Mit dieser Dissertation legte Carsten Pallas eine ausgezeichnete ideengeschichtliche Arbeit vor.
In diesem Buch lernt der Leser nicht nur die Geld- und Konjunkturtheorie von Ludwig von Mises kennen, sondern Carsten Pallas gibt auch einen umfangreichen Überblick über das Leben und das Werk von L. v. Mises und behandelt das vorliegende Thema im Kontext der übrigen Arbeiten des L. v. Mises.
Pallas stellt die Methode der 'Wiener Wirtschaftsschule' vor, gibt einen Überblick über die verschiedenen Standpunkte der Geldlehre zu Beginn des 20. Jahrhunderts und wendet sich dann dem geldtheoretischen Werk von L. v. Mises zu.
Sorgfältig reflektiert Pallas die Aussagen L. v. Mises zu Geldformen und -funktionen; zur Kritik an der Quantitätstheorie des Geldes und der Nichtneutralität von Geld. Von dort wird übergeleitet zur monetären Konjunkturtheorie, die L. v. Mises auf Basis der Nichtneutralität des Geldes entwickelte und die von Pallas ausgezeichnet nachgezeichnet wird.
Abschließend referiert Pallas über die Bedeutung, welche die Geldlehre L. v. Mises für die heutige ökonomische Theorie haben kann.
Hervorzuheben ist, dass Carsten Pallas bei seiner Analyse der Geld- und Konjunkturtheorie von L. v. Mises dem Leser auch einen guten Einblick in theoretische Denkweisen der 'Austrian Economics' liefert. Diese us-amerikanische Schule ist aus dem Mises-Seminar an der New York University hervorgegangen und zählt nicht zum sog. ökonomischen Mainstream der neoklassischen Synthese.