Klappentext. In meinen Augen zeigt die Geschichte in diesem Buch sehr schön, dass auch in einem Alter jenseits der Siebzig das Leben noch nicht vorbei sein muss, und dass Ziele und Träume immer möglich sind. Das Buch zeigt aber auch, dass man den Menschen immer nur VOR den Kopf schauen kann. Eine harte Schale birgt eben in vielen Fällen wirklich einen weichen Kern, und oftmals ist die harte Schale oder eine seltsam anmutende Marotte ein Schutzmechanismus. Wahre Freundschaft kann es ermöglichen, solche und andere Schutzpanzer zu durchbrechen.

Nach meiner Ansicht ist dieses Buch mit seiner herzerwärmenden Geschichte und durch die sprachgewaltige Ausdrucksweise große Erzählkunst. Sehr gerne vergebe ich für dieses vielseitige und tiefgründige Leseerlebnis fünf Sterne, plus eines ganz persönlichen Zusatzsternchens für die Tatsache, mit diesem Roman ein neues Lieblingsbuch in mein Bücherregal stellen zu können.

„Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. - Augustinus Aurelius“ (Hildie, Seite 297)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Vier Seniorinnen machen sich auf die Reise quer durch Europa. Jede von ihnen durfte ein Ziel benennen.
Obwohl alle vier Frauen schon mehr als ein halbes Jahrhundert befreundet sind, könnten sie unterschiedlicher nicht sein.
Die eine ist Bibliothekarin und kann auch jetzt ohne ihre Bücher nicht sein, dann eine Künstlerin die vor langer Zeit das Malen aufgab, eine Professorin die zu damaligen Zeit zu den ersten Frauen in ihrem Beruf gehrt hat und eine ehemalige Rennfahrerin, die da Planen und Koordinieren einfach nicht lassen kann.
Auf den letzten Drücker kommt Ria eine Studentin dazu, die eigentlich kein festes Ziel vor Augen hat. Man kann fast schon den Eindruck gewinnen, dass sie vor etwas davon läuft.
Für diese fünf Frauen beginnt nun die Reise ihres Lebens.

Dies ist der erste Roman den die Autorin Jenny Bünnig veröffentlicht hat. Zwar hat sie schon eine Kurzgeschichte veröffentlicht und auch schon einen Preis gewonnen, aber irgendwie habe ich die Autorin nicht so recht wahrgenommen. Dies hat sich jedoch mit diesem Buch geändert, das Buch bzw. seine Handlung hat mich noch einer kleinen Anfangsschwierigkeit gleich in seinen Bann gezogen und auch nicht mehr vor dem Schluss losgelassen.
Da das Buch mich aber auch das eine oder andere Mal nachdenklich gestimmt hat, habe ich auch manchmal etwas längere Pausen eingelegt um das gelesene einfach sacken zu lassen.
Jede dieser Frauen haben so ein persönliches Schicksal und ich fand gut wie dies erzählt wurde.
Den Schreibstil fand ich auch sehr ansprechend und auch der Spannungsbogen war eigentlich bis zum Schluss erhalten.
Alle im Roman vorkommenden Figuren waren so detailreich beschrieben, so dass man sich diese während des Lesens sehr gut vorstellen konnte.
Ebenso ausführlich waren auch die Handlungsorte beschrieben, zwar hätten es auch andere Orte sein können, aber man konnte sich schon die jeweilige Region dazu vorstellen.
Nur mit dem Schluss bin ich nicht so ganz glücklich, hier hätte es mich doch noch interessiert was aus Per geworden ist, dies ist aber meine persönliche Meinung.
Alles in allem hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen und deshalb vergebe ich auch alle fünf Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Juni 2014
Im Roman von Jenny Bünnig geht es um eine Reise von 4 älteren Damen und der 25-jährigen Ria durch Südwesteuropa. Ria nimmt spontan an der Reise teil und verarbeitet während der Fahrt den Verlust ihres Vaters. Die unterschiedlichen Ziele, die von den Mitreisenden festgelegt wurden, geben Einblicke in das ereignisreiche Leben der sehr unterschiedlichen und interessanten Persönlichkeiten. Trotz herber Verluste und einem traurigen Unterton stimmt das Buch versöhnlich und vermittelt Lust am Leben.

