"Laß uns miteinander reden" von Fritz Fischaleck behandelt ein spannendes Thema, nämlich das offene Gespräch zwischen Beziehungspartnern, sowie den Weg zu mehr Offenheit und Fairness in der Partnerschaft (so zumindest der Klappentext)- und wirkt auf den ersten Blick sehr vielversprechend. Das umfangreiche Inhaltsverzeichnis spricht z.B. von Offenheit im Alltag, "dem Handswerkszeug der Beziehungskunst", der Arbeit an der Paarbeziehung und von Erotik & Sexualität. So weit,so gut...
Die Realität sieht jedoch leider anders aus- schon auf den ersten Seiten des Buches wird eines klar: Dieser sogenannten Ratgeber beschränkt sich auf die unstrukturierte Aneinanderreihung etlicher Thesen über Partnerschaft, und gibt hier und da ein paar eher unglücklich gewählte, knappe und wenig überzeugende Beispiele aus der psychotherapeutischen Arbeit des Autors, die zudem auch nicht wirklich aussagekräftig sind- die damit bezweckte Veranschaulichung und die Untermauerung der Thesen mit Beispielen aus dem Alltag schlägt somit gänzlich fehl.
Die Kapitel sind eher knapp bemessen- kaum bringt der Autor eine neue These, ist sie mit ein paar reichlich schlauen und theoretischen Sätzen auch schon wieder abgehandelt und es geht weiter im Text. Mehr Praxiserfahrung des Therapeuten wäre auf jeden Fall von Vorteil gewesen und hätte dem Buch zudem das Leben eingehaucht, das ihm leider völlig fehlt. Wie leblos spult Fritz Fischaleck sein Progamm herunter, seine persönliche Sicht der Dinge wird nicht deutlich.
Am Ende ist man als Leser jedenfalls keine Spur schlauer als zuvor, da von dem Gelesenen einfach so gut wie nichts hängen bleibt.
Ein gut gemeintes Buch mit guten Ansätzen, Ausführung leider mangelhaft. Für Leser, die sich schon öfter mit dem Thema auseinandergesetzt haben, bietet es nichts Neues- und für Neulinge auf dem Gebiet ist es einfach zu knapp abgehandelt. Schade....