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Die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Philip Roth ist eine exquisite Literaturverfilmung mit hochkarätiger Besetzung: Regisseur und Oscarpreisträger Robert Benton (Kramer gegen Kramer, Nobodys Fool) führt ein Ensemble um die Oscarpreisträger Anthony Hopkins und Nicole Kidman sowie Ed Harris als Faunias Ex-Mann und Gary Sinise als Schriftsteller und Erzählerfigur Nathan Zuckerman eine wiederkehrende Figur in Roths Romanen. In ausdrucksstarken Bildern und düster-bedrückender Atmosphäre legt der Film Zeugnis ab von der amerikanischen Psyche. Gescheiterte Charaktere allesamt, versehen mit dem menschlichen Makel von Schuld und Selbstverleugnung, versuchen Roths Figuren ihre Identität und die Anerkennung ihrer Umwelt zu finden um den Preis ihrer Selbstzerstörung. Die auf Rückblenden aufbauende Erzähltechnik mutet altmodisch an, entspricht aber Stimmung und Verhalten der Charaktere. Beim Kinostart gab es kritische Stimmen, ob der Brite Sir Anthony Hopkins glaubhaft einen Mann afroamerikanischer Herkunft verkörpern könne, aber das mag in 'willing suspension of disbelief' jeder für sich selbst beurteilen. -- Birgit Schwenger
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Zu weich gespült,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der menschliche Makel (DVD)
Ich war gespannt, wieviel vom facettenreichen Buch von Philip Roth übrigbleibt und habe festgestellt, wie viel gute Synchronisation ausmacht. Nehmt einfach einmal ein, zwei Dialogszenen und schaut sie im Originalton und dann in Deutscher Synchronisation. Was sich hier noch in der Originalsprache an Tiefe und Zwischentöne auf den Zuschauer überträgt, wird in der synchronisierten Fassung einfach nicht rübergebracht.Die Struktur des Films ist gut gelungen, wenn man bedenkt, wie wenig Zeit besteht, alles in einem Film unterzubringen. Die Personen werden jedoch viel zu glatt dargestellt, Faunia ist absolut fehlbesetzt! Ich habe ihr in keiner Szene abgenommen, dass sie aus einer demütigenden Vergangenheit entstammt. Also, sehenswert und empfehlenswert ist der Film schon, jedoch erst, nachdem man das Buch gelesen hat, (dieses und andere von Philip Roth) um festzustellen, was fehlt und zu was Literatur fähig ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Großartiges Buch, teilweise fehlbesetzter Film,
Rezension bezieht sich auf: Der menschliche Makel (DVD)
Roths Romanvorlage ist unbedingt lesenswert. Die Konstruktion von Ethnizität, die als Waffe einsetzbare "political correctness" und das Aufeinandertreffen verschiedener amerikanischer Welten werden dort einzigartig dargestellt. Und die Filmversion? Sie bietet viel Gutes und ist durchaus sehenswert. Natürlich muss ein Film viel von dem weglassen, was ein Roman beinhalten kann; Nuancen gehen verloren und die Zuschauer werden naturgemäß durch Bilder stärker eingeengt als durch Wörter. Das lässt sich wohl nie vermeiden. Was der Film aber vermeiden hätte können, ist die Fehlbesetzung der drei Hauptfiguren: Anthony Hopkins ist als jüdischer Professor/Dekan mit schwarzem Blut unglaubwürdig (insbesondere stört sein britischer Akzent); Nicole Kidman ist als Reinigungskraft und Melkhilfe einfach zu glamurös; und der Erzähler hat zu wenig von einem jüdischen Schriftsteller mit Schreibblockade.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Das Buch ist besser,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der menschliche Makel (DVD)
Trotz großartig besetzter Rollen (Hopkins/Kidman/Sinise/ Harris) war die Umsetzung des Buches nicht gelungen. Die Handlung ist brillant, feinstofflich und die einzelnen Rückblicke in Coleman's Leben gut gesetzt, aber alles in Allem hat mich Hopkins nicht überzeugt als verletzter jüdisch-afroafrikanischer Dekan.Noch weniger hat mir Nicole Kidman in dieser Rolle gefallen. Die ungebildete, einfache und spröde Putzfau mit lasziver Ausstrahlung hat sie in keiner Sequenz geschafft. Dazu ist Kidman einfach zu elegant und filigran. Obwohl ich sonst ihre filmischen Leistungen anerkenne und sie gerne spielen sehe, war ich sehr enttäuscht. Einizig Ed Harris und Sinisa haben mich in der jeweiligen Rolle überzeugt und diese auch in seiner Funktion ausgefüllt. Fazit: das Buch zu lesen war ein größerer Genuss. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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