Ein Roman mit sehr viel Gefühl und einem ungeschönten Blick auf das Leben mit seinen Höhen und Tiefen. Wunderbar abwechslungsreich und wortgewandt geschrieben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Mai 2014
Ria entschließt sich sehr kurzfristig, nahezu überstürzt, mit ihrer über 70-jährigen Oma Charlie und deren gleichaltrigen Freundinnen Frau Lensker, Margot und Hildie in einem alten VW-Bus eine Reise durch den Süden Europas zu machen. Dass sie eigentlich nicht zu dieser Reise eingeladen war und ihre Abreise eher einer Flucht gleicht, stört Ria wenig, kriegt sie doch kaum Luft, so voller Wut und Schmerz ist sie innerlich. Ihr Vater ist vor kurzem gestorben und bis jetzt kann sie mit dem Verlust nicht umgehen. Die Reise mit den 4 älteren Damen, die im Wesen nicht unterschiedlicher nicht sein könnten, führt über Frankreich, die Schweiz, Italien, Spanien nach Portugal. Mit jedem dieser Orte verbindet eine der Frauen etwas aus ihrer Vergangenheit, und so offenbaren sich nach und nach die Geschichten der einzelnen Reiseteilnehmerinnen. Dabei entdeckt Ria, was die vier alten Damen verbindet, während die vier Frauen Ria dabei helfen, sich ihren Dämonen zu stellen.
Jenny Bünnigs Debütroman „Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht“ ist ein Roadtrip der besonderen Art. Der Schreibstil ist herrlich flüssig, geradezu poetisch, doch auch leise Töne sind zu hören. Der Roman wird in der Ich-Form aus der Sicht von Ria erzählt. Die einzelnen Charaktere sind sehr liebevoll angelegt, die man erst nach und nach immer besser kennenlernt. Da gibt es die etwas herbe, teilweise recht schroffe Frau Lensker, die zwar außen hart, aber innen ganz zart ist und das Heft in der Hand hält. Ohne ihr Organisationstalent und ihre mechanischen Fähigkeiten wäre die Reisegruppe schnell aufgeschmissen. Margot ist eher der stillere Typ, sie ist schwer krank, doch sie hat eine Aufgabe, die sie am Leben hält. Hildie ist die Leseratte, die für alles ein Zitat aus ihrem reichhaltigen Bücherwissen hat und deren wirkliche Welt in den Romanen stattfindet, in die sie sich flüchtet. Oma Charlie ist eine warmherzige Person, die auch in ihrem hohen Alter von ihrer ersten Liebe träumt, weil sie diese Gefühle im Alltagsleben mit Rias Großvater vermisst. Und Ria ist eine rastlose Seele, voller Trauer und Wut, ohnmächtig gegenüber den Ereignissen aus ihrer jüngsten Vergangenheit, weil sie nicht weiß, wie sie mit dem Verlust umgehen soll. Außerdem fühlt sie sich einsam, ohne jede Identität und versucht, sich zu finden.
Die Reise der fünf Frauen, die Dinge, die sie gemeinsam erleben, schweißen sie Tag für Tag noch enger zusammen. Sehr warmherzig werden die einzelnen Schicksale vor dem Leser entblättert. Auf einzigartige Weise behandelt die Autorin in ihrer Geschichte sensible Themen wie den Verlust eines Menschen, den Tod, Gewalt, die Liebe und auch die Trauer. Immer wieder werden literarische Zitate und Weisheiten innerhalb der Dialoge eingestreut, die wunderbar zu den einzelnen Situationen passen. Und nicht wenige davon kann der Leser auch fürs eigene Leben mitnehmen.
Jenny Bünnig hat ein furioses Debüt vorgelegt, das seinesgleichen sucht. Sie ist eine Meisterin der leisen und poetischen Töne, die nach und nach dem Leser die einzelnen Schicksale entblättert und dabei eine wunderschöne Geschichte erzählt. Ein besonderes Lesehighlight, das man einfach lesen und genießen muss! Chapeau!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Mai 2014
Ria, Mitte 20, entschließt sich spontan mit ihrer Oma und deren Freundeskreis wegzufahren. Die alten Damen begeben sich nämlich mit einem alten VW Bus auf eine kleine Europatour durch Holland, die Schweiz, Italien, Frankreich und Portugal. Jede der Freundinnen hat dort noch etwas Persönliches zu erledigen. Ria hingegen flüchtet. Sie ist ganz erstarrt über den Tod ihres Vaters und findet keinen sicheren Halt mehr im Leben.

Die Damen sind herrlich sympathisch. Hilde weiß zu jeder Situation die passenden Zitate und liest sogar während des Autofahrens. Margot, Professorin und schwer an Leukämie erkrankt, ist die gute Seele und hat einen sehr warmen Draht zu Ria. Frau Lensker plant minutiös genau die Reise, verfügt über den harten Ton eines Feldwebels, aber auch über ein weiches Herz. Rias Oma Charlie, ist super geduldig im Umgang mit ihrer Nichte, die sich aufgrund ihres Kummers oft sehr anstrengend verhält.

Der Roman liest sich humorvoll, witzig, überraschend intelligent und spannend. Die Sprache ist sehr bildhaft und lebendig. Man kann eintauchen und bekommt gute Laune. Gleichzeitig sind vielerlei Lebensweisheiten und interessante Zitate zu entdecken. Einige Szenen berühren zudem sehr.

Trotzdem habe ich einige Kritikpunkte: Die Figur Ria überzeugte mich nicht vollauf, sie wirkte in vielen Szenen eher wie eine 16 jährige.
Es hätte ein Roman über starke Frauen werden können, doch leider scheint wohl doch nichts ohne Männer zu funktionieren.
Die Autorin versuchte ernste Themen mit Humor und Phantasie zu verbinden, das überzeugte mich besonders am Ende nicht mehr ganz. Die Figuren sind humorvoll überzeichnet, viele Szenen sind eher unrealistisch und träumerisch, gleichzeitig geht es aber auch um recht ernste und realistische Themen sowie auch um die Entwicklung der Figuren. Und diesen Spagat hinzubekommen, diese beiden Pole überzeugend miteinander zu verbinden, schaffte die Autorin meines Erachtens nicht und ich blieb ein wenig unzufrieden und enttäuscht zurück.

Fazit: Ein humorvoller und intelligenter Roman, der in einer sehr bildhaften Sprache geschrieben ist und den Leser zum Träumen, Wohlfühlen und Nachdenken verführt. Humor, Phantasie und Tiefgang wurden miteinander verknüpft, was letztendlich jedoch nicht immer überzeugte.

Ich würde gern 3,5 Sterne vergeben, da dies nicht geht, werden es 4 Sterne, aufgrund des hohen und recht niveauvollen Unterhaltungswertes.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Mai 2014
Ein wunderbarer warmherziger Roman, der mir sehr viel Lesefreude bereitet hat. Man sollte, glaube ich, die Menschen und die Geschichten hinter der Menschen mögen, um das Buch richtig lieben zu können. Es geht um ältere Damen, die sich auf die Reise machen, einige unerledigte Dinge zu Ende zu bringen, Dank der Umständen kommt auch ein junges Mädchen mit auf die Reise, die Enkelin einer der Damen. Die Reise beginnt - nicht nur durch das Land, sondern auch durch die Lebensgeschichten der einzelnen Protagonisten.

Ehrlich gesagt, war dieses Buch für mich eine große Überraschung: ich habe nicht damit gerechnet, dass unter dem witzigen Coverbild und lockeren Kurzbeschreibung, eine nicht nur unterhaltsame sondern auch tiefgründige Geschichte sich verbirgt.

Das Buch war nicht nur schön zu lesen, von dem Erzählstil her, es hat mir auch viele Momente der Freude geschenkt, viele wertvolle Gedanken, nachdenkliche Minuten, melancholische Momente und auch witzige Szenen, bei denen ich lachen musste.
Außerdem bin ich ein großer Fan von Zitaten, und die Autorin hat es geschickt geschafft, diese zum Teil zum Gegenstand der Geschichte zu machen, so dass ich zusätzlichen Spaß an der Lektüre hatte.
Ein wunderbarer Roman über die Menschen, das Leben, die Liebe, die Freude, das Alter und die Hoffnung.
Ich hoffe sehr, dass es noch andere Werke von der Autorin zu lesen gibt. Für mich war dieses Buch: genau das Richtige zum richtigen Zeitpunkt. Es hat mir sehr gut gefallen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Mai 2014
Dieses Buch handelt von der jungen Frau Ria, die ihren Vater verliert und durch diesen Verlust völlig aus der Bahn geworfen wird. Die erste, überstürzte Reaktion ist: egal wohin, Hauptsache weg!
Zufällig plant ihre Oma Charlie, samt Freundinnen Hildie, Margot und Frau Lensker einen Roadtrip durch halb Europa.

Die 5 Damen, so unterschiedlich sie auch sein mögen, erwartet eine Reise voller Abenteuer. Jede von ihnen hat ihren eigenen Grund, diese Reise anzutreten. Alte Rechnungen müssen beglichen, alte Schuld gesühnt werden. Ria ist es völlig gleich, weshalb die rüstigen Rentnerinnen sich auf dieses Abenteuer in einem alten VW-Bus begeben. Sie will vor ihrer Wirklichkeit, ihrem neuen Selbst, das sie nicht wiedererkennt und das sie nicht erkennen will, fliehen. Doch Flucht ist nicht die Lösung und so muss sie sich ihren Problemen stellen.

Der Leser erhält die Möglichkeit, Ria auf ihrer Suche nach sich selbst zu begleiten. Das Buch ist gespickt von (Lebens)Weisheiten.
Zu Beginn wirkt "Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht" ziemlich hektisch und oberflächlich. Sicher ist das Ria's Ohnmacht gegenüber ihrer Hilflosigkeit geschuldet. Im Laufe der Geschichte wird das Buch zunehmend poetisch. Es lädt den Leser zum verweilen ein, zum lachen und zum weinen.
Am Ende bedauert man, dass das Buch ausgelesen ist.

Kategorie: Lesenswert! Mehr davon!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. April 2014
Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen. Ich wollte immer weiterlesen. Zwischendurch habe ich so sehr mit den Figuren (insbesondere Ria) mitgelitten, das ich das ein oder andere Tränchen vergossen habe.
Ich war richtig traurig als ich das Buch zuende gelesen habe, weil ich mich immer auf einen paar Seiten mit der verrückten Reisegruppe gefreut habe :o) und dabei super vom Alltag fliehen konnte.
Schön zum Selberlesen und/oder verschenken. Kann ich nur empfehlen.

Der Autorin Jenny Bünnig wünsche ich alles Gute und mir wünsche ich noch viele weitere schöne Bücher von ihr!!
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am 28. März 2014
Ein ganz tolles Buch von Lachen bis Weinen War alles dabei...
Eine Geschichte die viel vom Leben erzählt und die nie fad wird.
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